Peter Reichard
06.10.2008, 12:00
In diesem Jahr hat die Typografie einige Jubiläen aufzuweisen. So wäre Paul Renner dieses Jahr 130 geworden und seine bekannsteste Schrift, die Futura, in der Form wie wir sie heute kennen, feiert ihren 80. Geburtstag.
Hier einige Fakten zu seiner Person. Wer sich tiefgehender mit der Person Renner und seinem typografischen Werk als Schriftdesigner und Buchgestalter beschäftigen möchte, dem sei das englischsprachige Buch (http://www.amazon.de/Paul-Renner-Art-Typography/dp/1568981589/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1223287065&sr=8-1) von Christopher Burke empfohlen.
Paul Renner (1878–1956)
Paul Renner kam wie viele seiner Zeitgenossen über die Malerei* und Architektur zu Typografie und Schriftgestaltung. Ab 1907 gestaltete er für den Münchner Georg Müller Verlag eine Vielzahl von Büchern.
Gemeinsam mit Emil Preetorius gründete er 1911 die Münchner Schule für Illustration und Buchgewerbe. Von 1925 bis 1926 lehrte Paul Renner an der Frankfurter Kunstschule (heutige Städelschule) Werbegraphik und Typographie. Ab 1926 wurde er Leiter der Graphischen Berufsschulen der Stadt München, und ab 1927 der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker. Nachdem die Nazifaschisten zur Macht gelangt waren, wurde er aus dem Amt entlassen. Nach einem einjährigen Aufenthalt in der Schweiz lebte er seit 1934 zurückgezogen in Hödingen am Bodensee.
Renner entwarf ab Mitte der 1920er Jahre mehrere Schriften. Die bekannteste und ein Verkaufsschlager bis heute ist die Futura. (http://www.myfonts.com/fonts/neufville/futura-nd/) Nach ihrer ersten Veröffentlichung 1927 wurde sie überarbeitet. Die Buchstabenformen, die wir heute kennen, gibt es seit 1928 Renner wandte sich gegen historisierende Formen (»... der Kunstschreiber fristet in seiner Pseudomittelalterlichkeit ein künstliches Dasein wie der letzte Elch im Naturschutzpark.« aus Renner, Mechanisierte Grafik, Berlin 1931), er sah die klare, strenge Form als Ausdruck seiner Zeit. Die Futura wurde zu einer der bevorzugten Schrift der »Elementaren Typographie«.
Hier einige Fakten zu seiner Person. Wer sich tiefgehender mit der Person Renner und seinem typografischen Werk als Schriftdesigner und Buchgestalter beschäftigen möchte, dem sei das englischsprachige Buch (http://www.amazon.de/Paul-Renner-Art-Typography/dp/1568981589/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1223287065&sr=8-1) von Christopher Burke empfohlen.
Paul Renner (1878–1956)
Paul Renner kam wie viele seiner Zeitgenossen über die Malerei* und Architektur zu Typografie und Schriftgestaltung. Ab 1907 gestaltete er für den Münchner Georg Müller Verlag eine Vielzahl von Büchern.
Gemeinsam mit Emil Preetorius gründete er 1911 die Münchner Schule für Illustration und Buchgewerbe. Von 1925 bis 1926 lehrte Paul Renner an der Frankfurter Kunstschule (heutige Städelschule) Werbegraphik und Typographie. Ab 1926 wurde er Leiter der Graphischen Berufsschulen der Stadt München, und ab 1927 der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker. Nachdem die Nazifaschisten zur Macht gelangt waren, wurde er aus dem Amt entlassen. Nach einem einjährigen Aufenthalt in der Schweiz lebte er seit 1934 zurückgezogen in Hödingen am Bodensee.
Renner entwarf ab Mitte der 1920er Jahre mehrere Schriften. Die bekannteste und ein Verkaufsschlager bis heute ist die Futura. (http://www.myfonts.com/fonts/neufville/futura-nd/) Nach ihrer ersten Veröffentlichung 1927 wurde sie überarbeitet. Die Buchstabenformen, die wir heute kennen, gibt es seit 1928 Renner wandte sich gegen historisierende Formen (»... der Kunstschreiber fristet in seiner Pseudomittelalterlichkeit ein künstliches Dasein wie der letzte Elch im Naturschutzpark.« aus Renner, Mechanisierte Grafik, Berlin 1931), er sah die klare, strenge Form als Ausdruck seiner Zeit. Die Futura wurde zu einer der bevorzugten Schrift der »Elementaren Typographie«.