/ausbildung/alleberufe/tutorials/dictionary-paper.php
ALLE BERUFE
Abschlussprüfung
Zwischenprüfung
Vergütungen
Ausbildung von A bis Z
Ausbildungszahlen
Entwicklung Ausbildungszahlen
Urheberrecht
Papierlexikon
Umweltlexikon
Papierlexikon
Derzeit umfasst das Lexikon 909 Einträge
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #
Nächste
Zeitungsdruck­papier

Ein stark holzhaltiges und AP-haltiges (AP = Altpapierstoff) Papier mit einem Flächengewicht von bisher 52 g/m2, jetzt 48,8, 45 und 40 g/m2 (Empfohlene-Standard-Flächengewichte). Für den Druck von Luftpostausgaben werden sogar noch niedrigere Flächengewichte zwischen 36 und 28 g/m2 eingesetzt. Der Anteil an Sekundärfasern (deinktem Altpapier) konnte bei Zeitungsdruckpapier auf ca. 70% und vereinzelt bis auf 100% angehoben werden. Der Anteil an Füllstoffen zur Erzielung einer hohen Opazität kann bis zu 12% betragen. Die mechanischen Eigenschaften von Zeitungsdruckpapier sollten den Anforderungen des schnellen Rotationdruckes entsprechen. Dazu gehören besonders die Festigkeitseigenschaften wie z.B. Durchreißwiderstand, Bruchwiderstand und Dehnung. Gegenüber der Druckfarbe muss ein gutes Saugvermögen (Wegschlagzeit) vorliegen.

Zellcheming

Verein der Zellstoff- und Papierchemiker und Ingenieure. Er hat seinen Sitz in Darmstadt. Die vom Verein herausgegebenen Merkblätter beinhalten eine Reihe von wichtigen Standard-Testmethoden zur Prüfung von Zellstoff und Papier. Der Verein wurde bereits 1905 gegründet und ist damit weltweit der älteste technisch-wissenschaftliche Verein seiner Branche. Wichtigstes Organ des Vereins ist die Fachzeitschrift „ipw-Das Papier“. Es erscheint 8 x jährlich.

Zellcheming-Verein

Verein der Zellstoff- und Papierchemiker und Ingenieure. Er hat seinen Sitz in Darmstadt. Die vom Verein herausgegebenen Merkblätter beinhalten eine Reihe von Standard-Testmethoden zur Prüfung von Zellstoff, Papier und Karton.

Zellstoff

Zellstoff, fälschlich immer noch als Zellulose bezeichnet, ist ein Faserstoff, der aus pflanzlichen Faserstoffen durch chemischen Aufschluss gewonnen wird und als Hauptbestandteile Zellulose (C6H10O5) neben anderen Stoffen wie Hemizellulose, Restlignin und organischen Stoffen enthält. Dabei wird das Holz (vorwiegend Laub- und Nadelholz) zunächst in Hackschnitzel zerkleinert. Diese werden dann mit einer Kochflüssigkeit imprägniert und unter Druck und Temperatur über mehrere Stunden gekocht. Dabei löst sich der Holzverbund und die Zellulosefasern werden freigelegt (Aufschluss). Die derzeitig bedeutendsten Kochprozesse sind das Sulfat-Verfahren (90% des Weltbedarfs) und das Sulfitverfahren. Nach dem Kochprozess befinden sich in den Zellulosefasern noch geringe Mengen an Reststoffen wie Lignin oder organische Säuren. Die für das Endprodukt unerwünschten Stoffe müssen entfernt werden. Deshalb durchläuft der Zellstoff weitere Verfahrenstufen, in denen er gewaschen, sortiert, gereinigt und in mehreren Stufen gebleicht wird. Neben der Weiße erhält der Zellstoff durch die Bleiche auch Geruchs- und Geschmacksneutralität. Der Zellstoff wird getrocknet (otro) und zu Platten gepresst, auf Rollen gewickelt (Fluff-Zellstoff) oder direkt über eine Pipeline in die Papierfabrik gepumpt.

Der größte Teil des in den deutschen Papierfabriken eingesetzte Zellstoff kommt aus dem Ausland. Rund 3,5 Mio. Tonnen Papierzellstoff wurden nach Deutschland importiert (VdP Leistungsbericht 2010).

Es gibt viele Zellstoffarten. Sie können nach verschiedenen Gesichtspunkten eingeteilt werden:

  • nach den zur Verwendung kommenden Chemikalien in Sulfizzellstoff und Sulfatzellstoff
  • nach dem Weißgrad in gebleichten und ungebleichten Zellstoff
  • nach dem Aufschlußgrad in harten und weichen Zellstoff
  • nach den Faserrohstoffen, in Nadelholz-, Laubholz- und Einjahrespflanzen-Zellstoff
  • nach Kurzfaser- und Langfaserzellstoff.

Siehe auch: Aufschlussverfahren, Bleichen, Bleichmittel, Sulfatzellstoff, Sulfitzellstoff.

