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Oberblatt

Kurzbezeichnung: CB-Papier (Coated Back), Farbreaktionspapier für selbstdurchschreibende Formularsätze. Bei dem Oberblatt ist die Rückseite mit einer Beschichtung aus Mikrokapseln beschichtet. In den Mikrokapseln sind sogenannte Farbbildner eingeschlossen, die beim Aufplatzen durch Schreibdruck mit der Beschichtung des Folgeblattes (CFB-Papier oder CF-Papier) eine blaue oder schware Farbreaktion auslösen.

Oberflächen­festigkeit

Eigenschaft gestrichenen und auch ungestrichenen Papiers, die senkrecht auf die Oberfläche einwirkende Zugkraft der Druckfarbe bei der Übertragung während des Druckvorgangs Widerstand zu leisten. Liegt keine ausreichende Oberflächenfestigkeit vor, kann es zu Rupferscheinungen kommen.

Siehe auch: Rupfen.

Oberflächen­leimung

Im Gegensatz zur Stoffleimung wird die Oberflächenleimung in der Leimpresse der Papiermaschine auf die Oberfläche der Papierbahn aufgetragen. Es entsteht dabei ein feiner glatter Film aus gelierenden Stoffen. Eingesetzt werden dafür natürliche und abgebaute Stärke, Stärkederivate sowie Paraffine und Wachse. Zur Oberflächenleimung stehen dem Papiermacher weiterhin verschiedene synthetische Polymerdispersionen zur Verfügung. Die Oberflächenleimung dient der Verbesserung der Rupf- und Radierfestigkeit eines Papiers, sie verringert die Staubneigung und verbessert die Beschreibbarkeit.

Obersieb

Blattbildungssystem (Siebpartie) an Papiermaschinen für die Herstellung einlagiger Papiere. Dabei erfolgt die Entwässerung der Fasersuspension nicht allein auf einem horizontalen Langsieb nach unten, sondern zusätzlich auch nach oben durch ein sogenanntes Obersieb. Dadurch erfolgt eine wesentlich schnellere Entwässerung und eine bessere Gleichmäßigkeit von Ober- und Unterseite des Papiers. Solche Systeme werden als Duoformer bezeichnet.

OCR-Papier

(Optical Character Recognition, Klarschriftleserpapier)

Belegleserpapier, 90 g/m2 von besonderer Qualität nach DIN 6723 und DIN 6724 für die optische Zeichenerkennung bei der elektronischen Datenverarbeitung. Es gibt auch Recyclingpapiere + FSC-Papiere, die geprüft nach DIN 6723 für die elektronische Datenverarebitung zugelassen sind.

Siehe auch: Belegleserpapier.

Ofentrocken­gewicht

Das Ofentrockengewicht wird definiert als die Masse eines Stoffes, der von der in ihm enthaltenen und verdampfbaren Feuchtigkeit befreit ist. Zu seiner Ermittlung bei Papier wird der zu trocknende Holzstoff, Zellstoff oder Recyclingstoff nach genau festgelegten Bedingungen etwas über die jeweilige Verdampfungstemperatur des Wassers erwärmt und bis zur Gewichtskonstanz auf dieser Temperatur gehalten.

Offsetpapier

In der allgemeinen fachlichen Umgangssprache sind Offsetpapiere der Sammelbegriff für eine Vielzahl von holzfreien, holzhaltigen und auch für mit Recyclingfasern hergestellte weiße und farbige Naturpapiere und Kartons, auch mit Prägung, die im Bogenoffsetdruck bedruckt werden können.

In Verbindung mit der Alterungsbeständigkeit werden Offsetpapiere heute vielfach aber neutralgeleimt angeboten. Offsetpapier sollte keinen Staub abgeben, rupffest sein und eine gute Dimensionsstabiltät und Planlage aufweisen. Die vielen auf dem Markt befindlichen gestrichenen und gussgestrichenen Papiere in unterschiedlichen Qualitäten sind auch für den Offsetdruck geeignet, werden aber in der Fachsprache nicht als „Offsetpapier“ bezeichnet.

OKP-Papier

Heute nicht mehr gebräuchliche Abkürzung für ein Selbstdurchschreibepapier (ohne Kohlepapier).

Oktav

Historisches Papierformat von 14,5 cm × 22,5 cm.

  • Großoktav: 16,0 cm × 24,0 cm
  • Kleinoktav: 12,0 cm × 18,0 cm.
Ölaufnahme­test

Cobb-Unger-Testverfahren für Papier, um die Saugfähigkeit gegenüber Ölen und damit auch das Wegschlagverhalten gegenüber Druckfarben zu ermitteln. Als Prüfflüssigkeit wird Rizinusöl verwendet. Prüfgerät: Saugfähigkeitsprüfgerät nach Cobb-Unger. Prüfvorschrift: Fogra.

Siehe auch: Cobb-Test.

Ölpapier

Holzfreies Papier, dessen dauerhafte Transparenz durch Tränken mit trocknenden Ölen erreicht wird. Ölpapier wird manchmal auch noch als Paraffin-Papier bezeichnet. Es ist orangefarben oder braun, ca. 60 g/m2 und findet Verwendung als Korrosionsschutz bei Seeverpackungen. Geeignet auch als Verpackung stark riechender Produkte.

OMR-Papier

(Optical Mark Recognition) Papier zur Verwendung zur computergestützten Erkennung und Auswertung von Markierungen (Schrift/Zahlen) auf Papier.

Siehe auch: Belegleserpapier.

Onionskin-Papier

Wenig gebräuchliche Bezeichnung für ein dünnes, leichtes Durchschlagpapier guter Qualität. Manchmal mit einer groben Kräuselung versehen und einsetzbar als Luftpostpapier.

Opazität

Bezeichnung für die Lichtundurchlässigkeit von Papier. Die Opazität ist der Gegensatz von Transparenz. Je höher die Opazität, desto undurchsichtiger ist das Papier. Die Opazität spielt eine wichtige Rolle, wenn das Papier auf beiden Seiten bedruckt werden soll und dabei das Druckbild nicht durchscheinen darf. Die Prüfvorschriften zur Bestimmung der Opazität sind im Normblatt DIN 53146 ISO 2471 festgelegt. Sie erfolgt mit einem Photometer (z.B. Elrepho-Gerät). Die Opazität kann auch mit einer einfachen Prüfplatte aus Glas erfolgen, auf der sich auf weißem Grund schwarze Schriftzeilen in steigender Größenordnung befinden. Beim Auflegen des zu beurteilenden Papiers kann eine rein visuelle Beurteilung paarweise erfolgen, da solche Tafeln in der Regel in zwei Hälften aufgeteilt sind.

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