Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gehalt und Berufserfahrung
Hallo zusammen,
welche Erfahrungen habt ihr in Bezug auf Gehalt und Berufserfahrung sammeln können?
Ich habe eine Ausbildung als Mediengestalter, 4 Jahre Berufserfahrung mit einem jetzigen Monatsgehalt von 2300,- brutto und bekomme sehr oft zu hören dass ich mich unter Wert verkaufe. Mann stellt sich die Frage ob man bei der nächsten Bewerbung die Gehaltsvorstellungen nach oben korrigieren sollte oder nicht.
Freue mich auf viele Beiträge.
Also ich bin mir recht sicher, dass ich nach der Ausbildung nicht mehr als 1700-1800 brutto haben werde, weil in unserem kleinen Betrieb niemand mehr bekommt (ausser vielleicht der Chef). Und das für 40 Stunden/ Woche.
Das ist sicherlich "unter Wert" !
Bei den 2300 von dir kommt es drauf an, wieviele Stunden du arbeitest.
Also ich habe 2,5 Jahre Berufserfahrung und verdiene leider nur 1500,- Brutto. Das ist auf jeden Fall unter Wert für 40h/Woche oder?? >:(
Ich bin 18 Jahre im Beruf, habe 2 Kinder und verdiene nicht mal 1400 brutto für 35 h, dazu fahre ich noch jeden Tag 90 km. Das ist sicher unter dem Wert.
RedHotDot
15.04.2005, 16:10
Das ist ja erschreckend! Die Tarife sehen doch was ganz anderes vor! Bei 35h/woche sollten da doch etwa 2300,- gezahlt werden.
Hi
da grade für viele kleine Unternehmen die Tarife a) nicht gelten und b) unbezahlbar sind, wird in den seltensten Fällen ein tarifähnliches Gehalt gezahlt.
Ich habe über 10 Jahre Berufserfahrung und bekomme nicht mal die hälfte von dem was mir der Tarif zugestehen würde. Aber Hauptsache a) man hat nen Job und b) der Job macht Spaß. Da bin ich auch gerne bereit Abstriche zu machen, so lange ich meinen Lebensunterhalt zahlen kann.
so long
Ole
(8-)>
RedHotDot
15.04.2005, 17:15
Das ist mir auch schmerzlich bewusst. Ich bin ebenfalls froh, dass ich noch als festangestellter Mediengestalter arbeiten darf (und nicht als Ich-AG ;))
Trotzdem find ich 1500 brutto bei ner 40-Stunden-Woche echt happig :-/
Hi,
ich habe eine Ausbildung zum Mediengestalter, 4 Jahre Berufserfahrung und verdiene 2000,- Brutto bei einer 40h Woche. Machmal finde ich es auch zu wenig, aber Überstunden werden ausgezahlt und Weihnachtsgeld bekomme ich auch. Das ist in dieser Branche nicht unbedingt üblich... :)
Ich habe mittlerweile 2,5 jahre Berufserfahrung und bekomme auch nur 1400 brutto- für teilweise über 40 Std. die Woche.
Das mit dem "ScheißegalwasichkriegehauptsacheichhabSpaßimJ ob" stimmt- ne zeitlang zumindest. Aber wenn man dann gezwungen ist sich nur noch durchzumogeln um über die Runden zu kommen und sich nicht mal selber belohnen kann (weil das die Chefs auch nicht machen) wirkt das auf Dauer massiv demotivierend!
Aber man muss ja leider froh sein heute überhaupt nen Job zu haben... *::)
verfolge hier schon ein wenig die diskussion und muss mich nun auch mal einschalten. teilweise wird hier verkannt, dass mediengestalter eine ausbildung ist und man danach auch nur dementsprechend bezahlt wird. sicher muss man als mediengestalter will wissen, aber niemand bezweifelt, dass bspw. ein schreiner nicht auch was auf dem kasten haben muss. letztendlich ist man als mediengestalter nicht der kreative, sondern der ausführende (die arbeit eines mediengestalters macht schliesslich kein diplom-designer, weil zu teuer). wer soll denn die utopischen gehaltsvorstellungen von so manchen hier bezahlen?
Hi
teilweise wird hier verkannt, dass mediengestalter eine ausbildung ist und man danach auch nur dementsprechend bezahlt wird.
Ich denke nicht das dies hier verkannt wird. Davon ab gibt es aber als grobe Kalkulationsgrundlage (oder Stoff aus dem die Träume sind ;)) eben auch Tariflöhne, auch für Mediengestalter.
sicher muss man als mediengestalter will wissen, aber niemand bezweifelt, dass bspw. ein schreiner nicht auch was auf dem kasten haben muss.
Hat irgendeiner etwas gegenteiliges behauptet? *wunder*
letztendlich ist man als mediengestalter nicht der kreative, sondern der ausführende[...].
Damit begibst du sich auf sehr dünnes Eis. Die meisten Mediengestalter (Mediendesign) die ich kenne sind eben genau diese Kreativen. Meiner Erfahrung noch wird (wenn überhaupt) erst danach die Umsetzung in andere Hände gegeben.
wer soll denn die utopischen gehaltsvorstellungen von so manchen hier bezahlen?
Hab hier bisher noch keine untopischen Gehaltvorstellungen gefunden.
so long
Ole
(8-)>
Zitat:letztendlich ist man als mediengestalter nicht der kreative, sondern der ausführende[...].
ist man das nicht irgendwie beides?
Die Kreativität ist aber schon entscheidend. Was will man ausführen wenn man nicht kreativ ist und nur deswegen keinen Auftrag bekommmt?
gebe Ole recht...
