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Wasser

Ohne Wasser kein Papier. Das liegt daran, dass bei der Papierherstellung das Wasser nicht einfach nur Transportmittel für die Fasern bei der Blattbildung ist, sondern auch chemische und physikalische Kräfte zwischen den Fasern bewirkt. Sie werden als „Wasserstoffbrücken“ bezeichnet, die eine Bindekraft zwischen den einzelnen Fasern darstellen.

Wasser muss bei der Papiererzeugung folgende Funktionen erfüllen:

  • Aufschlussmittel bei der Holzgewinnung durch Schleifen der Holzprügel am Schleifstein unter Wasserzugabe
  • Zellstoffgewinnung durch Kochen von Holz-Hackschnitzeln unter Zugabe von Wasser und Chemikalien
  • Altpapieraufbereitung durch Lösen des Altpapiers im Stofflöser mit Wasser und Entfernung der Druckfarbe durch De-Inking
  • In der Stoffaufbereitung beim Mahlen, Sortieren und Reinigen der Fasern sowie zur weiteren Verdünnung
  • Wasser wird gebraucht zur Aufbereitung der Streichfarbe zur Herstellung gestrichener Papiere
  • Wasser wird gebraucht zur Dampferzeugung durch Beheizung der Trockenzylinder einer Papiermaschine
  • Wasser wird gebraucht für den Stoffauflauf in der Papiermaschine

Die Papierindustrie zählt zu den wasserintensiven Industriezweigen. Um den Frischwasserbedarf zu senken, wird heute das Fabrikationswasser mehrfach verwendet. Das führte im Laufe der Jahre zu einer deutlichen Verringerung des Frischwasserbedarfs. Während noch 1940 bis zu 600 Ltr. Wasser für 1 kg Papier benötigt wurde, liegt der Bedarf heute unter 20 Ltr. für 1 kg Papier.

 
Status
Autor Wolfgang Walenski
Erstellt 31.10.2010, 11:31
Geändert 16.11.2010, 12:35
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