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Radierfestigkeit
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Eigenschaft besonders für Transparentpapiere, Zeichenpapiere und -kartons. Sie wird erzielt durch Imprägnierung oder Leimung des Papiers in der Leimpresse der Papiermaschine. Wird Papier für Urkunden eingesetzt, muss seine Radierfestigkeit nachgewiesen werden. Die Prüfung der Radierfestigeit erfolgt nach DIN EN 20187. |
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Rakelmesser-Streichverfahren
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Industrielles Verfahren zur Herstellung von gestrichenen Papieren. Dabei erfolgt die gleichmäßige Verteilung und genaue Dosierung der Streichfarbe nach dem Auftrag auf die Papieroberfläche durch ein angeschliffenes oder durchgebogenes Schaberblatt, das auch als Rakel bezeichnet wird. Es ist fein einstellbar und lässt Auftragsmengen von bis zu 30 g/m2 zu. Das Schaber-Rakel-System ist heute das überwiegend eingesetzte System im Offline-Verfahren mit Geschwindigkeiten von 50–1.500 m/min. |
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Rakelriss
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Ein sehr feiner Haarriss in der Oberfläche eines gestrichenen Papiers, der in Maschinenrichtung (Laufrichtung) verläuft, verursacht durch kleine Partikel oder Körnchen verschiedenen Ursprungs, die sich hinter der Klinge (Rakel, Schaber) während des Streichens angesammelt haben und eine entsprechende „Schleifspur“ hinterlassen. Sie wird auch als Rakelstreifen bezeichnet. |
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Rakelstreifen
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Eine breitere Einkerbung in der Oberfläche eines gestrichenen Papiers, die entstanden ist durch einen größeren Partikel, der sich während des Streichens hinter der Klinge der Rakel festgesetzt und dadurch eine Art Kratzerspur verursacht hat. Manchmal wird in der Fachsprache auch von Rakelriss gesprochen. |
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Ramie
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Hochwertige Bastfaser aus den Stengeln der ostasiatischen, nesselähnlichen Pflanze, die in Japan, China und auf den Sundainseln heimisch ist. Man findet auch die Namen Chinagras, Rheafaser, Rhea oder Rhia. Die Fasern sind wegen ihrer Festigkeit und großen Reinheit besonders geeignet für die Herstellung von Banknotenpapier und Zigarettenpapier. In erster Linie wird Ramie allerdings für die Herstellung besonderer Textilien verwendet. |
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Randwelligkeit des Papiers
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Unerwünschter Zustand eines Papiers. Er entsteht durch eine mehr oder weniger starke Feuchtigkeitsaufnahme durch die Randzonen des Papierstapels. Dabei quellen die Fasern im Randbereich und verursachen eine Wellenbildung; das Papier liegt nicht mehr plan und flach. Im Bogenoffsetdruck führt eine Wellenbildung zu Passerdifferenzen, Zugfalten, Dubliererscheinungen und auch zu Laufschwierigkeiten. Eine Randwelligkeit entsteht entweder durch ein zu trocknes Papier oder durch ein zu frühes Auspacken unterkühlter Papierpaletten. |
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Reagenzpapiere
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Papiere, die mit einem chemischen Reagenz getränkt sind zum Nachweis gasförmiger oder der alkalischen bzw. sauren Reaktion einer Lösung. Die Rohpapiere für die Herstellung solcher Papiere müssen besonders rein und saugfähig sein. In der Druckindustrie werden sie als Indikatorpapiere bezeichnet und z.B. zur Überprüfung und Einstellung des pH-Wertes eines Feuchtmittels im Offsetdruck eingesetzt. Aber auch zur Überprüfung der Wasserhärte sind Reagenzstreifen von Nutzen, um evtl. im Offsetdruck bei zu hartem Wasser eine Belagbildung auf den Gummitüchern zu vermeiden. |
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Recycling-Papier
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Darunter fallen alle Naturpapiere, die aus 100% deinktem (Druckfarbenentfernung) Altpapier hergestellt sind. Als Rohstoff dient hier Altpapier minderer Qualität. Unter Recylingpapier fallen auch alle Sorten, die teilweise unter dem Begriff „Umweltschutzpapier“ angeboten werden, da sie die Holzreserven schonen und im Vergleich zur konventionellen Papierherstellung einen geringeren Energie- und Wasserverbrauch haben. Recyclingpapier gibt es in grau, farbig, in verschiedenen Weißgraden und in einer Vielzahl von Papierstärken und Formaten. Es ist geeignet zum Kopieren und auch für Digitaldrucker. Das in Deutschland dominierende Kennzeichen für Recyclingpapier ist der „Blaue Engel“. |
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Refiner
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(to refine = verfeinern) Mahlmaschinen zur kontinuierlichen Mahlung von Faserstoffen für die Papierherstellung. Es wird unterschieden zwischen Kegel-Refiner und Scheiben-Refiner. In der modernen Papiererzeugung ersetzen Refiner heute den im 17. Jahrhundert erfundenen Holländer, von dem er das Prinzip des Mahlens zwischen Messern übernommen hat. Die beiden Gegensätze sind die rösche Mahlung und die schmierige Mahlung. |
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Refinerholzstoff
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Holzstoff, der durch durch Mahlen von 12–15 mm langen Hackschnitzel aus Holz in kontinuierlich arbeitenden und geschlossenen Scheibenmühlen (Refiner) erzeugt wird. Es entsteht dabei ein Faserstoff, der dem Steinholzschliff ähnelt und auch wie dieser eingesetzt wird. Für die Herstellung von Hackschnitzeln werden Fichtenholz, aber auch Laubholz und Holzabfälle verwendet. Bevor die Hackschnitzel in den Refiner kommen, werden sie gewaschen, um Staub, Steine und Sand zu entfernen. Es gibt drei Möglichkeiten, Refinerholzstoff herzustellen: |
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Registerwalzen
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In der Papiermaschine eine rotierende Walze der Siebpartie, die die Entwässerung der Maschinenstoffsuspension auf dem Sieb durch Adhäsionskräfte – und damit ausgelöste Saugwirkungen – unterstützt. |
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Reibungszahl
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Für die Laufeigenschaften von unbedruckten und bedruckten Kartons auf Verpackungsautomaten, die mit hoher Taktzahl arbeiten, sind die Gleiteigenschaften der Oberfläche besonders wichtig. Das Gleitverhalten wird durch die beiden Größen Haft- und Gleitreibungszahl beschrieben. Kleine Werte bedeuten gute Gleitfähigkeit des Materials. |
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Reifen des Papiers
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Damit ist die Klimatisierung des Papiers gemeint. |
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Reinraumpapier
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Papier auf Zellstoffbasis getränkt mit einer speziellen Polymerverbindung (z.B. Latex-Imprägnierung), wodurch eine Partikel-, Staub- und Fusselbildung sowie chemische Ausgasungen vermieden werden sollen. Das Papier hat eine hohe Zugfestigkeit und Hitzebeständigkeit. Die Papierbahnen werden vor dem Schneiden von beiden Seiten gereinigt. Es kann zum Schreiben, Drucken und Fotokopieren in Reinräumen, die manchmal ein klimatisiertes Umfeld von nur 38% rel. Feuchte aufweisen, verwendet werden. |
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