Peter Reichard
29.04.2005, 12:53
Hi,
ausführend von daher, das man in den Agenturen z.B. die Entwürfe des AD (Art Director) eben umsetzt und somit die Kreativität des AD in der Regel gefragt ist und nicht die des Mediengestalters.
Und es gibt beim Mediengestalter 4 Fachrichtungen. Dabei spielt bei der Fachrichtung Mediendesign sicherlich die Kreativität eine Rolle (aber auch wesentlich weniger als beim Grafikdesigner), bei den anderen Fachrichtungen jedoch wieder wesentlich weniger.
Peter
Hallo,
Habe eben dieses Forum entdeckt weil ich eine Ausbildung zum Mediengestalter machen will.Hab halt erst noch Zivizeit vor mir.
Jetzt hab ich gerade festegelstellt, dass da gar nicht so ein hohes Gehalt bei rausspriengt.
Ich mein, ich will ja auch irgendwann mal ne Familie gründen.
Ich habe mein Fachabi in Wirtschaftsinformatik gemacht, aber gemerkt dass ich viel bessr im gestalten bin und kann zudem mit den ganzen Grafikprogrammen(Photoshop,Flash,etc.) umgehen, da ich es ja auch als Hobbie betreibe...
Und das ist zudem auch noch das einzige worin ich richtig fit bin...
Könnt ihr mir sagen, was ich machen soll...
Oder seh ich das einfach alles zu eng??!?!
???
Peter Reichard
04.08.2005, 08:36
Hi,
es kommt immer auch darauf an wo man arbeitet. Es gibt z.B. in der Druckindustrie einen Tarifvertrag und wenn du in einem tarifgebundenen Betrieb bist ist der Verdienst ganz ok. Siehe hier: http://www.verdi-druckundverlage.de/tp/vertraege/vertraege.html
Anfänglich - in nicht tarifgebundenen Betrieben - bekommt man sicherlich nicht so viel Geld und oft statt dessen sehr lange Arbeitszeiten.
Du musst dir aber auch die Frage stellen, ob du lange in einem Job arbeiten möchtest, der dir keinen Spaß macht, in dem du aber viel Geld verdienst.
Und was verstehst du unter viel bzw. nicht viel?
tschau
Peter
Hallo!
Also, ich bin auch schon seit Jahren am jammern über mein Gehalt, bis ich gehört habe, dass z.T. weit unter 2000 Euro brutto für den gleichen Job gezahlt werden, den ich auch mache. Ich verdiene mittlerweile etwas mehr (auch wenns nicht das ist, was ich bei meiner Einstellung versprochen bekommen habe) und muss sagen - so richtig doll reich bin ich nicht, was ich in der Ausbildung eigentlich angestrebt hatte :). Heute denke ich mir, es geht vielen wohl viel schlechter als mir (und die haben noch dazu Familie, das muss man erst mal hinkriegen!) und jammer dann nicht mehr ganz soviel rum. Sicher, ich hab vor Jahren gehört, dass bei Zeitungen im Schichtdienst so 6500 DM brutto gezahlt wurden - aber will man wirklich so arbeiten? Mein Freund ist Koch - der bekommt 1200 raus und hat praktisch keine Freunde mehr, weil er abends und immer an Wochenende arbeitet. Das nenne ich viel mehr Ausbeutung als in der Medienbranche. Und dass man unter so Umständen kinder bekommt, kann die Politik nun echt nicth verlangen! Ich wüsste auch nicht, wie ich mit meinem Gehalt eine Familie ernähren sollte - und ich bin ja die besserverdienende in meiner Partnerschaft. Jetzt bin ich noch von der Firma gedrängt worden , nächstes Jahr Ausbilderin zu machen - und kriege dafür auch nicht mehr Geld, freue mich aber sehr auf den Job. Ich denke, man muss nur zusehen, dass man über die Runden kommt und eine intakte Familie und Freunde hat - das große Los von 3.000 Euro aufwärts ist gar nicht so wichtig. Aber ab unter 2000 finde ich es eine Zumutung!!! Mediengestalter (ich hab noch Schriftsetzer gelernt) sind doch keine Hilfsarbeiter!!.
Heutzutage kann man doch froh sein, dass man eine Anstellung hat und vielleicht auch noch unbefristet. Ich arbeite nun schon 3 Jahre nach meiner Ausbildung, seit einem Jahr als Ausbilderin und seit 8 Monaten als Grafikleiterin. Bei einer 40 h Woche habe ich 1300 Euro brutto. 15 Überstunden ohne Bezahlung und abfeiern sind mit drin, 30 Tage Urlaub, kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld!
Trotzdem bin ich froh, dass ich Arbeit habe!
Peter Reichard
26.08.2005, 16:08
Hi,
das bedeutet, dass du für ca. 44 Stunden die Woche faktisch als Abteilungsleiterin arbeitest und dafür ca. 800 EUR netto heraus bekommst?
Ich verstehe, ja, dass man froh ist überhaupt einen Job zu bekommen, aber deswegen muss man solches Lohndummping nicht noch verteidigen, oder?
Peter
Raus habe ich ca. 950 Euro!
Und ich arbeite rund 50 Stunden die Woche.
In unserer Firma werden alle so bezahlt bzw. niedriger.
Wenn es so einfach ist eine besser bezahlte Stelle zu bekommen, wäre ich scon längst weg, aber es gibt genug Mediengestalter auf dem Markt, die Arbeit suchen.
krass was ihr so verdient, entweder ist das leben in deutschland spottbillig oder sonst weiss ich auch nicht warum so wenig bezahlt wird bei euch ??? bei uns ist der mindestlohn bei ca. 3000 euro, mit dem betrag kann man auch rechnen wenn man mit der ausbildung fertig ist. na ja, dafür ist das leben hier einfach viel teurer...
