| Papierlexikon |
 |
| Derzeit umfasst das Lexikon 909 Einträge |
|
|
A
B
C
D E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
#
|
|
|
Nächste
|
|
Daunendruckpapier
|
Andere Bezeichnung für ein Dickdruck- oder Volumenpapier. |
|
De-Inking
|
Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarben aus Altpapier, um es erneut als Rohstoff für die Herstellung von graphischen Papieren (Sekundärfasern/Recyclingfasern) verwenden zu können. Dabei wird das Altpapier in einer Art Wäsche mithilfe von verschiedenen Chemikalien wie Natronlauge, Wasserglas, Wasserstoffperoxyd, Seifen oder Fettsäuren nach der Vorreinigung und der Vorsortierung dem eigentlichen Deinking-Prozess unterzogen. Es wird unterschieden zwischen dem Flotations-Verfahren und dem Waschdeinken. |
|
Deckenpapier
|
Sammelname als Oberbegriff für Papiere und Pappen mit vorgegebenen Festigkeitseigenschaften, die als glatte Bahnen bei der Herstellung von Wellpappe verwendet werden. Deckenpapiere werden unterschieden nach Testliner und Kraftliner. |
|
Dehnrichtung
|
Ist bei Feuchtigkeitsaufnahme des Papiers eine Dimensionsveränderung in Abhängigkeit von der Laufrichtung. Sie wird auch als „Feuchtdehnung“ bezeichnet. Prüfung mit dem Prüfbau (Fogra)-Feuchtdehnungsmessgerät nach DIN 53130. Siehe auch: Nassdehnung, Feuchtdehnung. |
|
Dennison-Wachstest
|
Prüfmethode zur Bestimmung der Rupffestigkeit von ungestrichenen Papieren. Dabei werden siegellackähnliche Wachsstangen verschiedener Klebkraft, die sogenannten Dennison-Prüfwachse, verwendet. Diese sind nummeriert und haben auch verschiedene Farben. Eine vollständige Serie besteht aus 18 Wachsen mit den laufenden Nummern: 2A, 3A, 4A, 5A, 6A, 7A, 8A, 9A, 10A, 11A, 12A 13A, 14A, 16A, 18A, 20A, 23A und 26A. Mit zunehmender Nummernzahl steigert sich die Klebkraft. Je höher der Dennison-Test, um so rupffester ist das Papier. |
|
Detailzeichenpapier
|
Dichtes, zähes, hochtransparentes Zeichenpapier, aus schmierig gemahlenem, hochwertigem Zellstoff. Es sollte eine gleichmäßige, knotenfreie Transparenz, gute Falz- und Bruchfestigkeit und beste Radierfähigkeit aufweisen. Durch die schmierige Mahlung ist Detailzeichenpapier sehr feuchtigkeitsempfindlich. |
|
Diagrammpapier
|
Hochwertiges, technisches Spezialpapier zur automatischen Aufzeichnung von Messwerten in Registriergeräten (z.B. Thermohygrographen), bedruckt mit einem hellen Liniennetz. |
|
Diaphanien / Diaphaniepapier
|
(gr.: diaphan = durchsichtig, durchscheinend) Transparenter Fensterschmuck, der etwa von 1845 bis 1910 mit lasierenden Farben auf sogenanntem Diaphaniepapier (Transparentpapier) mit lasierenden Farben im Flachdruck gedruckt wurde. Teilweise wurde normales Papier auch transparent gemacht (z.B. mit Paraffinöl) oder mit einem Transparentlack (aus Paraffin, Terpentinöl Elemiharz und Terpentinöl). Die strahlenden, einem Gelatineblättchen ähnlichen Drucke kamen der Glasmalerei gleich. |
|
Diazo-Papier
|
Spezialpapier für die Herstellung von silberlosen Lichtpausen. Es hat auf der Oberfläche eine UV-Licht empfindliche Diazo-Beschichtung. Belichtet wird unter einem transparenten Film. Bei der Entwicklung unter Ammoniak-Dämpfen entsteht ein positives blaues Farbstoffbild. In der Druckindustrie war die Ozalid-Kopie von Kalle & Co für die Herstellung von Korrekturabzügen von Filmmontagen das bekannteste Verfahren (Einführung 1917). Es wurde auch als Blaukopie oder Blaupause bezeichnet. |
|
Dichte
|
Physikalisch ist die Dichte eine Massenkennzahl. In der Papierindustrie wird die Dichte oft noch für das Raumgewicht benutzt. Es ist das Gewicht, das 1 cm3 des Papiererzeugnisses besitzt, ausgedrückt in Gramm. |
|
Dickdruckpapier
|
Weiches besonders stark auftragendes, elastisches, voluminöses Papier, das wegen seines Volumens meist holzfrei und maschinenglatt gearbeitet ist. Andere Bezeichnungen für Dickdruckpapier: |
|
Dicke
|
Der senkrechte Abstand zwischen den beiden parallelen Oberflächen des Papiers unter definiertem Anpressdruck wird als Dicke bezeichnet. Die Messung erfolgt mit einem Papierdickenmessgerät oder dem Fogra-Dickenmessgerät mit veränderbaren Prüfflächen und veränderbarer Pressung. Dabei ist auch die Prüfung der Zusammendrückbarkeit möglich. Prüfvorschrift nach DIN 53105. Als Faustregel gilt, dass ein Papier mit 100 g/m2 Flächenmasse eine Dicke von 0,1 mm aufweist. Aus der Dicke in mm und der flächenbezogenen Masse (g/m2) können die Dichte und das spezifische Volumen von Papier in cm3/g berechnet werden. Siehe auch: Dickenmessung von Papier. |
|
Dickenmessung von Papier
|
Die Messung erfolgt mit einem Dickenmesser, bei dem es unter dem Druck des Messtasters von 1 kg/cm2 zusammengedrückt wird. Die Fläche des Messtasters beträgt 2 cm2. Dabei ist die Dicke eines Papiers als Mittelwert aus mindestens 20 Einzelwerten zu errechnen. Prüfvorschrift nach DIN 53105/ISO-Norm 438. Die Messung ist auch mit dem Fogra-Dickenmeßgerät mit veränderbarer Prüffläche und veränderbarem Druck möglich. Als Faustregel gilt, dass ein Papier mit 100 g/m2 Flächenmasse eine Dicke von 0,1 mm aufweist. Siehe auch: Dicke. |
|
Dimensionsstabilität (Abmessungen)
|
Wichtiges Qualitätskriterium der Eignung eines Papiers für einen passgenauen Mehrfarben-Offsetdruck. Die Dimensionsstabilität, die auch als Feuchtdehnung bezeichnet werden kann, ist abhängig von der Stoffzusammensetzung des Papiers, vom Mahlungsgrad der Papierfasern, von der Leimung und dem Füllstoffgehalt sowie der Trocknung und der Arbeit auf der Papiermaschine. Die Prüfung erfolgt nach DIN 53130 im Fogra-Feuchtdehnungsmessgerät oder Exsikkator und Stahlmaßstab. |
|
|
Nächste
|