Bedeutendste Rohstoffquelle für die Herstellung von Zellstoff und Holzstoff (Holzschliff) für Papier. Für die Herstellung von Faserstoffen sind nicht alle Holzarten gleich gut geeignet, da sie sich in ihrem morphologischen Aufbau und der chemischen Zusammensetzung voneinander unterscheiden. Am geeignetsten ist das Fichtenholz. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit dieses nahezu idealen Faserrohstoffes werden auch noch andere Holzarten eingesetzt. Dazu gehören hauptsächlich Nadelhölzer wie Kiefer und Laubhölzer wie Birke, Eukalyptus, Pappel und Buche sowie Holzabfälle, wie Äste, Zweige, Schwarten, Spreißel und Sägespäne. Nadelhölzer haben längere Fasern als Laubhölzer. Wie jedes pflanzliche Gewebe besteht auch Holz aus Zellen, die während des Wachstums in bestimmten Zonen gebildet werden. Diese Zellen sind in der Regel mehr oder weniger lange Hohlkörper, die als Fasern bezeichnet werden. Chemisch gesehen besteht trocknes Holz aus vier Komponenten: - Cellulose: Makromolekulares Polysaccharid aus Cellobiose-Retiereinheiten mit gestreckten Ketten
- Hemicellulose: Niedermolekulare Saccharide uneinheitlicher Zusammensetzung
- Lignin: Polymerer Körper aus Phenylpropanen
- Extraktstoffen: Harze und Wachse, Gerbstoffe und Mineralstoffe.
Die wichtigsten Holzarten für die Gewinnung von Primärfasern für die Papierherstellung, die man wegen ihres unterschiedlichen Aufbaus und ihrer verschiedenen technologischen Eigenschaften in Nadel- und Laubhölzer unterteilt: Nadelhölzer: Fichte, Kiefer, Tanne Laubhölzer: Lärche, Birke, Pappel, Buche, Eiche, Eucalyptus, Kastanie, Linde Holz ist hygroskopisch. Dabei ist der Schrumpfungsprozess richtungsabhängig. Parallel zur Stammachse schrumpft Holz weniger als quer zur Stammachse. Damit ist auch das unterschiedliche Arbeitsvermögen von Papier bei Schmal- und Breitbahn zu erklären. Die Größe der durch verschiedene Schleif- und Aufschlussverfahren aus Holz gewonnenen Fasern beträgt:
| | Faserlänge | Faserbreite |
| Nadelholz | 2,5–4 mm | 0,02–0,07 mm |
| Laubholz | ca. 1 mm | ca. 0,03 mm |
Erst 1843 erhielt der sächsische Weber Gottlob Keller ein Patent auf die Erzeugung von Faserstoff aus Holz durch Abschleifen von Holzprügeln auf einem rotierenden Schleifstein. |