Peter Reichard
30.08.2005, 15:42
Hallo,
ja in der Schweiz ist es zwar teurer, aber die Gehälter scheinen um einiges höher zu sein, als in Deutschland - auch im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten..
Ich glaube auch nicht, dass man von den Gehälter wie in den Beiträgen zuvor gennant, gut leben, geschweige sich mal ein Polster für »schlechte Zeiten« anlegen kann.
Das Arbeitslosengeld errechnet sich ja ebenso aus den niedrigen gehältern wie die spätere Rente. Vielfach wird leider sehr weit unterhalb der Tarife gezahlt.
Peter
hallo zusammen, ich hab meine ausbildung und ein jahr danach in einer druckerei, in der vorstufe gearbeitet. die arbeit war echt stupide und wenig kreativ. aber ansonsten ein traum: 35 std in der woche, als 4-tage woche, ne menge urlaubs und weihnachtsgeld, 30 tage urlaub, überstunden wenn dann mal welche zu machen waren wurden auch noch bezahlt, und das alles für 2200 brutto.
heute bin ich in der realität asngekommen: 40std, 24 urlaubstage für 1600 brutto. das wars! mehr gibts nicht!
aber dafür macht mir mein job spaß! ich kenne jetzt beide seiten, und beide haben ihre vorzüge! wenn man mehr abreitet hat man eh keine zeit das ganze geld auszugeben.
ich denke einfach das da die wirtschaft so den bach runter geht, sind solche gehälter wie in der druckindustrie nicht mehr lange zuhalten. die druckerei konnte meinen vertrag nicht verlängern weil die fast pleite sind! warum bloß?
ach und übrigends das mediengestalternicht die kreativen sind sondern nur ausführen! die meisten agenturen haben doch garkein geld mehr für grafikdesigner, und deswegen übernehmen die mediengestalter sehr oft deren aufgaben. wir sind einfach billiger! in kleinen und mittelständigen betrieben siehst du kaum noch grafikdesigner!
Peter Reichard
01.09.2005, 09:07
Hi,
ich bezweifle, mal dass die Insolvenz des Betriebes, wo du zuvor gearbeitet hast, an den tariflichen Gehältern lag.
Selbst wenn alle Mitarbeit im Monat auf ein paar hundert Euro verzichtet hätte, rettet so etwas kaum einen Betrieb der extreme finanzielle Schwierigkeiten und Kundenrückgang o.a. hat.
Es gehen schließlich ja auch genug Betriebe pleite, die keinen Tarif bezahlen.
Peter
Hallo,
Ich habe einen Abschluß MG Bild und Ton, in Umschulung gemacht, mit über 90% in Bildgestaltung und Technik auf dem Zeugnis. Vorher ein abgebrochenes Studium Germanistik und Anglistik. Jetzt arbeite ich bei einem Lokal-TV-Sender - als Redakteur, Nachrichtenverantwortliche, Teilzeit-Techniker, Kameramann, Teilzeit-Praktikantenanleiter, Teilzeit-Grafiker, Cutter.... mit Wochenend- und Abendeinsatz. Kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, keine bezahlten Überstunden (zum abfeiern ist auch keine Zeit), kein Wochenend- oder Spätschichtzuschlag. Stunden: 40 Pflicht, 45 sind "mit dem Gehalt abgegolten".. die Realität liegt eher bei 47-50 Stunden - die Wochenenden machens.
Das ganze für 790 € Netto im Monat... und da muß man hier noch froh sein, überhaupt was zu haben. So sehr der Job Spaß macht, aber wenn man das halbe Privatleben aufgibt, eigentlich das ganze.. und dann immernoch jeden Cent dreimal umdrehen und ständig ans Geld denken muß, dann ist das nicht mehr in Ordnung. *Mitleid heisch*. Aber anscheinend ist das der Preis, den man zahlen muß, wenn man nicht einmal quer durch Deutschland umziehen will.
http://www.n-heydorn.de/gehaltsrechner.html
Bin seit 1,5 Jahren mit meiner Aubildung zum Mediengestalter fertig geworden. Arbeite nun in einer Firma mit einer internen Werbeabteilung und verdiene 1800 EUR Brutto. Überstunden werden weder bezahlt noch als Freizeit angerechnet. Ich arbeite meistens 10-12 Stunden am Tag (manchmal sogar mehr). Komme oft erst um 7 bis 8 Uhr abends nachhause... Bleibt also vom Abend nicht mehr viel übrig.
Mediengestalter war immer mein Traumberuf, aber bei den Zuständen hier habe ich mir schon überlegt was anderes zu machen. Mit Zuständen meine ich nicht das Gehalt, sondern die Tatsache, dass man erwartet täglich über seine "Normalstunden" hinaus zu arbeiten, auch wenn nicht sooo viel Arbeit da ist (und das sozusagen "umsonst"). Und am besten sollte man am Wochende auch noch arbeiten. Und es kommen noch viele kleine innerbetriebliche Dinge hinzu, die die Arbeit erschweren und vor allem den Spaß an der Arbeit nehmen, aber das ist eine längere Geschichte.
Mal wieder ein Beispiel wo der Traum Mediengestalter leider zu einer Art Alptaum geworden ist : (
Kann mir jemand die Lohngruppen des verdi-pdfs aufbröseln?
Es gibt die Gruppen 1-7. Gelesen habe ich, dass man:
Bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung in Lohngruppe V startet.aber auch ???
Dass das erste Jahr nach der Ausbildung der Lohngruppe IV mit 90 % entspricht
Ich möchte gerne gut vorbereitet mit handfesten Argumenten auf meinen Chef zugehen
und würde mich über Tipps oder Ideen freuen.
