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| Papierlexikon |
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| Derzeit umfasst das Lexikon 909 Einträge |
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ULWC-Papier
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Kurzbezeichnung für ein beidseitig gestrichenes Papier von unter 48 g/m2 für den Rollenoffset- und Tiefdruck. Siehe auch: LWC-Papier. |
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Umdruckpapier
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Historisches Papier für den alten Steindruck zur Herstellung von Umdrucken. Es waren halbgeleimte Papiere, die auf einer Seite mit einer Schicht besonders präpariert waren. Sie wurden in verschiedenen Sorten, die unterschiedliche Eigenschaften hatten, verwendet: - Graues (Graufeucht genannt) oder gelbes feuchtbleibendes (immerfeuchtes) Umdruckpapier. (Patent ohne Nr. für Richard Naumann 1887)
- Trockenumdruckpapier, auch Berliner Umdruckpapier genannt, das mit einer Kreideschicht versehen war
- Transparentes Umdruckpapier (Florpostpapier mit einer Eiweißschicht)
- Kornpapiere
- Autographisches Umdruckpapier
- Durch den Steindrucker selbsthergestelltes Umdruckpapier.
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Umroller
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Rollenmaschine, um die von einer Papiermaschine kommenden Mutterrollen (Tambour) umzurollen. Denn für die Weiterverarbeitung maschinenbreiter Rollen auf nachfolgenden Ausrüstungs- oder Veredelungsmaschinen, wie z.B. separaten Streichanlagen, Superkalandern oder Querschneidern, werden einwandfreie und kleinere Rollen benötigt. |
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Umschlagkarton
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Naturkarton, der neben seinem ursprünglichen Verwendungszweck für Druckarbeiten verwendet wird, für die es eine große Auswahl an zusammenpassenden Farben und Flächengewichte geben muss. Stoffzusammensetzung: holzfrei und holzhaltig auch mit Sekundärfasern. Flächengewicht (Flächenbezogene Masse): 130, 170, 300 g/m2. Er ist in den holzfreien Qualitäten besonders stabil und in den niedrigen Flächengewichten auf Grund seiner besonderen Oberflächenstruktur auch geeignet für Handzeichnungen mit weichen Stiften. In hohen Flächengewichten und manchen Farben wird er z.B. für Fotoalben eingesetzt und heißt dann auch „Fotokarton“. Siehe auch: Karton. |
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Umweltzeichen für Papier und Karton
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- Blauer Engel. Der blaue Engel wird durch RAL – Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. vergeben. Die für Recyclingpapiere bis 170 g/m2 gültige Norm (RAL ZU 14) schreibt folgende Bedingungen vor: Der Faserstoff muss aus 100% Altpapier hergestellt werden. Mindestens 65% müssen aus unteren, mittleren und krafthaltigen Altpapiersorten stammen. Zudem dürfen im Produktionsprozess keine optischen Aufheller verwendet werden.
- NORDIC SWAN. Bei der Vergabe des nordischen Swan-Zeichens werden nicht nur einzelne Produkteigenschaften beurteilt, sondern es werden für den gesammten Lebenszyklus des Papiers viele ökologische Aspekte geprüft. Die grundlegenden Kontrollen des Swan-Zeichens für die ganzheitliche Papierherstellung beziehen sich auf die eigentlichen Emissionen sowohl bei der Zellstoff- als auch bei der Papierherstellung in die Umwelt.
- FSC ist eine Initiative, die sich weltweit für nachhaltige Waldbewirtschaftung einsetzt. Forstwirtschaftlichen Produkten (Holz für Papier) wird das FSC-Logo nach sozialen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten verliehen. FSC zertifiziert auch die Produktkette von der Waldstraße bis zum Endverbraucher.
- FSC 100% Label. Ein Produkt mit dem 100%-Logo enthält ausschließlich Rohstoffe, die aus FSC-zertifizierten Wäldern stammen. Es ist keine Vermischung mit unzertifizierten Materialien möglich. Papiere mit dieser Auslobung sind bisher kaum erhältlich.
- FSC Mix. In der Produktion wird neben FSC-zertifizierten Rohstoffen auch nicht zertifiziertes Holz verwendet, das aber immer aus kontrollierten Quellen stammt. Der Begriff kontrollierte Quellen beinhaltet verschiedene Minimalforderungen und verhindert garantiert, das‚ Holz aus Raubbau in die Produktion einfließen kann.
- FSC Mix Recycling. Gleiche Anforderungen wie Logo FSC Mix. Zusätzlich erhalten diese Papiere aber einen Anteil kontrolliertes Recyclingmaterial
- FSC Recycling Label. Dieses Papier wurde aus 100% Recyclingfasern oder Recyclingholz hergestellt. Als Recyclingmaterial gelten nur solche Materialien, die schon einmal verwendet wurden (siehe auch: Post-Consumer-Waste).
