Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medienfachwirt Jodeldiplom?
Hallo,
ich möchte eine Weiterbildung zur Medienfachwirtin machen. Nun habe ich von einigen Kollegen gehört, es sei ein Jodeldiplom. Wie sind Eure Erfahrungen? Leider kenne ich niemanden, der diese Weiterbildung bereits gemacht hat. Gibt es nach der Weiterbildung eine Chance auf einen gut bezahlten Job? Schließlich ist die Weiterbildung relativ teuer. Ist es vielleicht sinnvoller eine Weiterbildung zur Medientechnikerin zu machen?
Peter Reichard
29.06.2007, 09:24
Hallo,
ich schreibe dir mal aus der Sicht eines Dozenten für Medienfachwirte.
Meiner Einschätzung nach ist es eine Investition in die Zukunft und wird sich auf Dauer durchsetzen. Das ändert auch nichts daran, dass in Stellenausschreibungen selten wortwörtlich nach »Medienfachwirt« gesucht wird. Das liegt daran, dass die Einsatzgebiete so vielfältig sind, dass eher eine Tätigkeitsbechreibung in Anzeigen formuliert wird und dann Meister, Techniker oder ein ähnlicher bzw. gleichwertiger Abschluss gesucht wird – eben Medienfachwirt.
Jedoch darf man auch nicht denken, dass man gleichzeitig mit dem Diplom als Medienfachwirt gleich auch mehr Geld verdient bzw. eine andere Tätigkeit entsprechend der Weiterbildungsqualifikation findet.
Und zu guter letzt kommt es natürlich noch auf die eigenen Fähigkeiten an.
Welche Erfahrungen haben eine Kollegen mit der Weiterbildung zur Medienfachwirtin?
Viele Grüße
Peter
Danke Peter,
leider haben meine Kollegen auch keine richtigen Erfahrungen, nur vom Hörensagen.
Peter Reichard
04.07.2007, 14:22
Hallo,
ehrlich gesagt habe ich mir das schon gedacht, diese Vorbehalte höre ich meist von Leuten, die sich nicht wirklich auskennen und auch die Ausbildung in ihrer Qualität und ihren Anforderungen unterschätzen.
Andersherum darf man jedoch auch nicht denken, dass man automatisch mit dem Abschluss der Medienfachwirt-Weiterbildung mehr Gehalt bekommt. Letztendlich geht es immer noch um die konkreten Qualifikationen. Aber das war früher mit Meister- und/oder Technikertitel ebenso.
Der Vorteil einer solchen Aufstiegsqualifikation ist aber gerade, dass man die Qualifikation – wie Personalführung, BWL, Recht, Kalkulation etc. – erwirbt, um sich auf andere Ausschreibungen inner- oder außerhalb des Betriebes zu bewerben.
Aus meiner Erfahrung mit mittlerweile 5 Kursen würde ich aber eine mehrjährige Arbeitserfahrung vor Beginn der Weiterbildung empfehlen. Man kann aus den eigenen Praxiserfahrungen viel besser mit den neuen Inhalten umgehen und diese einordnen.
Viele Grüße
Peter
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