:-/
Hi,
bin gelernter Schriftsetzer und habe
- 7 Jahre Berufserfahrung
- 37,5 Stundenwoche
- 25 Urlaubstage
- Überstunden werden nicht bezahlt, aber FZA
- kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld
Verdiene 2800,– Euro Brutto
Ist das OK?
Peter Reichard
06.10.2005, 08:50
Hi,
rein vom Lohn ist das sogar über Tarif, wobei du natürlich dann weniger Urlaub und weniger andere Leistungen als im Tarif hast. Deine Frage beantwortet sich auch im Vergleich mit den anderen Beiträgen.
tschau
Peter
Hallo Mathias,
ok ist das nicht, was da bei dir läuft. W"enn du in der Druckindustrie arbeitest, liegt die tarifliche Wochenarbeitszeit bei 35 Stunden. Je mehr Stunden du arbeiten musst, desto geringer ist der umgerechnete Stundenlohn. Derzeit machst du also jede Woche 2,5 unbezahlte Überstunden, 130 pro Jahr
Der tarifliche Urlaub liegt bei 30 Tagen. Also arbeitest du eine weitere Woche mehr als tariflich vereinbart.
Selbst wenn der absolute Betrag, der dir ausgezahlt wird, im Tarifniveau liegt, musst du pro Jahr dafür sozusagen 3,8 Wochen länger arbeiten, als es tariflich vorgesehen ist, einen ganzen Monat, mehr als du Urlaub bekommst.
So sieht das praktisch aus, wenn Tarife nicht eingehalten werden.
Mein Tip: wende dich doch mal an das nächste verdi-Büro und lass die beraten!
Gruß
Kalle
Interessante Diskussion führt ihr hier. Ist ziemlich schwer, etwas zu diesem Thema zu finden. Würde da auch gerne mal Informationen zu meiner Situation haben, wenn jemand da helfen kann.
Lebe in Mecklenburg Vorpommern (würde auch gerne hier arbeiten), habe eine 3 jährige Ausbildung als Kommunikationsdesigner an einer privaten Schule absolviert, besitze durch mein Auslandsjahr hervorragende Englischkenntnisse und habe kein Plan, was ich jetzt als Brutto-Lohn verlangen könnte.
Ich beherrsche verschiedene 2D Grafikprogramme (Photoshop, etc.) Vektorprogramme (Flash, Freehand, etc.) und 3D Software CInema 4D und 3ds MAX, wo drauf ich mich auch spezialisiert habe.
Kann mir wer sagen, was ich verlangen könnte?
Peter Reichard
25.10.2005, 08:29
@ Sweety
Hi,
Mit der von dir beschriebenen Tätigkeit (bezieht sich auf eine Kurzmitteilung) kannst du mindestens mit Lohngruppe 6 rechnen.
Hier auch nochmal eine Auflsitung der tariflich geregelten Punkte:
http://www.zfamedien.de/ausbildung/alleberufe/tarif.php
Dort findest du auch Angaben über Arbeitszeit und Urlaub.
Aber du musst bedenken, dass der Tarif nur dann gilt, wenn a) der Betrieb im BVDM organisiert ist und b) du selbst Mitglied in der Gewerkschaft ver.di.
Der Tarifvertrag ist ja nur zwischen den sog. Tarifparteien gültig.
Viele Grüße
Peter
Hallo Zusammen,
ich habe mir jetzt aufmerksam diese Diskussionsrunde durchgelesen, denn ich stehe vor dem gleichen Dilemma.
Ich mache gerade die Umschulung für MG Print/Digital. schreibe in wenigen Wochen meine Abschlußprüfung (*bibber*) und mein Praktikumsgeber will mich übernehmen. Das ist ja erstmal absolut prima, weil ich bisher die einzigste bin, die übernommen wird aus unserer Klasse.
Die Agentur in der ich arbeite, ist relativ klein, aber auf dem aufsteigenden Ast, will heißen, da geht noch einiges ab nächstem Jahr - ausnahmsweise in der Branche.
Nun steht bald das Gespräch mit dem Chef an, der superfair und top in Ordnung ist.
Auf welcher Verandlungsbasis soll ich anfangen? Ich lebe in München, wo das Leben ja bekanntlich von Haus aus schon teurer ist. Ich zahle z.B. für 30qm knapp 500 € Miete, da ist natürlich bei 1200€ Brutto dann nix mehr zum Leben übrig.
Was meint Ihr? Ich habe mal so überschlagen, dass ich auf mind. 1000€ Netto kommen muss, um einigermaßen über die Runden zu kommen... das würde gut 1500€ Brutto entsprechen. Bin mir aber nicht sicher, ob das die Agentur jetzt schon aufbringen kann...
I need help... ???
Besten Dank :)
Tanja Huckenbeck
09.11.2005, 13:14
Hallo,
erstmal toll, dass du übernommen werden sollst! Das ist ja auch nicht selbstverständlich.
Für deine Gehaltsforderung solltest du noch überlegen, ob du von 1000 Euro netto nicht nur so über die Runden kommst, sondern dir auch Geld zurücklegen kannst (falls die Waschmaschine/das Auto, ... kaputtgeht oder sonst irgendwas passsiert).
Ist mit dem Gehalt schon alles abgegolten oder werden Überstunden, Weihnachtsgeld, Prämien oder sonstiges zusätzlich bezahlt und ist das vertraglich festgeschrieben?
Da man viel versprechen kann: Warum bist du dir sicher, dass ab dem nächsten Jahr die Agentur top dasteht? (Ich kenne Leute, denen tolle Versprechungen gemacht wurden, um sie nur weiter hinzuhalten und zu vertrösten, deshalb bin ich da etwas misstrauisch.)
Zu guter Letzt: 1500 Euro scheinen mir, trotz deiner fehlenden Berufserfahrung, für München etwas wenig zu sein. Aber vielleicht können dir Leute aus deiner Klasse (oder der vorherigen) etwas genaueres sagen.
