PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Online-Druckereien im Papier-Test



Peter Reichard
04.03.2009, 17:22
»Hochglanz Flyer ab 0,06€«, »Sparen Sie bis zu 50% beim Druck!«, »1000 Flyer geschenkt« und ähnliche martkschreierischen Angebote bestimmen das Bild der so genannten Online-Druckereien. Der Slogan »Geiz ist geil« ursprünglich für Elektrogeräte entwickelt, ist schon längst Schlachtruf in der Druckbranche geworden.
Bei diesem Preiskampf fragt man sich schnell, woran wird gespart? An der Druckqualität, am Service oder am Bedruckstoff, dem Papier?

Im Rahmen eines Stichproben-Test bei 10 Druckereien kam man zu folgendem Ergebnis: Bilderdruck matt oder glänzend scheint die Allzweckwaffe vieler Anbieter zu sein.
Das Ergebnis war, dass die meisten Anbieter meist nur zwei bis vier Papiere zur Auswahl anboten. Immerhin bekommt man beim Großteil der getesteten Online-Druckereien Papier- und/oder Druckmuster kostenlos zugesendet.

Positiv sind jedoch folgende Druckereien aufgefallen.
Für Broschüren stellen die beiden Anbieter online-druck.biz (http://www.online-druck.biz/) und printweb.de (http://www.printweb.de/) sechs bzw. sieben Papiere zur Auswahl. Bei Printweb kann man sich für 3 Euro Papiermuster bestellen, Online-druck bietet diesen Service leider gar nicht an. Beide Druckereien bieten hochwertige Papiere wie Munken, Fly oder RecyStar an.

Auch bei den Visitenkarten fiel printweb.de positiv auf. Mit 12 verschiedenen Papieren hat dieser Online-Service die Nase vorn. Mit sechs bzw. sieben Papieren im Visitenkarten-Sortiment folgen ihm laser-line.de (http://www.laser-line.de/) und flyeralarm.de (http://www.flyeralarm.de/). Bei Laserline erfährt man noch etwas mehr über die angebotenen Papiere und kann darüber hinaus, wie auch bei Flyeralarm, kostenlos Papiermuster anfordern. Zusätzlich bietet Laserline allerdings noch ihre Blackbox, ein großes Musterpaket mit über 200 Papier- und Druckmustern, für 20 Euro an.

Fazit, wenn einem Qualität nicht völlig gleichgültig ist, ist es sinnvoll sich vor Auftragsvergabe genauer über den Service, und dazu gehört auch die Auswahlmöglichkeit von verschiedenen Papieren, zu informieren. Insbesondere im Digitaldruck mit kleinen Auflagen ist die Zeit der sehr beschränkten Bedruckstoffauswahl längst vorüber. Dies sollten auch die so genannten Online-Druckereien, wie es auch bereits einige tun, wahrnehmen und entsprechend handeln.



(Quelle: http://www.papierbotschaft.de)

Wandel
24.07.2009, 17:59
Offset-Druckerein scheinen momentan wie Pilze aus dem Boden zu schiessen...alles super billig und qualitativ hochwertig, scheint ein sehr umkämpfter Markt zu sein...

Wir verschicken für unsere Kunden nur Einladungen, Newletter oder Infoschreiben als guten alten Serienbrief. Im Digitaldruckbereich hat sich hier www.berlinmailing.de sehr gut bewährt. Denen braucht man nur Vorlagen und Adressen zu geben und schon ist das Mailing eigentlich fertig und verschicken tun die es auch noch. Wir können Aufträge somit eigentlich Durchreichen und erwirtschaften noch eine nette Marge. Eine preisgünstigere Druckerei habe ich noch nicht gefunden.

