|
Drucker/Druckerin
|
 |
|
Berufsbezeichnung
|
Drucker/Druckerin
Anerkannt durch Verordnung vom 2. Mai 2000 (BGBl. I S. 654)
|
 |
|
Ausbildungsdauer
|
|
3 Jahre
|
|
Die Ausbildung erfolgt zu einem Drittel der
Ausbildungszeit in einer der vier Fachrichtungen:
|
|
Flachdruck
|
|
Hochdruck
|
|
Tiefdruck
|
|
Digitaldruck
|
|
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb
und Berufsschule statt.
|
|
Arbeitsgebiet
|
|
Drucker/Druckerinnen arbeiten in Unternehmen des
Druckhandwerks und der Druckindustrie wie z.B.
|
|
Akzidenzdruckereien
|
|
Werkdruckunternehmen
|
|
Zeitungsdruckereien
|
|
Illustrationstiefdruckereien
|
|
Verpackungsdruckereien
|
|
Endlos- und Formulardruckereien
|
|
Tapetendruckereien sowie
|
|
Digitaldruckereien.
|
|
Sie richten Druckmaschinen auftragsbezogen ein
und steuern den Druckprozess zur Herstellung der
Gesamtauflage. Dafür analysieren sie
konkrete Arbeitsaufgaben, wählen
produktspezifisch Materialien und
Verarbeitungswege aus und führen eine
auftragsbezogene Produktionsplanung durch. Dabei
nutzen sie den Datenfluss von der Druckvorstufe
bis zur Druckformherstellung. Sie arbeiten
kundenorientiert, berücksichtigen
ökonomische und ökologische Aspekte
sowie den Verwendungszweck des gefertigten
Produkts und die technischen Bedingungen des
Produktionsprozesses.
|
 |
|
Berufliche Fähigkeiten
|
|
Drucker/Druckerinnen
|
|
planen Produktionsabläufe selbstständig und im Team,
|
|
übernehmen analoge und digitale Daten und
bereiten sie für die Druckformherstellung auf,
|
|
verwenden Produktionsdaten und erstellen Druckformen
für unterschiedliche Einsatzzwecke,
|
|
wählen Druckfarben und Bedruckstoffe
verwendungsbezogen aus und setzen sie ein,
|
|
richten Druckmaschinen ein und drucken ein- und mehrfarbige
Druckprodukte, dabei
kontrollieren und optimieren sie den Druckprozess
entsprechend den Qualitätsstandards und den Druckvorlagen,
|
|
wenden produkt- und produktionsspezifische Druckweiterverarbeitungstechniken an,
|
|
führen im Rahmen des Qualitätsmanagements
Mess- und Prüftätigkeiten durch.
|
 |
|
Drucker/Druckerinnen in der Fachrichtung Flachdruck
|
|
richten Bogen- oder Rollenoffsetdruckmaschinen ein und steuern den Druckprozess standardisiert,
|
|
führen prozessorientierte Mess- und Prüfarbeiten durch,
|
|
drucken z.B. Akzidenz-, Werkdruckprodukte, Zeitungen, Zeitschriften oder Verpackungsmaterialien.
|
 |
|
Drucker/Druckerinnen in der Fachrichtung Hochdruck
|
|
richten Hochdruckmaschinen ein und steuern den Druckprozess,
|
|
führen prozessorientierte Mess- und Prüfarbeiten durch,
|
|
drucken z.B. Zeitungen, Etiketten oder Verpackungsmaterialien.
|
 |
|
Drucker/Druckerinnen in der Fachrichtung Tiefdruck
|
|
richten Rollentiefdruckmaschinen leitstandunterstützt ein,
|
|
steuern die Inlineproduktion,
|
|
drucken z.B. Zeitschriften, Kataloge, Tapeten oder Verpackungsmaterialien.
|
 |
|
Drucker/Druckerinnen in der Fachrichtung Digitaldruck
|
|
bereiten Daten zu Druckjobs auf,
|
|
richten Digitaldruckmaschinen ein und steuern den Druckprozess,
|
|
drucken z.B. Akzidenzen, personalisierte Drucksachen oder Mailings.
|
|
Durch Wahlqualifikationseinheiten ist die Qualifizierung des
Druckers/der Druckerin produkt- und produktionsspezifisch
auf verschiedene Arbeitsgebiete abgestimmt.
|
|
Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
|
|
Druckformherstellung oder -bearbeitung,
|
|
Digitaldruck-Workflow,
|
|
zweite Druckverfahrenstechnik,
|
|
Druckweiterverarbeitung,
|
|
Leitstandtechnik,
|
|
Inline-Produktion,
|
|
Maschinentechnik,
|
|
Kundenberatung oder
|
|
Qualitätsmanagement.
|
 |
|
Quelle: BiBB, Stand 12.08.2004
|
 |