Viel Erfolg jedenfalls
Tanja
Hi,
ich bin MG und habe 1 Jahr Berufserfahrung. Ich verdiene z.Zt. 1500€ brutto bei einer 40Std. Woche und habe 30 Tage Urlaub. Mir wurde ein Angebot gemacht... 42 Std. Woche und 1800€. Ich weiß noch nicht, ob ich das Angebot überhaupt annehmen soll, da Freizeit kostbar ist und nicht einfach wg ein paar Kröten geopftert werden sollte.
Das Tariflohn seltenst gezahlt wird ist mir klar, aber ich habe diese 2te Ausbildung nicht gemacht um zu überleben. Ich möchte auch was ansparen für schlechte Zeiten. Und evtl. mal Urlaub machen...
Falls ich die 42 Std. Woche haben sollte, wären 2000€ brutto nicht realistisch?
Der Arbeitsplatz befindet sich in Nürnberg.
Tanja Huckenbeck
18.11.2005, 13:35
Hallo,
also erstmal gilt laut Gesetz ein durchschnittlicher Arbeitstag von 8 Stunden, das macht bei einer 5-Tage-Woche 40 Stunden. Ein Vertrag, der von einer 5-Tage-Woche mit (wahrscheinlich mindestens) 42 Stunden aussgeht, ist also gesetzwidrig.
1500 Euro (= 8,72 Euro pro Stunde) finde ich ziemlich wenig, denn du hast recht, dass du nicht nur deine aktuellen Lebenshaltungskosten berücksichtigen musst, sondern dir auch Geld zurücklegen solltest für Reparaturen etc. und – wie du sagst –*schlechte Zeiten.
Dann kommt es natürlich noch darauf an, ob Überstunden, Weihnachtsgeld oder sonstiges gezahlt wird, oder ob du außer dem Gehalt nichts bekommst.
Allgemein ist es bei Verhandlungen nicht schlecht, etwas höher anzusetzen, damit man das bekommt, was man gerne möchte :-)
Viele Grüße und viel Erfolg
Tanja
hi tanja,
danke für deine antwort. ich lass es mir mal durch den kopf gehen...
viele grüße
Ich hab da mal `ne Frage: Sind auf der ver-di seite die *Euro pro Woche * in brutto oder netto angegeben?
Vielen Dank im voraus :)
Ich will ja nicht unverschämt sein, aber wie kommst Du drauf, daß eine Gewerkschaft die individuellen Verhältnisse berücksichtigen kann? Das geht bei der Krankenkasse los, wo jede einen etwas anderen Beitragssatz hat, über die Steuerklasse, Kirchenzugehörigkeit usw. Alles Sachen, die sich bei jedem unterschiedlich aufs Netto auswirken und bei Tarifverhandlungen nicht vorhersehbar sind. Tarife sind immer als Brutto zu verstehen.
Bei dieser Gehaltdiskussion sollte man einige Dinge beachten. Es spielt neben der Krankenkasse auch die Steuerklasse eine große Rolle.
Bei 1.300 € Brutto und Steuerklasse 1 kommen ungefähr 1.000 € netto raus.
Zweitens gilt in Deutschland das Arbeitszeitgesetz, welches von einer 6 Tage Woche mit je 8 Stunden ausgeht.
Macht also 48 Stunden pro Woche.
Bei 30 Tagen Urlaub, was bei einer 5 Tage Woche 6 Wochen Urlaub sind und 1.500 € Brutto würden wahrscheinlich viele diesen Job wollen.
Natürlich sind Städte wie München und Nürnberg ein teuers Plaster, aber in Städten wie Halle oder Rostock wäre ein solches Gehalt ein Super-Angebot.
Man sollte also reiflich überlegen, welches Angebot man annimmt oder ablehnt.
Hallo,
ich verdiene 2100 EUR Brutto bei einer 40h Woche. 27 Tage Urlaub. Überstunden werden nicht bezahlt, sollten aber als Freizeit genommen werden. Leider ist das kaum möglich, weil wir hier zu wenig Leute sind.
Hey an alle.
Also, ich lese mit erschrecken was hier in der Mediengestalterbranche so abgeht.
Ich bin zur Zeit bei der Bundeswehr und mache dort eine Ausbildung zum Stahl- Betonarbeiter. (geszwungnermaßen)
Ich wollte nun mit meinem Hauptmann sprechenh mich umschulen zu lassen.
Mein gehalt beim Bund wäre dann auch so 1200 Netto. Aber ben die ganze woche nicht zu hause.
Aber meine Frage ist eigentlich: Sollte ich meine Ausbildung wirklich abbrechen und Mediengestalter lernen wo es in der Branche so gravierend schlecht aussieht?
Ich halte sehr viel von meiner Freizeit und hätte meine Probleme mit Leuten die von mir erwarten jeden Tag, Woche für woche, Jahr für Jahr, über das normalmaß hinnauszuarbeiten und dafür nichteinmal entlohnt zu werden (Mit Freizeit oder Geld)
Oder für 40 Stunden die woche mit 800€Netto auszukommen. Da kann ich auch einen auf Arbeitslos machen, bekomm genausoviel Geld mach mich aber körperlich und mental nicht systematisch kaputt.
(ich weis das ist eine scheißeinstellung aber mit so einer arbeitsweise wie oben hat man mit 27 die ersten grauen haare und ist mit 35 verbraucht und hatt noch ncihteinmal zeit sich was zu gönnen im Leben))
Ist es mir überhaupt zu empfehlen umzuschulen und mein jetzige Ausbildung abzubrechen wenn es in der Medienbranche nicht so toll aussieht?
