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FAQ
Frequently Asked Question (FAQ) zur Ausbildung von MediengestalterInnen
Hauptthemen:
Informationsquellen
Umschulungen
Ausbildungsinhalte
Prüfung und Prüfungsvorbereitung
Informationsquellen
An wen kann ich mich wenden, wenn ich weitergehende fachliche Informationen zum Ausbildungsberuf Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien benötige?
Wenn Sie in diesem Internet-Informationsangebot auf eine Frage keine zufriedenstellende Antwort gefunden haben: Handelt es sich um eine Frage von allgemeinem Interesse, schicken Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail direkt an uns: . Sie werden so rasch es geht eine direkte Antwort erhalten, und wir werden Ihre Frage und unsere Antwort auf diesen Seiten veröffentlichen. Bei speziellen Fragen, z.B. zu Ihrem konkreten Ausbildungsverhältnis, können Sie sich an die folgenden Stellen wenden:
Die für Ihren Wohnort zuständige Industrie- und Handelskammer beantwortet Fragen im Zusammenhang mit Ihrem Ausbildungsverhältnis und kann Ihnen Betriebe nennen, wenn Sie noch einen Ausbildungsplatz suchen.
Die Verbände der Druck- und Medienindustrie
Die Landesbezirksbüros der ver.di Medien, Kunst und Industrie
Gibt es auch Informationen in gedruckter Form?
In knapper Form können Sie sich in der Broschüre „Ein neuer Ausbildungsberuf: Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien“ informieren; sie ist beim W. Bertelsmann Verlag, Postfach 100633, 33506 Bielefeld erhältlich unter der Bestellnummer 09.026.
Druck- und Medien-Abc, Ausgabe Mediengestalter/in Auszubildende und Ausbilder werden zudem durch das vom ZFA herausgegebene „Druck- und Medien-Abc“ informiert. Die Ausgabe 1/46 vom Oktober 1999 ist ganz dem neuen Berufsbild „Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien“ gewidmet. In gedruckter Form ist dieses Heft leider vergriffen. Sie können aber die PDF-Datei unter Publikationen einsehen.
Druck- und Medien-Abc, allgemein
Das Druck- und Medien-Abc ist in erster Linie eine fachliche Informationsbroschüre für Auszubildende unserer Branche. Zurzeit erscheint die Broschüre einmal jährlich (im Herbst). Azubis erhalten das Druck- und Medien-Abc kostenlos in der Berufsschule. Betriebe und Ausbilder können das Heft beim zuständigen Landesverband Druck und Medien bzw. beim Landesbezirk der IG-Medien bekommen. Bitte haben Sie Verständnis, dass der ZFA keine privaten Umschulungseinrichtungen bzw. Einzelpersonen beliefern kann. Prüfungsrelevante Inhalte werden zusätzlich auf der ZFA-Homepage veröffentlicht.
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Umschulungen
Gibt es für Umschulungsträger einen besonderen Ausbildungsrahmenlehrplan für den Beruf Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien?
Nein: Die zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse sind bei einer Umschulung die gleichen wie bei einer Erstausbildung im dualen System. Der zeitliche Ablauf unterscheidet sich allerdings von der betrieblichen Ausbildung: Der Ausbildungsberuf Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien ist ein auf drei Jahre ausgelegter Ausbildungsberuf. Umschulungseinrichtungen müssen sämtliche zu vermittelnde Kenntnisse und Fertigkeiten in zwei Jahren vermitteln.
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Ausbildungsinhalte
Welche Inhalte müssen in der Ausbildung/Umschulung zum/zur Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vermittelt werden?
Alle relevanten Ausbildungsinhalte werden auf dieser Website im Bereich „Grundlagen der Ausbildung“ vorgestellt. Dort können Sie den „O-Ton“ des Gesetzgebers nachlesen.
Wenn Ihnen das zu unbequem ist und der Download zu lange dauert: bei den meisten Industrie- und Handelskammern können Sie die Verordnung und den Rahmenlehrplan erhalten. Falls Sie dort nicht weiter kommen, können Sie diese in Form einer Broschüre auch direkt beim W. Bertelsmann Verlag, Postfach 10 06 33, 33506 Bielefeld bestellen (Best.-Nr. 61.02.1098, € 3,03 zzgl. Versandkosten und MwSt.).
