Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rhythmus darstellen
Hallo Leute!
Ich brauche eure Hilfe. Wir haben in der Berufsschule die Aufgabe bekommen eine Postkarte zu gestalten, in dem wir einen Song rhythmisch darstellen müssen mit Flächen und Farben. Ich habe mich für den Song "I shot the sheriff" von Bob Marley entschieden.
Ich habe aber keine Ahnung wie ich diesen Song rhythmisch darstellen soll. Kann mir da einer vielleicht helfen?
Für Tipps bin ich sehr sehr dankbar.
Eure Bobbi
Also das lied Kenn ich net, aber mit rythmische Darstellung hatte ich schon was zu tun. Wen du mir kurz beschreibst warum es im Lied geht dann kann ich dir vieleicht helfen.
Peter Reichard
26.05.2006, 15:15
Hi,
der Inhalt des Textes ist doch nicht das Zentrale, man muss es sich anhören. Hab es aber leider auch nicht greifbar um konkret weiterzuhelfen. Allgemein kann man mit verschiedensten Flächenformaten bzw. Abständen Rhythmus gut darstellen.
tschau
Peter
Erstmal ein großes Dankeschön für eure Hilfe.
Ich werde es einfach versuchen irgendwie mit Flächen darzustellen. Muss ich halt gucken wie ich das mache.
@TrianoN:
Das ist ein Reggae-Song......Ich glaub auch nicht dass es um den Inhalt geht, aber es geht halt darum dass ein "Scheriff erschossen wurde" usw......ist aber ironisch gemeint.
Naja, trotzdem vielen vielen Dank!
Für weitere Tipps bin ich auch wieder sehr dankbar :-)
Hi nochma *vieleicht wird es dir weiter helfen.
Also du muss dich ins Rhythmus so zu sagen rein hören.
Kinder stellen Rhythmus schon rein zeichnerisch unterschiedlich dar. Bamberger (1991) konnte feststellen, dass Kinder, die aufgefordert wurden, etwas aufzuzeichnen (so dass sie sich merken konnten, wie sie ein Musikstück geklatscht hatten) auf unterschiedliche Arten den Rhythmus festhielten. Das Stück in ihrer Untersuchung entsprach dem Rhythmus des Liedes „Twin-kle, twink-le lit-tle Star, How I won-der what you are.“
http://www.laengles.at/wtmdoku/grafiken/abb_1.jpg
Bei 4 und 5jährigen Kindern zeigten sich 3 Arten von Zeichnungen, nämlich rhythmisches Gekritzel, Punkte und Hände (vgl. Abb.1).
Abbildung 1: Typologie rhythmischer Notationsformen bei Kindern aus Bamberger (1991, S. 46)
Gemeinsam ist allen drei Varianten, dass im Vordergrund nicht die exakte Wiedergabe des Rhythmus für eine weitere Verarbeitung (Wiedergabe) steht, sondern dabei die beteiligte körperliche Komponente wesentlich ist.
Beim Gekritzel gibt der Prozess des „Aufschreibens“ den „Prozess des Rhythmus-Machens“ wieder: d.h. während des Zeichnens imitierten die Kinder den Rhythmus durch die (pulsierende) Bewegung des Armes (mit dem Bleistift). Es ist also im rhythmischen Gekritzel der „Prozess der Armbewegung während des Klatschens“ erkennbar, aber es zeigt sich dabei nichts, was helfen würde, die Besonderheiten dieses Rhythmus auch später wiederzuerkennen.
Im Gegensatz dazu lassen die Punkte einzelne und getrennte Effekte erkennen, auch wenn die Punkte selbst ungeordnet am Papier stehen. Auch hier lässt sich während des Entstehens der Zeichnung der „Prozess des Rhythmus-Machens“ erkennen, nämlich das Klopfen des Rhythmus mit gleichzeitigem Aufzeichnen. Allerdings fehlen auch hier die zeitlichen Zusammenhänge zwischen den Punkten. Die Punkte können also als Ergebnis des aufgeführten Stückes gelten.
Das Darstellen von Händen lässt darauf schließen, dass die Kinder keinen Unterschied zwischen den Objekten, welche die Geräusche machen, und den Geräuschen selbst sehen. Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass Kinder diesen Alters (4 und 5 Jahre) ihre körperliche Beteiligung beim Rhythmus darstellen, entweder transportieren sie ihre Bewegung beim Rhythmus auf das Papier (Gekritzel, Punkte) oder sie zeichnen, was dabei beteiligt ist (Hände).
Etwas ältere Kinder entwickeln das Gekritzel und die Punktezeichnungen weiter: eine wesentliche Entwicklung stellt dabei die Aufreihung der Ereignisse in einer Linie dar, die im Zusammenhang mit dem Vergehen der Zeit (von links nach rechts) zu sehen ist.
Hierbei kann zwischen der figuralen und der metrischen Dimension unterschieden werden.
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