Lebe in Leipzig.
climbing
19.12.2005, 15:28
Eigene Erfahrung:
Über 40 Jahre Berufserfahrung, 15 Jahre als Abteilungsleiter und Ausbilder in der Druckvorstufe, seit einem Jahr arbeitslos durch Insolvenz (definitiv nicht durch zu hohe Löhne, da freiwillig schon größere Abstriche gemacht wurden).
Jetzt wurde mir eine Stelle angeboten mit Gehaltsvorschlag zwischen 1200 und 1400 Euro brutto.
Arbeitsbereich: vom Gestalten über Erstellen von Drucksachen, Datenkonvertierung und Datenversand, bis zur Druckfertigstellung in diversen Druckereien und anschließender Qualitätsüberprüfung. Außerdem soll Erfahrung in der Bildbearbeitung und für das Erstellen von Websites vorhanden sein.
Bis auf den letzten Punkt für mich kein Problem, weil ich das jahrelang gemacht habe. Aber für diese Entlohnung? Ich denke schon, dass die Notlage vieler Menschen schamlos ausgenutzt wird. Und ein wenig Würde muss man sich schon bewahren . . .
Andererseites kann ich verstehen, dass junge Leute einiges auf sich nehmen, um überhaupt einen Job zu haben. Die Alternative ist ja auch nicht gerade ermutigend. Wie weit man dabei geht, kann sicher nur jeder für sich selbst entscheiden.
alle die wissen wollen was sie brutto verdienen MÜSSEN um netto einen bestimmten betrag raus zu bekommen
empfele ich diese KOSTENLOSE Seite:
http://www.n-heydorn.de/gehaltsrechner.html
HIer kann man alles relevante eintragen....z.B. Kirchensteuer, Kind-ja/nein, Krankenkassenbeitrag..in %, Steuerklasse, usw...
kleines Bsp.
1 Mensch + Single+ kein Kind = Steuerklasse 1
Bei 1900 Brutto bekomme ich 1216.94 Euro Netto raus.
Bei 2400 Brutto bekomme ich 1447.8 Euro Netto raus.
Wer es nicht glaubt solls selber testen.....
Dadurch weiß ich jetzt was ich verlangen müsste....um eine kl. Wohn zu haben und mein kl. Auto nicht abgeben zu müssen. :-/
Aber die Frage was steht einem Mediengestalter direkt nach der Ausbildung im gleichen Betrieb zu steht (wenn die Firma keiner Tarif-Gruppe angehört) bleibt weiterhin offen.. ...
das werde ich wohl auch nie raus kriegen..... ???
Hallo zusammen!
Ich hatte grade meine AP - bin Medienoperator. Ich wurde übernommen und bekomme 1600,- € Brutto. 40 Std. Woche, 28 Tage Urlaub, Überstunden werden bezahlt und ich kriege Weihnachtsgeld. :-) (Rhein-Main-Gebiet)
Ich bin auf der Suche nach neuen Herausvorderungen und werde mich bewerben. Bei einer Neueinstellung werde ich mein Wunschgehalt bei 2200,- €ansetzen, runtergehen kann man immer…
Aber wenn ich das lese, hoffe ich, dass ich eine Fima finde, die tarifgebunden ist… ;-)
We will see…
Ziemlich heftige Beiträge hier - mit was sich manche Leute begnügen müssen ist echt bitte finde ich.
Ich bin zur Zeit noch in der Ausbildung als MG, Fachrichtung Mediendesign. Ich bin allerdings auch schon seit Ende 2002 selbständig und betreibe mit zwei Kollegen eine kleine Agentur.
Und obwohl ich nur nebenher ein paar Stunden einige Aufträge abwickle kommt es schonmal vor, dass ich so um die 400 Kröten verdiene. Wenn ich mir vorstelle, mich komplett auf die selbständigkeit konzetrieren zu können, gehe ich davon aus, pro Monat schon so 1000,- € rauszubekommen.
Ich muss ehrlich sagen: unter 1000,- Netto pro Monat würde ich niergends langfristig arbeiten wollen. Mit 1200,- Netto wäre ich zufrieden.
Ich verstehe zwar die Leute, die die Ansicht "Hauptsache ienen Job haben" vertreten, aber ich würde kotzen, wenn ich bei den angesprochenen Arbeitszeiten und daran geknüpften Bedingungen (kein Weihnachtsgeld, kein Freizeitausgleich etc.) mit 800-900 Euro auskommen müsste! Man muss ich wirklich nicht alles gefallen lassen...
Hi zusammen,
verfolge mit grossen Augen und offenem Mund diese Diskussion hier und möchte gerne meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten.
ich bin seit 8 Jahren (davon zwei Jahre Ausbildung) als Mediengestalter unterwegs und habe hier in Düsseldorf die erste Klasse besucht die diesen neuen Mediengestalter ausgebildet hat. Seit dem bin ich im Internet als "Frontendprogrammierer" und "Web-Designer" unterwegs (Mediengestalter mit Fachrichtung Medienoperating). Mein Alter 33.
Ich zieh hier den Hut vor Euch allen...echt. Lieg ich denn so falsch mit meiner Meinung das die hier genannten Gehälter echt VIEL zu niedrig sind? Was Ihr brutto habt, hatte ich netto und war alles andere als zufrieden damit??? Bzw. konnte ich mir damit nicht wirklich eine Zukunft vorstellen.
Mein erstes erwähnenswertes Gehalt lag bei etwas über 2000 EUR brutto im Monat. Das machte so ca. 1400 EUR netto. Nach längerer Überlegung bezgl. Familienplanung usw. habe ich festgestellt das es mehr werden muss und habe gekündigt.