Zellstoff-Herstellungs­verfahren

Im wesentlichen kennt man heute folgende, traditionelle Verfahren zur Erzeugung von Zellstoff aus Holz:

  • Sulfitverfahren
  • Sulfatverfahren.

Alternativverfahren, deren zukünftige Entwicklung aber abzuwarten ist:

  • ASAM-Verfahren
  • Acetocell-Verfahren
  • ALCELL-Verfahren
  • ORGANOCELL-Verfahren.
Zellstoffbleiche

Der in der Kocherei erzeugte Zellstoff kann in ungebleichter Form für die meisten Papiere nicht eingesetzt werden. Aus diesem Grund ist es notwendig, durch Behandlung mit verschiedenen Bleichchemikalien eine Aufhellung auf den erforderlichen Weißgrad durch einen Bleichprozess vorzunehmen.

Der Bleichprozess muss praktisch als eine Fortsetzung der Zellstoffkochung gesehen werden. Die im ungebleichten Zellstoff noch vorhandenen Ligninreste (Lignin) werden durch die Bleiche entfernt. Das erfolgt durch stufenweise (Bleichsequenzen) Behandlung mit Chemikalien. Die konventionelle Bleiche mit chlorhaltigen Bleichmitteln ist durch eine chlorfreie Technologie abgelöst worden. Sie läuft in drei chemischen Reaktionen ab:

  1. Behandlung des Zellstoffs mit Sauerstoff im alkalischen Medium bei Temperaturen um 100 °C. Dabei Abbau des Restlignins.
  2. Peroxidbleiche. Bei Temperaturen um 70 °C mit Wasserstoffperoxid, Anhebung des Weißgrades.
  3. Alkaliextraktion.

Als Maß für die Umweltbelastung durch die Inhaltsstoffe von Bleichereiabwässern ist der Summenparameter AOX eingeführt worden, für die Beurteilung der Zellstoffe wird der Summenparameter OX verwendet.

Zellstoffkarton

Siehe auch: Faltschachtelkarton.

Zellulose

Eines der chemischen Hauptbestandteile des Holzes. Die Zellulose ist ein makromolekulares Kohlenhydrat, das die Pflanzen aus dem Monosaccarid D-Glucose (C6H12O6) durch Polymerisation gewinnen. Die D-Glukose entsteht in gestreckter Molekülform bei Assimilation aus dem Kohlendioxid der Luft und Wasser, mithilfe des Chlorophylls und der Sonnenenergie (Fotosynthese).

Zeug

In der Zeit der frühen Papierherstellung das eingesetzte Material in Form von Lumpen oder Hadern.

ZFB

Zentrum für Bucherhaltung GmbH, Leipzig. Es ging Anfang 1998 aus dem Zentrum für Bucherhaltung der Deutschen Bibliothek, Deutsche Bücherei Leipzig als Ausgründung hervor. Es bietet heute eine Vielzahl von Dienstleistungen rund um die Bestandserhaltung von Büchern in Bibliotheken, Archiven und Museen an:

Zigarettenpapier

Glimmfähiges, sehr dünnes, geruch- und geschmackloses Papier (18 g/m2 bis 24 g/m2).

Es besteht aus Leinen- und Hanffasern. Die Porosität soll hoch und genau definiert sein.

Es muss mit dem Tabak abbrennen, ohne gesundheitsschädliche oder die Luftwege reizende Stoffe zu enthalten. Die Glimmfähigkeit wird erreicht durch bestimmte Impränierungsmittel wie Nitrate, Acetaten, Tartraten und Citraten. Der Füllstoffanteil (Calciumcarbonat) beträgt über 30%.

ZP-Papier

Sulfitzellstoffpapier, für deren Herstellung mindetens 65% Frischfaserstoff (Sulfitzellstoff und Holzschliff) und höchstens 30% Altpapier eingesetzt werden.

Zugfestigkeit

Wichtige Festigkeitseigenschaft eines Papiers, die manchmal auch als Einreißwiderstand oder Reißlänge bezeichnet wird. Die Zugfestigkeit hängt von der Faserlaufrichtung ab und ist allgemein in Längsrichtung größer als in Querrichtung.

Die Prüfung erfolgt unter einer gleichförmig zunehmenden Zugkraft (Zerreißprüfung) nach Tappi T 470-66 oder nach ISO 1924-2.

Siehe auch: Reißlänge.
Zweiseitigkeit

Ausdruck für die Verschiedenseitigkeit von Papier, z.B. Siebseite und Filzseite bei Naturpapieren oder die Ungleichmäßigkeit der beidseitig gestrichenen Seiten bei gestrichenen Papieren.

Nächste
Quicklinks
Sitemap
Home Ausbildung
Literaturserver
Mediengestalter-Forum
Mediengestalter-Tutorials
LernCenter
Downloads
Video – Die Medienmacher Print & Digital