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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Realistische Aufstiegschancen



squee
15.01.2010, 23:48
Hallo zusammen,

wahrscheinlich kennen einige von euch dieses Problem.

Es ist Freitag Abend und Feierabend ist immer noch nicht in Sicht.
Ihr arbeitet mal wieder mehr als zehn Stunden am Tag damit eure Projekte noch rechtzeitig fertig werden. Und das alles für einen Hungerlohn von gerade mal etwas zwischen 1600 und 1800.

Zum Vergleich... eine Freundin von mir ist angelernte Hilfskraft im V-Markt und verdient 300 Euro Netto mehr als ich.

Sucht man eine Weile lang im Netz stößt man immer wieder auf Mediengestalter die sich über unmenschliche Verhältnisse im Verhältnis von Arbeit und Gehalt beschweren.

Nach einigen Bewerbungsgesprächen bin ich nun - da bin ich mit Sicherheit nicht der einzige - sicher, dass im Berufsbild Mediengestalter keine Zukunft liegt.
Wie soll man mit 1600 Euro Brutto einmal eine Familie ernähren?

Nun wird ja großartig mit der Weiterbildung zum Medienfachwirt geworben. Das ist auch eine sehr schöne Sache. Das Angebot wird auf den entsprechenden Internetseiten gut verpackt und schöngeredet. Der Lehrplan sieht ja auch wirklich, dass muss jeder zugeben, sehr interessant aus.

Aber mal im Ernst!!! Hilft uns das wirklich zum weiterkommen? Hat schon mal jemand in den Zeitungen, den Stellenbörsen im Internet oder sonst wo nach Stellenangeboten für einen Medienfachtiwrt gesucht? Gesucht... und dann auch noch gefunden? Letztens, ich bin mir nicht sicher ob es monster.de oder die Seite unserer Agentur für Arbeit war hatte ich nach langem Suchen ganze ZWEI Stellen gefunden.

Meiner Meinung nach ist der Medienfachwirt eine echt tolle Weiterbildung aber scheinbar rausgschmissenes Geld! Wenn der Markt nicht danach sucht sehe ich kein einzigen Grund so viel Zeit in diese Weiterbildung zu investieren.

Manch einer würde nun sagen, geh Studieren. Wie wäre es mit Digital Media in der FH Neu-Ulm? Hat jeder der Mediengestalter gelert hat Abitur? Stellt sich derjenige auch die Frage ob man ein Abitur finanzieren kann? Bos, Berufscolleges, etc sind Vollzeitschulen. Wer erst einmal gearbeitet hat bekommt in fast allen Fällen kein BAföG mehr! Gleichzeitig kann man nicht mehr Arbeiten gehen um Miete, Fahrtkosten, Büchergeld und was weiß ich zu finanzieren.

Vielleicht können wir ja mal gemeinsam für alle eine ordentliche Zusammenfassung der Möglichkeiten erörtern. Das hilf nicht nur mir dem Fragesteller sondern allen.


Für Print haben wir also die eher mit schlechten Chancen ausgestattete Weiterbildung zum Medeinfachwirt und den Industriemeister.

Für Nonprint hätten wir das gleiche und wie ich in einem anderem Thema gelesen habe http://www.zfamedien.de/forum/showthread.php?t=55

- Gepr. IT-Projektleiter/-in
(Certified IT-Business Manager)

- Gepr. IT-Entwickler/-in
(Certified IT Systems Manager)

- Gepr. IT-Berater/-in
(Certified IT Business Consultant

- Gepr. IT-Ökonom/-in

Ganz begehrt scheinen mir auch die Webentwickler mit Zend - Zertifikat zu sein.

Habt ihr Noch weitere, von mir auch gerne abstrakte Ideen wie man in unserem Beruf weiter kommen kann?

Oder sollten wir uns doch besser umschulen lassen und als Verkäufer an die Kasse Sitzen.

Peter Reichard
18.01.2010, 11:27
Hallo,

die Skepsis zum Medienfachwirt bezüglich Ausschreibungen kann ich nachvollziehen, aber oft ist es so, dass nicht nach dem Ausbildungs/Weiterbildungsabschluss, sondern nach der Position im Betrieb gesucht wird. Und als MFW kann man sich gerade auf Stellenausschreibungen wie Schicht-, Team- oder Abteilungsleiter bewerben. Also alle Stellen, die auch für den Abschluss Industriemeister oder auf teilweise Diplomingenieur ausgeschrieben sind. Hängt dann natürlich auch wieder von der individuellen Qualifikation und Erfahrung ab.

Viele Grüße
Peter