Welche Bedeutung haben die W1-, W2- und W3-Module und wo finde ich Hintergrundinformationen für die Auswahl dieser Wahlqualifikationen? Inwieweit sind die Wahlqualifikationen prüfungsrelevant?
Neben den Fachrichtungen ist der entscheidende Charakter des Mediengestalters durch die Wahlqualifikationseinheiten (W1-, W2- und W3-Module) bestimmt.
Auszubildende entscheiden sich bereits zu Beginn ihrer Ausbildung in Absprache mit ihrer künftigen Firma für je zwei W1- und W2-Module und ein W3-Modul und legen diese im Ausbildungsvertrag mit der IHK fest.
Nur so kann eine strukturierte Ausbildung erfolgen. In einer Tabelle sind jeweils mit Kreuzchen die möglichen W3-Qualifikationseinheiten den Fachrichtungen zugeteilt.
Details findet man in der Ausbildungsverordnung.
In der praktischen Abschlussprüfung werden die angehenden MediengestalterInnen für Digital- und Printmedien in ihrem gewählten Schwerpunkt, der W3-Qualifikation, geprüft. Beispielaufgaben findet man im Druck- und Medien-Abc vom Oktober 1999.
Welche Fachrichtungen gibt es, und wie unterscheiden sie sich?
Die Ausbildung zum/zur Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien gliedert sich in vier Fachrichtungen:
Die Fachrichtung Medienberatung ist ausgerichtet auf kaufmännische Grundlagen, Kundenberatung, Projektmanagement und Marketing.
In der Fachrichtung Mediendesign findet sich der überwiegende Teil der Qualifikationen der Berufe „Schriftsetzer“ und „Werbe- und Medienvorlagenhersteller“ wieder. Deshalb steht hier die gestaltungsorientierte Aufbereitung von Vorlagen und Daten für die Print-Produktion sowie die Multi-Media-Produktion im Vordergrund.
In der Fachrichtung Medienoperating geht es vor allem um eine technikorientierte Kombination von Text-, Bild- und Grafikdaten für ein Print- oder multimediales Produkt.
Die Fachrichtung Medientechnik ist ausgerichtet auf die Datenausgabe.
Die Fachrichtungen sind das übergeordnete Unterscheidungsmerkmal.
Wo ist die Abgrenzung zwischen den beiden Fachrichtungen Mediendesign und Medienoperating?
In der betrieblichen Ausbildungspraxis wird der Unterschied zwischen den beiden Fachrichtungen Mediendesign und Medienoperating oft nicht richtig eingeschätzt. Warum benötigt man die Fachrichtung Medienoperating, wenn in der Fachrichtung Mediendesign bereits das fertige Produkt hergestellt wird? Die Erklärung ist einfach, aber umfangreich. In den meisten Fällen wird das Endprodukt, sei es eine Druckvorlage, ein fertiger Datensatz oder ein Internetauftritt von einem Mediendesigner erstellt. Viele Vorstufenunternehmen, Werbeagenturen oder mehrstufige Druckunternehmen verfahren so. Bei qualitativ hochwertigen Druckprodukten – im Werbesektor sind dies beispielsweise Firmen- und Produktprospekte oder Anzeigen für Zeitschriften ist eine hochwertige Bildbearbeitung notwendig. Für diese Bildbearbeitung sind Spezialisten erforderlich, die es verstehen, die kreativen Ideen des Mediendesigners in hoher Qualität umzusetzen. Bisher wurde diese Umsetzung von Reproherstellern durchgeführt, die in der Regel in spezialisierten Reprounternehmen tätig waren. Jetzt sind deren Tätigkeiten in der Fachrichtung Medienoperating mit dem Schwerpunkt "Print" angesiedelt. Ähnlich verhält es sich im Non-Print-Bereich. Hochwertige Internetauftritte mit Datenbankanwendungen oder interaktive Präsentationen erfordern eine aufwendige Programmierung, die von Spezialisten der Fachrichtung Medienoperating durchgeführt werden. Der Fokus in dieser Fachrichtung liegt deshalb nicht in der kreativen Leistung, obwohl ein gewisser Grad von Kreativität auch erforderlich ist, sondern in der technischen Umsetzung.
