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Altlasten

Als Altlasten werden ehemalige Deponien, Ablagerungen von Giftstoffen oder durch ehemalige Industriebetriebe belastete Bodenflächen bezeichnet, die eine Gefahr für die Umwelt, insbesondere für das Grundwasser darstellen. Das Bundesumweltministerium spricht 1993 von etwa 140.000 altlastverdächtigen Flächen, von denen sich mehr ein Drittel in den neuen Bundesländern befindet. Die Sanierungskosten schätzt man auf etwa 100 Milliarden Deutsche Mark.

Siehe auch Deponie.

Altölverordnung

Nach der Altölverordnung von 1986 sind Vertreiber von Ölen auch zur Rücknahme verpflichtet, können sich dabei aber Dritter bedienen. In den Verkaufsstellen muss durch leicht erkennbare und gut lesbare Schrifttafeln auf die Annahmestellen hingewiesen werden, die sich in räumlicher Nähe zur Verkaufsstelle befinden müssen.

Altpapier

Als Altpapier werden gebrauchte (z.B. Zeitschriften oder Verpackungen) oder unbrauchbare (z.B. Makulatur oder Remittenden) Papierprodukte und -abfälle bezeichnet. In der Bundesrepublik wurden 1999 rund 12 Mio. Tonnen gesammelt, wovon 10 Mio. Tonnen im Rahmen der Papierherstellung der Wiederverwertung zugeführt worden sind.

Siehe auch Deinking, Recyclingpapier.

Altpapiersorten

In der Bundesrepublik werden seit einer Neustrukturierung im Jahr 1999 insgesamt 67 verschiedene Altpapiersorten mit eigenen Marktpreisen gehandelt. Es gibt eine Einteilung in fünf Sortengruppen. Die jeweilige Kennziffer gibt auch die Gruppenzugehörigkeit an:

Gruppe Beispiel  
1 untere Sorten 1.02 sortiertes gemischtes Altpapier
2 mittlere Sorten 2.04 weiße Späne, stark bedruckt
3 bessere Sorten 3.14 weißes Zeitungsdruckpapier
4 krafthaltige Sorten 4.05 unbenutzte Kraftpapiersäcke
5 Sondersorten 5.02 Verpackungen, gemischt

Siehe auch Entsorgung, Recyclingpapier.

Altpapierverordnung

Vom Bundesumweltministerium 1993 geplante Verordnung nach §14 Abfallgesetz über die Rücknahme und Verwertung gebrauchter Druckerzeugnisse durch die Hersteller und Vertreiber, bzw. durch beauftragte Dritte. Die an der Papierkette beteiligten Industrien haben 1994 eine freiwillige Selbstverpflichtung zur verstärkten Verwertung von Altpapier unterzeichnet. Da die hoch gesteckten Ziele in den darauf folgenden Jahren sogar übererfüllt wurden, hat das Ministerium die Verordnung nicht weiter verfolgt.

Aluminium­recycling

Recycling ist wichtiger Bestandteil der Versorgung mit Aluminium. Reines Aluminium, wie z.B. gebrauchte Druckplatten, können direkt eingeschmolzen werden. Aluminiumrecycling ist heute in Deutschland ein fester Bestandteil der Versorgung mit Aluminium. Aluminium kann, wie auch andere Metalle, beliebig oft in den Kreislauf zurückgeführt werden. Außerdem ist der Energieaufwand für das Recycling von Aluminium gering. Das Wiederaufschmelzen von recyceltem Aluminium spart bis zu 95 Prozent der zur Ersterzeugung benötigten Energie. 1999 wurden ca. 100 t Druckplatten wiederverwertet.

Anhang 53 bzw. 56

Siehe Abwasserverordnung.

AOX

Der AOX-Gehalt im Abwasser ist ein Summenparameter, der alle absorbierbaren organischen Halogenverbindungen erfasst. Unerwünschte halogenierte Kohlenwasserstoffverbindungen entstehen z.B. als Nebenprodukte bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln oder auch bei der Zellstoffbleiche mit Chlorverbindungen.

Siehe auch Dioxin, Halone.

Aromaten

Ringförmige organische Kohlenwasserstoffverbindungen, deren Grundelement der Benzolring darstellt. Aromaten sind wichtige Rohstoffe für Farbmittel, Kunststoffe und Synthesefasern. Aromaten sind neben Benzol auch Anilin, Hydrochinon und Toluol. Aufgrund des gesundheitsgefährdenden Potenzials von Aromaten werden Reinigungsmittel für den Offsetdruck oder auch Zeitungsdruckfarben zwischenzeitlich aromatenfrei angeboten.

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