Nun habe ich einen neuen Arbeitgeber gefunden, der mir ca. 3200 EUR brutto im Monat zahlt, was so ungefähr 1800 netto sind. Nun bin ich ganz zufrieden und kann die Familienplanung in Angriff nehmen. Aber wenn ich das hier so lese, dann muss ich wohl doch eher von MEGAGLÜCK sprechen das ich einen recht gut bezahlten Job gefunden habe, der mir auch noch Spass macht.
Aber mal ehrlich Leute...verdienen kommt von "es sich verdienen" und da muss man heutzutage auch bei den Verhandlungen sein Marktwert kennen und einsetzen. Ich habe z. B. meine Gehaltsvorstellung nicht aus irgendeinem Forum in die Bewerbung geknallt, sondern mal beim Statistischen Bundesamt erfragt. Die machen Statistiken für die Bundesregierung und somit sind diese auch recht genau. Dort lag ich mit meiner Vorstellung von 3200 EUR brutto im Monat eigentlich noch recht weit unten. Und nach einigen Jahren Betriebszugehörigkeit sollte man sich auch schon so in die Richtung 3800 EUR brutto im Monat bewegen. Checkt das einfach mal, wenn man dort anruft und solche Daten erfragt, bekommt man diese kostenlos in einer E-Mail als XSL Datei zugesendet. Da steht dann ein Haufen Zeug drin, dass man dann mit einem Berater des Stat. Bundesamtes mal ausklamösern sollte, aber dann hat man eine recht genaue Analyse des eigenen Marktwertes und hat eine Ahnung was man "VERDIENT".
Sorry das ich das so direkt sage, aber Ihr verdient wirklich mehr als diese paar Kröten. Wie soll man denn damit zurechtkommen? Geschweige denn auskommen oder noch etwas zurücklegen??? Alles wird doch teurer und nicht billiger. Hier eine Arztpraxisabgabe, da teure Rezepte...ach was zähl ich das hier eigentlich auf...kennt doch jeder was die mit uns machen. Aber mit einer Sache habt Ihr hier natürlich alle recht...wichtig ist es heutzutage überhaupt einen Job zu haben, und wenn er dann auch noch Spass macht (und mal ehrlich...das tut er doch auch), dann ist das schon mehr als viele hier in Deutschland haben. Ich dachte wirklich ich wäre mit meinem Gehalt an der unteren Gehaltsgrenze, aber nun bin ich ein wenig informierter. Aber verstehen kann ich es immer noch nicht.
Und zu guter Letzt vieleicht noch ein netter Link, damit lässt sich sehr genau errechnen was man am Ende so raus hat, ob aufs Jahr, im Monat oder am Tag gesehen.
Freu mich über konstruktive Kritik/Antwort zu meinem Beitrag...danke!
www.nettolohn.de
Gruss
Euer Jack
Also mal zu diesem Thema ein paar kleine Grundgedanken...
stellt euch mal vor Ihr alle wollt mehr verdienen. Aber Euer Chef sagt dann zu Euch welche Summe ???? Dann sagt Ihr 4000 Brutto. Der Chef sagt OK. Nach fünf Minuten Rechnerei sagt der Chef dann müssen Sie bei einer 40 h Woche in unserer Firma 12000 Euro Umsatz allein bringen.
Was soll das heißen.... bewerbt Euch doch mal mit dem Argument bei einer Agentur. Ihr könnt das und das und das und dies und mehr als ein normaler MEG.... und bringt den und den Umsatz im Monat und den und den neuen Kunden... Und der Chef wird sagen ok ich stell Sie ein.
Versteht Ihr??? Eine Arbeitskraft wird nach dem bezahlt was Sie leistet nicht nach dem was Sie zu leisten vermag !!!
Und wenn Ihr wirklich alle so viel könnt, warum probiert Ihrs nicht mit ner eigenen Firma ???? Na weils ohne die bequemer ist ....?
Seit nicht sauer, aber ich habe auch vor drei Jahren die MEG Prüfung mit Bravur gemacht in nur 2 Jahren als Umschüler !
Weil auch meine Fa. nicht mehr zahlen kann, obwohl ich mehr leisten könnte (hab auch noch nen Kaufmann und nen Schilder-Lichtreklamehersteller und nen Ausbilder usw Abschluss...) arbeite ich noch nebenbei als Glasveredler und habe ne Fa. als Fotograf und auch noch einen Internethandel ...... und dann hat man auch nen paar Taler mehr in der Tasche. (wenn man sich ein bisschen dreht)
Ein letztes noch, fragt doch mal vieleicht Euren Chef ob er die ein oder andere Weiterbildung in Euch inverstiert, das bringt Euch was und Euer Chef hat auch was davon, denn Ihr signalisiert Ihm das Ihr für Ihn arbeiten wollt das ist besser als die Hände aufhalten. (so ein Seminar macht sich dann am Jahresende auch ganz gut in Eurer Steuererklärung genauso wie ein entfernter Messebesuch wenn Ihr Euch mit der Materie befasst.)
Das ist mein persönliches Gesetz: Jeden Tag für 2 Tage weiterbilden und mehr als andere können und dabei trotzdem genug Freizeit haben.
Denk mal an meine Worte, wenn Ihr vor Eurem Chef steht.
So, jetzt meldet sich mal jemand von der anderen Seite der Barikade. ;D
In den letzten 5 Jahren sind ca. 30% aller Arbeitsplätze in unserer Branche verloren gegangen. Das hat verschiedene Gründe: weniger Nachfrage, Veränderungen in den Anforderungen, technische Innovation, etc.
