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Öko-Audit

Das Öko-Audit basiert auf der EG-Verordnung über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umwelt-management und die Umweltbetriebsprüfung (EG-Öko-Audit-Verordnung). Sie ist am 13. Juli 1993 in Kraft getreten und erlangte am 1. April 1995 Rechtswirksamkeit. Die Teilnahme am EG-Öko-Audit-System ist freiwillig. Ziel des Systems ist die Förderung der kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes in den Unternehmen. Die wesentlichen Elemente sind:

  • Formulierung einer unternehmensspezifischen Umweltpolitik
  • Umweltbestandsaufnahme mittels Umweltprüfung und ökologischer Betriebsbilanz
  • Setzen von betrieblichen Umweltzielen
  • Betriebliches Umweltmanagement
  • Umweltbetriebsprüfung
  • Umwelterklärung des Unternehmens
  • Externe Begutachtung der Umwelterklärung
  • Registrierung des Betriebes in das EU-Verzeichnis validierter Betriebe.

Siehe auch ISO 14001, Umweltaudit, Umwelthandbuch.

Ökobilanz

Das Umweltbundesamt definiert eine Ökobilanz als einen „möglichst umfassenden Vergleich der Umweltauswirkungen zweier oder mehrerer unterschiedlicher Produkte, Produktgruppen, Systeme, Verfahren oder Verhaltensweisen.“ Es werden auch betriebsbezogene Übersichten als Ökobilanzen bezeichnet. Diese sollten nach der Definition des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung die Elemente Produktbilanz, Prozessbilanz, Betriebsbilanz, Substanzbilanz enthalten. Unternehmen, die sich am EG-Öko-Audit-System oder an der ISO 14001 beteiligen, müssen im Rahmen ihrer Ermittlungen der Umweltauswirkungen ihres Standortes eine aktuelle ökologische Betriebsbilanz vorweisen können.

Siehe auch Abfallmanagement, ISO 14001, Öko-Audit, Umweltmanagement.

Ökologie

Als Teilgebiet der Biologie ist die Ökologie die Wissenschaft von den wechselseitigen Beziehungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt, vom Stoffhaushalt und den Energieflüssen, die ein Leben auf der Erde ermöglichen. Zielsetzung der ökologisch orientierten Wissenschaft ist die Erhaltung und Entfaltung der menschlichen, gesellschaftlichen und natürlichen Teilsysteme der Erde bei sparsamem Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.

Ökosteuer

Seit dem 1. April 1999 gilt in Deutschland das Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform. Danach werden die Steuern für Heizöl, Erdgas und Strom sukzessive erhöht. Mit den Einnahmen aus der Öko-Steuer werden die Beiträge zur Rentenversicherung, und somit die Lohnnebenkosten, gesenkt. Das Gesetz enthält zudem eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen, die z.B. dem produzierenden Gewerbe einen um 80% reduzierten Steuersatz zugestehen.

Ölabscheider

Abwasserbehandlungsanlage zur Trennung von Ölen und Leichtflüssigkeiten von Wasser aufgrund ihrer Unlöslichkeit in Wasser, in dem sie aufschwimmen. Ölund fettverschmutztes Abwasser, das z.B. bei der Gummituchreinigung anfallen kann, kann mit einem Ölabscheider von den Ölverunreinigungen befreit werden.

Optische Aufheller

Optische Aufheller sind organische Verbindungen, die UV-Licht absorbieren und im sichtbaren Blaubereich emittieren. Sie finden u.a. Anwendung in der Papierherstellung, wodurch das Papier dem Betrachter weißer erscheint.

Ozon

Ozon ist eine chemische Verbindung, die aus drei Sauerstoffatomen besteht. Es bildet sich bei der Einwirkung ultravioletter Strahlung auf die Stratosphäre sowie durch Reaktion von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen unter Sonneneinwirkung in der Atmosphäre. Die so genannte Ozonschicht befindet sich in einer Hohe von 20 bis 45 km über dem Erdboden. Sie schirmt die Erdoberfläche vor energiereichen Sonnenstrahlen (UV-Strahlen) ab, die Lebewesen schädigen und einen Anstieg von Hautkrebserkrankungen beim Menschen zur Folge haben kann. Der Bestand der Ozonschicht wird dadurch gefährdet, dass z.B. in Spraydosen enthaltene und als Treibgase benutzte sehr stabile Chlor-Fluor-Kohlenwasserstoffe in die Atmosphäre entweichen und ohne zerstört zu werden bis in die Hohe der Ozonschicht aufsteigen. Dort gehen sie chemische Reaktionen mit dem Ozon ein und bauen somit mehr Ozon ab, als durch die UVStrahlung neu gebildet wird, was die Entstehung des sog. Ozonlochs bewirkt.

Weiterhin ist Ozon ein starkes Oxidationsmittel, das Materialien, Pflanzen und den Menschen schädigen kann. Das durch die UV-Lampe der Platten- oder Filmkopie entstehende Ozon kann in Einzelfällen den MAK-Wert von 0,1 ppm bzw. 0,2 mg/m3 für Ozon überschreiten, so dass eine Absaugung notwendig ist. Bei Kopierern und Laserdruckern, entsteht durch die elektrische Entladung des Druckwerkes Ozon. Deshalb sollte bei der Anschaffung solcher Geräte verstärkt auf den Einbau z.B. eines Ozonfilters geachtet werden. Kopierer, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, haben auf jeden Fall die entsprechenden Einrichtungen zur Verringerung der Ozonbelastung. Im industriellen Bereich wird Ozon z.B. verstärkt als Alternative zu Chlor bei der Zellstoffbleiche eingesetzt.

Siehe auch Blauer Engel, MAK-Wert, Sommersmog, VOC.

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