Verfahren, um größere Mengen von Büchern, die Säuren und säurebildende Substanzen enthalten, zu neutralisieren. Dabei handelt es sich in erster Linie um wertvolle Archivalien aus Papier, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also mit Beginn der industriellen Produktion von Papier, unter Verwendung von Holzstoff und Aluminiumsulfat (Harzleimung), hergestellt wurden. Denn die sauren Rückstände zerstören in Verbindung mit Umwelteinflüssen das Papier. Es entsteht der sogenannte „Säurefraß“. Die Massenentsäuerung erfolgt im Zentrum für Bucherhaltung, Leipzig, z.B. nach dem papersave-Verfahren in drei Schritten: - Der Wassergehalt des Papiers wird durch eine schonende Vortrocknung (unter 60 °C) unter Vacuum auf unter 1% gesenkt.
- Entsäuerung: Dabei werden die Bücher und Archivalien in einer alkalischen Behandlungschemikalie getränkt. Sie saugen die Chemikalien auf, die Säuren werden neutralisiert und ein alkalischer Puffer wird angelegt. Der pH-Wert des Papiers wird auf 7-9,5 angehoben.
- Nachtrocknung. Nach dem Abpumpen der Behandlungslösung werden die Materialien nachgetrocknet. Dabei werden die gesamten Lösungsmittel herausgetrocknet. Das Papier nimmt nach einigen Tagen die in der Vortrocknung verlorengangene Feuchtigkeit wieder auf.
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