Wo liegt der Unterschied zwischen dem Mediengestalter für Digital- und Printmedien, Fachrichtung Medientechnik mit Schwerpunkt digitale Ausgabe und dem Digitaldrucker mit Druckvorstufen-Wahlqualifikationseinheiten?
Die Fachrichtung Medientechnik ist ausgerichtet auf die Datenausgabe und deckt in dieser Fachrichtung Inhalte des Altberufes Reprograf ab. Die Datenausgabe, sei es analoger Offsetdruck oder Digitaldruck in seinen unterschiedlichen Ausprägungen, ist nur ein Teilbereich der Tätigkeiten in dieser Fachrichtung. Wesentlich ist die Schnittstellenqualifikation, d. h. die Datenaufbereitung, die Druckformherstellung und die Datenausgabe auf unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichen Verfahren. In diesem Sinne sind die Inhalte dieser Fachrichtung Querschnittsqualifikationen, die sowohl Druckvorstufen- als auch Druckfertigkeiten enthalten. Deshalb stellt sich hier die Frage nach der Abgrenzung zur Fachrichtung Digitaldruck der Ausbildungsordnung Drucker. Ausbildungsbetriebe können sich entsprechend der betrieblichen Spezialisierung entscheiden. Für Kleinbetriebe, bei der die Fachkraft das gesamte Spektrum der o. g. Tätigkeiten abdecken muss, ist sicherlich die Fachrichtung Medientechnik die richtige. Größeren Betrieben, bei denen eine stärkere Spezialisierung vorherrscht, ist die Fachrichtung Digitaldruck des Druckers zu empfehlen.
Wie erfolgt die Differenzierung nach Print- und Nonprint-Medien?
Diese Differenzierung erfolgt innerhalb der einzelnen Fachrichtungen, je nach Arbeitsschwerpunkt des ausbildenden Unternehmens und Interessen des Auszubildenden. Besonders relevant ist diese Differenzierung für die Durchführung der fachpraktischen Zwischen- und Abschlussprüfung, da dort je nach Medienart unterschiedliche Aufgaben zu bearbeiten sind. In der schriftlichen Abschlussprüfung kann es im fachrichtungsspezifischen Teil ebenfalls unterschiedliche Aufgabenstellungen für Print und Nonprint geben.
Was hat es mit den sogenannten "Wahlqualifikationseinheiten" der Ausbildung auf sich?
Innerhalb der Fachrichtungen besteht die Möglichkeit, aus einem Pool von Wahlqualifikationseinheiten einzelne Ausbildungsinhalte auszuwählen, um der Struktur des Ausbildungsbetriebes und den Interessen des Auszubildenden in idealer Weise gerecht zu werden und um neue Techniken rasch in die Ausbildung zu integrieren. Aber Vorsicht: einige dieser Einheiten bestehen aus aufeinander aufbauenden Modulen, die in der angegebenen Reihenfolge absolviert werden müssen, und Fachrichtung und Wahlqualifikationseinheiten lassen sich nicht beliebig kombinieren. Zulässige Kombinationen entnehmen Sie der Ausbildungsordnung und unserer Website.
Wann muss ich mich für Fachrichtung und inhaltliche Schwerpunkte meiner Ausbildung entscheiden?
Idealerweise sollten
Fachrichtung
Wahlqualifikationseinheiten
Differenzierung nach Print- oder Nonprint-Medien
bereits im Ausbildungsvertrag festgehalten werden.
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Prüfung und Prüfungsvorbereitung
Kann man bereits absolvierte Prüfungsaufgaben einsehen?
Ja, auf dieser Website haben wir die Struktur und die Aufgaben der Abschlussprüfung Winter 2000/2001 veröffentlicht. Im November 2002 ist eine CD-ROM zur Prüfungsvorbereitung erschienen, in der exemplarische Aufgaben für alle Fachrichtungen aus vergangenen Abschlussprüfungen inklusive der Rohdaten (Texte, Bilder, etc.) zur Verfügung gestellt werden.
Kann man sich beliebig aussuchen, ob man die Gestaltungsaufgabe bei der Zwischen- bzw. Abschlussprüfung im Print- oder Nonprint-Bereich absolvieren möchte?
