/ausbildung/alleberufe/tutorials/dictionary-paper.php
ALLE BERUFE
Abschlussprüfung
Zwischenprüfung
Vergütungen
Ausbildung von A bis Z
Ausbildungszahlen
Entwicklung Ausbildungszahlen
Urheberrecht
Papierlexikon
Umweltlexikon
Papierlexikon
Derzeit umfasst das Lexikon 909 Einträge
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #
Nächste
Sackpapier

Vollgeleimtes, wasserfestes, luftduchlässiges Kraftpapier mit hoher Falzfestigkeit und mittlerer Reißlänge zur Herstellung von Säcken zur Aufnahme von Massengütern, wie Dünge- und Futtermittel. Zur Aufnahme von Inhaltsangaben und Werbung wird von Sackpapier auch eine gute Bedruckbarkeit (meist Flexodruck) verlangt.

Satinage

Papiere, die entweder in der Papiermaschine online in einem Glättwerk oder in einem 2-Walzen-Soft-Kalander maschinenglatt satiniert werden oder scharf maschinenglatt. Es gibt eine Vielzahl Papierqualitäten, die nach der Erzeugung auf der Papiermaschine oder nach dem Streichen auf der Streichmaschine, in einem weiteren Arbeitsgang offline satiniert werden müssen. Die Satinage nimmt wesentlichen Einfluss auf die Oberflächenstruktur des Papiers und damit sowohl auf den optischen Eindruck, als auch auf die Bedruckbarkeit. Vor allem für gestrichene Papiere ist die Satinage ein wichtiger Vorgang. Sie bringt Glanz und Glätte.

Satinieren

frz. „Satin“ = Gewebe, das eine glatte, glänzende Oberfläche hat. Bei Papier bedeutet Satinieren, der Oberfläche Glätte und Glanz auf einem Satinierkalander zu verleihen. Dabei erfolgt eine Glättung, aber auch Verdichtung der Papieroberfläche durch Druck, Reibung, Wärme und Feuchtigkeit.

Satinierkalander

Beim einen Satinierkalander sind in einer kräftigen Stuhlung 12–18 schwere Stahl- und Papierwalzen gelagert, die hydraulisch auf Liniendrücke bis zu 30 N/mm belastet werden können. Durch Druck und Reibung (Friktion) entsteht Wärme, die ebenfalls Einfluss nimmt auf die Glättung des Papiers. Gestrichene Papiere werden aber nicht nur in Satinierkalander (Superkalander) geglättet um Glanz zu bekommen, sondern auch in sogenannten Softkalander die es in unterschiedlichen Bauformen gibt.

Satinierte Papiere

Ungestrichene, holzfreie und holzhaltige Papiere, die mit einem Kalander durch Druck, Reibung, Wärme und Feuchtigkeit eine mehr oder weniger starke, glatte und leicht glänzende Oberfläche bekommen haben. Damit soll die Bedruckbarkeit von Naturpapieren eine deutliche Verbesserung erfahren.

Siehe auch: Satinierkalander.

Satinweiß

Weißpigment als wichtiger Bestandteil von Streichfarbe zur Erzeugung von meist hochwertigen, gestrichenen Papieren. Satinweiß wird auch als Glanzweiß bezeichnet. Es ist ein synthetisches Pigment, das hergestellt wird durch Mischen von Kalkhydrat mit schwefelsaurer Tonerde. Weißgrad: 94%.

Saugfähigkeit

Wichtige Eigenschaft eines Papiers, Flüssigkeiten wie Tinte, Lacke, Wasser, Bindemittel der Druckfarbe, in sein Gefüge, seine Poren oder Kapillaren aufzunehmen. Es wird auch von Saugvermögen gesprochen. Die Saugfähigkeit oder das Saugvermögen eines Papiers hat einen großen Einfluss auf das Wegschlagverhalten einer Druckfarbe.

Saugfähigkeits­prüfungen

Zur Prüfung der Wasseraufnahme von Papieren, die bei ihrer Weiterverarbeitung mit Wasser, wässrigen Lösungen, Emulsionen und Suspensionen in Berührung kommen, wird vielfach die Prüfmethode nach Cobb angewendet. Durchführung nach DIN 53132. Zur Prüfung der Saugfähigkeit eines Papiers gegenüber Ölen wird die Methode nach Copp-Unger angewendet. Als Prüfungsmittel wird Rizinusöl verwendet. Prüfvorschrift nach Fogra.

Saughöhe

Prüfmethode zur Bestimmung der Saugfähigkeit eines Papiers nach Klemm. Sie findet Anwendung für Löschpapier und ungeleimte Papiere und wird durchgeführt im Saughöhen-Prüfgerät mit Probestreifen von 15 mm × 250 mm, die in mit Tinte gefärbtes Wasser gehängt werden.

Saugpostpapier

Heute nur noch wenig gebräuchliche Qualitätsbezeichnung für ein saugfähiges Abzugpapier.

Säurefraß

Das Zerfallen und Brüchigwerden des Papiers. Alle Papiere, die mit Beginn der maschinellen Papierherstellung und der Erfindung des Holzschliffes in der Masse geleimt wurden, sind davon betroffen. Der Sohn eines Papier-Müllers, Moritz Friedrich Illig, erfand eine Methode, aus dem Brei von Holzfasern durch Zugabe von Alaun – einem Doppelsalz aus Kaliumsulfat und Aluminiumsulfat – das Harz auszuscheiden und das Holzschliffpapier zu leimen. Sobald aber Feuchtigkeit an das Papier kommt, entsteht Schwefelsäure, die zusätzlich zu den modernen Umweltbelastungen, den Abbau der Zellulose-Kette bewirkt. Sie wird hart, das Papier verfärbt sich hellgelb bis dunkelbraun, es wird brüchig, Bücher und andere Dokumente zerfallen.

Säurefreies Papier

Papiersorte, die keine Säure und auch keine Restchemikalien, die Säure produzieren, enthält. Sie hat einen pH-Wert von mehr als 7 pH. Sie kann auch leicht alkalisch sein und wird auch als „neutralgeleimt“ bezeichnet. Wenn von einem Papier Alterungsbeständigkeit verlangt wird, sind solche Qualitäten zu bevorzugen.

SC-HSWO-Papier

Super Calandered Heavy Special Web Offset paper = Kalandriertes, ungestrichenes Papier mit hoher Flächenmasse (Flächengewicht) für den Rollenoffsetdruck.

SC-Papiere
  1. SC = super calandered. Ein holzhaltiges Naturpapier mit hoher mechanischer Glättung (Satinage). Es wird vorwiegend im Rollenoffsetdruck und Tiefdruck bedruckt.
  2. SC = self copy paper. Kurzbezeichnung für Selbstdurchschreibepapier, bei dem die Oberseite sowohl mit einer Farbgeber- (Mikrokapseln) als auch mit einer Farbnehmerschicht beschichtet ist. Dieses Papier wird auch als „Einblatttyp“ bezeichnet.
Nächste
Quicklinks
Sitemap
Home Ausbildung
Literaturserver
Mediengestalter-Forum
Mediengestalter-Tutorials
LernCenter
Downloads
Video – Die Medienmacher Print & Digital