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Nachhaltigkeit
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Das Grundgesetz der Forstwirtschaft wurde erstmals im Jahre 1713 von dem Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645–1714) aus der Not der Waldvernichtung heraus beschrieben. Der Begriff bezeichnet die Bewirtschaftungsweise eines Waldes, bei der dem Wald immer nur so viel Holz entnommen wird wie nachwachsen kann, so dass der Wald nie zur Gänze abgeholzt wird, sondern sich immer wieder regenerieren kann. In Deutschland können Wälder zertifiziert werden. Neben der Nachhaltigkeit werden dabei insbesondere Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit der Forstbetriebe berücksichtigt. In Europa sind die verbreitetsten Zertifizierungssysteme: - PEFC (Program for Endorsement of Forest Certification Schemes).
- FSC (Forest Stewardship Council).
Siehe auch: PEFC, FSC, Umweltzeichen für Papier und Karton. |
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Nagelprobe
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Eine der Methoden zur Überprüfung und Bestimmung der Laufrichtung von Papier und Karton. Wenn man mit den Fingernägeln an beiden Kanten eines Blattes scharf entlangfährt, wölbt sich das Papier in Laufrichtung weniger als gegen die Laufrichtung. Weitere Proben zur Bestimmung der Laufrichtung: |
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Nassbruchlast
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Siehe auch: Nassfestigkeit. |
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Nassdehnung
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Wichtige Prüfung eines Etikettenpapiers nach Fenchel. Dabei wird zur Prüfung des Dehnungs- oder Schrumpfungsverhalten von Papier und Karton mit Wasser ein 15 mm breiter Teststreifen konditioniert, in Wasser eingestaucht und nach wenigen Minuten die Dehnung in Millimter abgelesen. Die Dehnung ergibt sich aus der gemessenen Dehnung dividiert durch die im Gerät eingespannte Länge des Teststreifens mutipliziert mit 100. Siehe auch: Feuchtdehnung. |
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Nassfeste Papiere
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Papiere, die durch Zugabe eines faserstärkenden Zusatzmittels (Nassverfestiger, Nassfestigkeitsharze) in den Stoff, nach vollständiger Durchtränkung mit Wasser, noch mindestens 20% ihrer mechanischen Festigkeit im lufttrockenen Zustand haben. Anwendungsbereiche sind Tapeten, Tragetaschen, Etiketten für die Nassetikettierung. Solche Papiere können beim Recyceln Schwierigkeiten bereiten. |
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Nassfestigkeit
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Geforderte Eigenschaft für Etikettenpapier. Sie verhindert, dass bei starker mechanischer Beanspruchung, z.B. nasse Etiketten, diese zerrissen werden oder sich beim Abwaschen in der Reinigungsstation einer Abfüllanlage auflösen. Die Bestimmung der Nassfestigkeit erfolgt nach DIN 53112, Teil 2. Dabei werden Probestreifen nach definierten Abmessungen und Wässerungen in einer Zugprüfmaschine bis zum Bruch gedehnt. |
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Nassopazität
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Wichtige Eigenschaft für bestimmte Etikettenpapiere. Zur Prüfung der Nassopazität wird das Durchscheinen, z.B. einer dunklen Flasche durch das nasse Etikett, ermittelt. Die Probe wird dabei ca. 5 Minuten gewässert und zur Bestimmung der Nassopazität in einem Photometer auf eine schwarze Glasplatte gelegt. Prüfvorschrift nach DIN 53146. |
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Nasspartie
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Andere Bezeichnung für die Siebpartie einer Papiermaschine zwischen dem Stoffauflauf und der Trockenpartie. |
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Nasspresse
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Teil der Nasspartie einer Papiermaschine. Sie hat die Aufgabe, unter Druckeinwirkung zwischen Filzen und Papier, die Papierbahn möglichst weitgehend mechanisch zu entwässern bevor anschließend eine thermische Trocknung erfolgt. |
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Nassreißfestigkeit
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Prüfung der Nassfestigkeit von Papier, besonders für Plakat-, Banknoten-, Landkarten-, Tapeten- und Etikettenpapier. Dabei wird die Reißfestigkeit einer mit Wasser behandelten, nassen Probe als absolute Nassfestigkeit, oder die relative Nassfestigkeit in Prozent der Festigkeit des lufttrockenen Papiers, berechnet. Siehe auch: Einreißwiderstand, Weiterreißfestigkeit, Nassfestigkeit. |
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Nassrupfen
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Druckschwierigkeit besonders an Mehrfarben-Offsetdruckmaschinen. Dabei verursacht die im ersten Druckwerk auf das Papier gelangte Feuchtigkeit eine Verringerung der Oberflächenfestigkeit. Es handelt sich dabei meist um ein Mikrorupfen, was auch Aufbauerscheinungen auf den Gummitüchern verursachen kann. Siehe auch: Nassrupftest, Nassrupffestigkeit. |
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Nassrupffestigkeit
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Widerstand des Papiers gegenüber Rupfen nach Absorption von Wasser. Siehe auch: Nassrupftest. |
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Nassrupftest
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Prüfmethode für Papier auf Nassrupffestigkeit. Sie erfolgt am besten auf einem Zweifarben-Probedruckgerät (IGT oder Prüfbau/Fogra). Dafür wird im ersten Druckwerk die Papieroberfläche mit Wasser vorgefeuchtet und im zweiten Druckwerk die Rupffestigkeitsprüfung durchgeführt. Dabei ist ein gleichmäßiger Auftrag des für den Offsetdruck benötigten Feuchtwassers in einer der Praxis entsprechenden Menge besonders wichtig. |
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Nassverfestigung
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Einbringung eines Nassverfestigungsmittels in den Stoff, um die Zug-, Reiß-, Berst- und Abriebfestigkeit von nassem Papier zu erhöhen. Wenn Papier nass wird, quellen die Zellulosefasern und sprengen dabei die zwischen ihnen bestehenden Wasserstoffbrückenbindungen. Das Nassfestmittel verhindert die Lösung der Faser-Faser-Bindungen. Als Mittel für die Nassverfestigung kommen vor allem reaktive, höhermolekulare Verbindungen, wie z.B. Harnstoff-Fomaldehyd, Polyamide und Polyamidoamine in Frage. |
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