Im praktischen Teil der Prüfung, sowohl in der Zwischen- als auch bei der Abschlussprüfung, gibt es eine Unterscheidung in Print- und Nonprint-Spezialisierung. Idealerweise sollten die Fachrichtung, Print- bzw. Nonprintspezialisierung und die Wahlmodule bereits im Ausbildungsvertrag festgehalten sein. Die einmal getroffene Festlegung ist also verbindlich.
Kann man seine Zwischenprüfung im Print- und seine Abschlussprüfung im Nonprint-Bereich und umgekehrt absolvieren, oder müssen beide Prüfungen in demselben Bereich abgelegt werden?
Print bzw. Nonprint-Orientierung sollten durchgängig sein. Eine Ausnahme kann dann gemacht werden, wenn man merkt, dass man die falsche Spezialisierung gewählt hat. Dann muss aber auch der Ausbildungsvertrag entsprechend geändert werden!
Im Druck- und Medien-Abc 1/47 sind die Themengebiete der nächsten Zwischenprüfung angegeben. Was kann man sich vorstellen unter folgenden Prüfungsgebieten „Betriebliche Leistungsprozesse und Arbeitsorganisation“ bzw. „Betriebliche Geschäftsprozesse“?
„Betriebliche Geschäftsprozesse“ werden lt. Rahmenlehrplan mit 40 Wochenstunden im 1. Ausbildungsjahr als Pflichtlernfeld in den Berufsschulen behandelt. „Organisieren betrieblicher Arbeitsabläufe“ gehört mit 40 Stunden als Pflichtlernfeld in das 2. Ausbildungsjahr.
Weitere Einzelheiten zu diesen Themengebieten sind nachzulesen in der „Verordnung über die Berufsausbildung Mediengestalter für Digital- und Printmedien“, nebst Rahmenlehrplan, die jeder Azubi zu Hause haben sollten, die PDF-Datei der Verordnung finden Sie hier.
Wo kann ich die CD-ROM mit den Prüfungsaufgaben bestellen?
Eine Anlage zu der praktischen Prüfung des Mediengestalters ist eine CD-ROM mit Bild- und Textmaterial, welches für die Prüfung benötigt wird. Diese ist Bestandteil der Prüfungsunterlagen; sie wird dem Prüfling zum betreffenden Termin ausgehändigt und kann natürlich nirgendwo bestellt werden.
Welche Hilfsmittel kann ich bei der schriftlichen Prüfung benutzen?
Für die fachtheoretischen Prüfungsbereiche 1 (Konzeption und Gestaltung) und 2 (Medienintegration und Medienausgabe): Ein nicht programmierter Taschenrechner und ein Typomaß.
Für den Prüfungsbereich Kommunikation: Ein Wörterbuch Englisch/Deutsch–Deutsch/Englisch, ein Fachenglischwörterbuch und ein Rechtschreibnachschlagewerk. Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde: keine.
Gibt es für die praktische Prüfung in der Fachrichtung Medienoperating keine „konzeptionelle Vorlaufphase“?
Bei der ersten Abschlussprüfung im Sommer 2000 gab es für den Medienoperator noch keine konzeptionelle Phase, da der Medienoperator nicht kreativ arbeiten musste.
Seit der Winterprüfung 2000/01 empfiehlt der ZFA aus Gründen der Gleichbehandlung und der Prüfungsorganisation für alle Fachrichtungen eine 10-tägige konzeptionelle Vorlaufphase.
Warum benötigt der Medienoperator bei der Abschlussprüfung auch die Konzeptionsphase, obwohl er nicht kreativ arbeitet?
Während der Konzeptionsphase soll sich der Prüfungsteilnehmer einen Überblick über die Aufgabenstellung und das Datenmaterial verschaffen. Er soll seine Arbeitsschritte und den Einsatz von Hard- und Software planen. Durch die Konzeptionsphase weis der Medienoperator genau wie die Prüfungsteilnehmer aller anderen Fachrichtungen zu Beginn der Realisierung, was in der Prüfung erwartet wird.
Sind die Auszubildenden der Fachrichtung Mediendesign in der praktischen Zwischenprüfung bevorteilt?
In der praktischen Zwischenprüfung werden 2 Aufgaben gestellt: Eine Aufgabe aus dem Prüfungsgebiet „Gestaltung“ und eine aus dem Prüfungsgebiet „Medienintegration“. Die Ergebnisse beider Prüfungsbereiche werden nicht ins Verhältnis gestellt. Für jede Aufgabe wird eine eigene Note ausgewiesen.