Zafer_79
30.11.2009, 16:27
Ich möchte den eben ausgeführten Thesen zustimmen! Einzig in einem Punkt muss ich energisch eingreifen: für den sog. Endkunden spielt es keine Rolle, ob im 70er oder 50er-Raster gedruckt oder geringfügig besseres oder schlechteres Papier verwendet wird- der Großteil der Kunden, der "50% beim Druck sparen" möchte, ist sich sicherlich der Tatsache bewusst, dass er keinen absolut hochwertigen Druck bekommen wird- doch dies scheint im Preis-Leistungsverhältnis optimal zu sein. Letztlich bleibt dem Kunden nach einem Fehlschlag nur, etwas mehr Geld auszugeben, aus den Fehlern zu lernen und doch wieder bei der alteingesessenen Druckerei vor Ort drucken zu lassen. Das ist meine Meinung...

Peter Reichard
30.11.2009, 16:37
Hallo,

Also der Verallgemeinerung, dass es Endkunden egal sei, welches Papier sie verwenden können, würde ich doch genau so engerisch widersprechen, auch wenn du später ja nur noch vom Großteil der Kunden sprichst.

Es kommt doch immer noch auf den Kunden an. Und nicht jeder ist mit Bilderdruckpapier 135 g/qm ausreichend bedient. Und als Designer hat man ja auch eine gewisse Verantwortung seinem Kunden gegenüber ihn in Punkto Papier gut zu beraten. Was hilft, die Einsparung von ein paar Euro, wenn der Flyer bei der Zielgruppe wegen unpassende gewähltem Papier o.ä. nicht ankommt.

Die Frage ist doch auch, ob man Kunden haben möchte, die 50% beim Druck sparen wollen? Denn als nächstes wollen sie doch 50% beim Design sparen. Als Designer schießen wir uns bei der Preisdrückerei der ganzen Online-Anbieter auf Dauer selbst ins Knie. Wo ist die Grenze, wo es nicht mehr billiger geht? Es ist ja heute schon so, dass verschiedentlich unter dem Materialwert (ohne Maschinenabschreibung und Personalkosten) Angebote erstellt werden.

Irgenwann platzt die Blase, aber es bleibt übrig, dass billig = gut ist. Und da können wir selbst etwas dagegen tun, dass wir endlich verstehen, das billig, billig keine langfristige Perspektive für die Branche sein kann. Gute Qualität kostet eben Geld.

Viele Grüße
Peter

Elisabeth
13.12.2010, 13:52
Hallo,
ich weiss ich bin relativ spät in Sachen antworten, muss aber zum Kommentar, dass Papier dem Kunden egal ist auch etwas sagen. Es mag sein das privat Kunden oft auf Angebote zurückgreifen, wie "kostenlose" Visitenkarten. Diesen Kunden ist es dann egal ob da Werbung hinten drauf ist und dass dann für (um beim Beispiel Visitenkarten zu bleiben) Visitenkarten unheimlich dünnes Papier verwended wird.
Sobald es sich aber um Unternehmen handelt, sieht das wieder ganz anders aus. Desto dickeres Papier, desto besser. Ich glaube schon dass es Unternehmen relativ peinlich wäre eine Papier Visitenkarte auszuteilen. Auch mit Farben und Druckmethoden kennen sich da die meisten Endkunden ganz gut aus. Also da sollte man niemanden unterschätzen.

Peter Reichard
13.12.2010, 14:11
Aber das gewicht ist ja auch nicht alles. Und die Website/Druckerei, die du vertritst, hat für Visitenkarten auch nur ein einziges Papier im Angebot, oder irre ich mich? Zwar 400 g/qm, aber der haptische Eindruck entsteht ja nicht nur durchs Gewicht, sondern eben auch durch die Oberflächenbeschaffenheit.

Die mehr oder weniger vorgerfertigten Layouts von der Stange sind ja auch lediglich für Privatkunden geeignet.

Viele Grüße
Peter

nadine77
16.09.2011, 21:19
Hi,

will auch noch kurz was zum Papier sagen.
Ihr solltet unbedingt, nicht nur bei Visitenkarten, sondern auch bei Broschüren und Katalogen drauf achten, das eure Druckerei möglichst viele verschiedene Papiersorten im Angebot hat. Zum einen findet ihr dann eins das euch gefällt, zum anderen kann das ein Zeichen für besser Qualität sein.
Recht hat Peter mit dem haptischen Eindruck auf jedenfalls. Mit guten Lacken kann man einiges rausholen.