- PEFC steht für Zellstoff, der aus ökologischen, ökonomischen und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Die Zertifizierung der Produktkette ermöglicht es, den Holzfluss im gesamten Produktionsprozess vom zertifizierten Waldbestand zum holzbe- und verarbeitenden Betrieb bis hin zum Einzelhändler nachzuvollziehen.
- ECF Elementary Chlorine Free bedeutet elementarchlorfrei (gebleichtes) hergestelltes Papier.
- TCF Totally Chlorine Free zeichnet ein Papier aus, das gänzlich ohne Chlor oder Chlorverbindungen gebleicht wurde. Hier kam nur Sauerstoff, Peroxid oder Ozon zum Einsatz.
- OHNE OPTISCHE AUFHELLER. Das Siegel kennzeichnet Papiere, bei denen auf optische Aufheller zur Erhöhung des Weißgrads verzichtet wurde.
- EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein Managementsystem, das Unternehmen ermöglicht, ihren betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich und kontinuierlich zu verbessern. Alle Teilnehmer von EMAS erstellen regelmäßig eine öffentliche Umwelterklärung. Diese wird von einem unabhängigen Umweltgutachter überprüft.
- DIN-ISO-14001. Mit diesem Zertifizierungssystem wird produzierenden Unternehmen und Dienstleistern ein System gegeben, mit dessen Hilfe der betriebliche Umweltschutz verbessert werden kann. Der Umweltstandard wird von einer unabhängigen Zertifizierungsorganisation geprüft und periodisch kontrolliert.
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Unabgepasste Wasserzeichen
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Siehe auch: Durchlaufwasserzeichen. |
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Unechte Wasserzeichen
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Erzeugung von wasserzeichenähnlichen Aufdrucken auf Papier oder durch spezielle Prägungen oder partielle Verdichtungen von Papier, die ein echtes Wasserzeichen vortäuschen. Der Aufdruck erfolgt durch eine fettige sogenannte „Wasserzeichenfarbe“, die an den bedruckten Stellen das Papier etwas transparenter macht. |
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Ungestrichene Papiere
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Oberbegriff für alle Papiere von 7 g/m2–150 g/m2 die keine Veredelung durch Streichen (Beschichten), Imprägnieren, Pergamentieren oder Kaschieren erfahren haben. Solche Papiere werden auch als Naturpapiere bezeichnet. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Qualitäten in jedem gewünschten Format für alle Druckverfahren und Anwendungsbereiche. Alle Papierhersteller und Großhändler verfügen über aufwändige und umfangreiche Kollektionen, mit denen die Möglichkeit einer genauen Auswahl besteht. Beurteilt werden muss dabei die Stoffzusammensetzung (h’frei, h’haltig, Recycling), die Färbung, der Weißgrad, die Oberflächenstruktur (Rauigkeit, Glätte, Prägung, Glanz, Mattcharakter) und auch die Durchsicht (Wolkigkeit, Formation). Siehe auch: Gestrichene Papiere, Geprägte Papiere. |
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Ungleichmäßige Rollen
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So wie für Formatpapiere für einen störungsfreien Fortdruck ganz bestimmte Qualitätskriterien einzuhalten sind, muss für die Verarbeitung von Rollen auf Rollendruckmaschinen (Rotationsdruck) fehlerfreie Rollenwicklung gefordert werden. Folgende Anforderungen werden an Rollen einwandfreier Qualität gestellt: - Gleichmäßige Wickelhärte
- Keine Lagenverschiebungen
- Keine Profilschwankungen
- Keine Rollendefekte, wie Riegelbildung, Kreppfalten, Einrisse oder Platzstellen
- Zylindrische Form der Fertigrollen mit geraden und glatten Stirnflächen
- Gute Transportstabilität
- Keine herausstehenden, nicht hitzebeständige oder nicht gekennzeichnete Klebestellen.
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Unterblatt
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Bezeichnung eines selbstdurchschreibenden Papiers für einen Fomularsatz. Es wird als CF-Papier = Coated Front bezeichnet, weil es lediglich auf der Oberseite mit einer farbentwickelnden Beschichtung versehen ist und auch als Schlussblatt bezeichnet wird. Der farbentwickelnde Strich besteht aus bestimmten Harzen oder speziell behandeltem Clay in Kombination mit Strichpigmenten, Bindemitteln und sonstigen Hilfsmitteln. |
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Untersieb
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Moderne Langsiebpapiermaschinen arbeiten zur Entwässerung der Papierbahn nicht allein mit einem horizontal umlaufenden Sieb, sondern auch mit einem Doppelsieb. Sie werden auch als Duoformer bezeichnet. Dabei erfolgt die Entwässerung der Bahn nach unten durch das Untersieb und auch nach oben durch ein Obersieb. Der Vorteil liegt in einer höheren Entwässerungsleistung und in der Gleichmäßigkeit von Ober- und Unterseite des Papiers. |
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- Ausbildungsplan
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