Bei der Zwischenprüfung sieht die Ausbildungsordnung keine Aufteilung nach Fachrichtungen vor (bis zur Zwischenprüfung sind die Ausbildungsinhalte aller Fachrichtungen bis auf die W1-Module identisch). Bei der Realisierung der beiden praktischen Prüfungsaufgaben wird lediglich eine Trennung in Print und Nonprint vorgenommen.
Muss bei der praktischen Prüfung in der Fachrichtung Mediendesign (Nonprint) eine CD-ROM erstellt werden?
Nicht unbedingt: eine andere mögliche Aufgabenstellung könnte die Gestaltung und Programmierung einer Website umfassen. In der Prüfung soll nichts Unmögliches verlangt werden. Sie sollen mit den Programmen, mit denen Sie auch in der Praxis arbeiten, Ihre Prüfungsaufgaben bearbeiten können.
Die fertigen Dateien müssen allerdings auf CD gebrannt und dem Prüfungsausschuss zur Bewertung vorgelegt werden.
Das zur Verfügung gestellte Material bei der praktischen Aufgabe in der Fachrichtung Mediendesign gefällt mir nicht besonders. Kann ich auch anderes Material (Bilder, Grafiken etc.) verwenden?
Ganz klar: Nein. Auch in einer konkreten Situation in der Praxis müssen Sie das Material verwenden, das Sie haben bzw. das der Kunde Ihnen zur Verfügung stellt. Außerdem: Wenn Sie Material aus anderen Quellen verwenden, verletzen Sie in der Regel Rechte Dritter.
Werden in der schriftlichen Prüfung wirklich nur handlungsorientierte Aufgaben gestellt, oder gibt es noch die guten alten Multiple-Choice-Fragen?
Mit der neuen Prüfungsstruktur und den neuen Inhalten wird auch von der alten Form Abschied genommen. Mit „programmierten“ Prüfungsaufgaben (Multiple Choice) sollten Sie nicht rechnen. Beispiele für schriftlich zu beantwortende, situationsbezogene Aufgaben finden Sie in der Ausgabe 1/46 vom Oktober 1999 des „Druck- und Medien-Abc“.
Einzig im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde wird zum Teil auf die Multiple-Choice-Fragen zurückgegriffen, weil dadurch ein größerer Themenbereich abgedeckt werden kann.
Was haben die Aufgabenersteller des ZFA aus der ersten Abschlussprüfung des Mediengestalters für Digital- und Printmedien gelernt bzw. was wird sich zukünftig in Prüfungen ändern?
Zu den ersten Abschlussprüfungen im Sommer 2000 gab es zahlreiche Hinweise, Verbesserungsvorschläge und auch Kritik von Prüfungsteilnehmer/innen. Mit jeder einzelnen Rückmeldung haben sich die Aufgabenersteller intensiv auseinandergesetzt. Ohne die Prüfungsstruktur des neuen Ausbildungsberufes komplett zu verändern, wurde ab der Winterprüfung 2000/01 folgendes geändert:
1. Schriftliche Prüfung:
Die Prüfungszeit der Prüfungsbereiche 1 und 2 wurde jeweils von 90 auf 120 Minuten erhöht.
Im fachrichtungsübergreifenden Teil gibt es keine 3 handlungsorientierte Aufgaben mehr sondern 10 knapp zu beantwortende Wissensfragen.
Es wird mehr unabhängige Aufgaben geben, dafür allerdings wesentlich weniger Teilaufgaben. Dadurch kommen mehr Prüfungsgebiete in Betracht, und die Aufgaben sind nicht mehr so einseitig.
Im fachrichtungspezifischen Teil gibt es statt einer sehr umfangreichen Aufgabe 5 kurze Aufgabenstellungen, von denen nur 4 zu beantworten sind (Auswahlmöglichkeit!).
2. Praktische Prüfung
Seit der Winterprüfung 2000/01 empfiehlt der ZFA aus Gründen der Gleichbehandlung und der Prüfungsorganisation für alle Fachrichtungen eine 10-tägige konzeptionelle Vorlaufphase, also auch für den Medienoperator.
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