Und dann gibt es ein erhebliches Überangebot von Euch Azubis und Berufseinsteigern. Am Anfang habe ich mich auch geniert eine 40-h-Woche durchzusetzen, kein Urlaubsgeld mehr zu zahlen,Weihnachtsgeld nur in Form einer individuellen Erfolgsprämie (wer viel gebracht hat, hat dann was bekommen) und ein Gehalt, dass mit AGL ca. 40% des mit der Person erzielten Umsatzes (bei normaler Auftragsituation) ausmacht ... und nicht, was in irgendwelchen Tarifen steht.
Aber daran habe ich mich nun gewöhnt! ;)
Begründung:
Je nach Qualifikation und Potential differieren nun bei mir die Gehälter um mehr als das Doppelte. (1300 - 2800 €). Das hat zur Konsequenz, dass Mr. 1300 sieht, wie Mrs. 2800 € mehr als das Doppelte einfährt, er sieht aber auch, warum, denkt darüber nach und strengt sich an (oder auch nicht).
Mir läßt diese Praxis den Freiraum bei Auftragsflauten nicht gleich jemand zu kicken in der Art wie "sorry, tut mir leid, du siehst es ist wenig zu tun, muß die payroll etwas abschlanken, du bist gekündigt, räum bitte deinen Tisch auf und verabschiede dich von den anderen, war nett mit dir, hier dein Zeugnis, wünsch dir alles gute ...", sondern das Team auch in längeren Flauten komplett an Bord zu halten.
Fazit. Tariflohn ist Orientierung (und nicht mehr!), bitte habt ein Gespür für die finanziellen Möglichkeiten Eures Betriebes, bleibt fair und fordert im Gegenzug aber auch Fairniss vom Chef oder Chefin, akzeptiert auch starke Lohndifferenzierung, soweit diese in der Leistung gerechtfertigt erscheint. Und wenn Ihr was nicht versteht: fragt. Und wenn Ihr keine vernüftigen Antworten bekommt, dann sucht Euch eine andere Bude.
Die Gewerkschafter in diesem Forum mögen bitte meine Offenheit verzeihen.
Also bei mir ist die Situation folgende:
Seit Januar 2005 ausgelernt, mit 1450 Brutto übernommen worden (wofür ich schonmal ziemlich dankbar war) und hab jetzt ne Gehaltserhöhung auf 1650 + Gesundheitsbonus von 60 Euro durchgesetzt.
Ich bin dennoch mehr als unzufrieden. Denn ich muss neben der vertretung für meine Abteilungsleiterin auch noch in der Plattenkopie als Aushilfe und Stellvertreter für die Einzige Arbeitskraft herhalten.
Ne 40 Stundenwoche ist minimum, Weihnachtsgeld gibts nur wenn der betrieb gut läuft und dann auch nicht viel (aber das ist nachvollziehbar), Urlaubsgeld... was ist das?
Das Schlimme ist einfach, dass immer mehr verlangt wird, immer mehr Verantwortung aufgeladen wird, aber mein Chef die Leute teilweise wegen absoluten nichtigkeiten raus schmeist und die Gehälter in keiner beziehung zur geforderten Leistung stehen.
Leider sind die möglichkeiten sich zu wehren nahe 0, da ein halbwegs sicherer Arbeitsplatz nahezu nichtmehr zu bekommen ist. Und das wissen die Ausbeuter ;) auch!
Also heisst es Friss oder stirb! Und muck nicht auf sonst holen wir einfach nen neuen Azubi.
Nur mal zum Vergleich, eine frisch ausgelernte Sekretärin kann bei uns in der Gegend nach einem Jahr bereits 2000 Brutto verdienen. Und dafür hab ich abi gemacht, schieb unbezahlte Überstunden ohne ende, leite Stellvertretend 2 Abteilungen, um im endefekt 15% weniger zu verdienen?
Ich frag mich in letzter Zeit ob meine Berufswahl wirklich so gut war. Es macht zwar spaß, aber finanziell ist es wirklich zum Haare raufen.
oh je, da bin ich wirklich erschrocken, wie wenig viele von euch verdienen. ich habe 2002 meine ausbildung abgeschlossen bis jetzt selbständig gearbeitet und immer ausreichend verdient.
aus verschiedenen gründen habe ich mich einfach mal auf gut glück bei einer einzigen firma beworben und sofort eingestellt worden.
ich verdiene € 2500 brutto und werde nach der probezeit die erste lohnerhöhung erhalten (vertraglich geregelt).
da ich mir das so vergestellt habe, war ich nicht mal überglücklich (sah dies eben als normal und gerechtfertigt an), denn um ehrlich zu sein will ich neben der arbeit auch ein wenig leben können und ich frage mich wirklich, wie die leute hier, die um € 1000 netto (oder sogar weniger) haben und einige jahre beruferfahrung vorweisen können sich motivieren - und perspektiven haben können???
was ist mit familienplanung, urlaub, eigenen wünschen usw.
klar sollte man froh sein, einen job zu haben, aber zu jedem preis? nur weil es zuviele mg´s gibt, muss man sich im lohn so drücken lassen? nö, finde ich nicht in odrnung.
im übrigen sehe ich das anders, wenn eine fa einen mg einstellt sollte, er vernünftigt bezahlt werden.
ich lasse es nicht gelten, dass kleine unternehmen/agenturen eben das geld nicht haben. der kündigungsschutz ist bei firmen unter (ich glaube) 15 mitarbeitern sehr locker und aufträge in der printbranche werden auch gut vergütet.
ich bin recht sicher, dass viele die lage einfach absolut ausnutzen. zum großen jammer unseres binnenmarktes, denn wenn ihr nicht viel verdient, könnnt ihr auch nicht viel ausgeben, somit werden die mittelständigen betriebe auch immer an der werbung usw. sparen. so kommen wir hier nicht auf kurs...
grüße
habe mir diese diskussion interessiert durchgelesen.
ich werde im september meine ausbildung in einer druckerei als mg/ design anfangen und verdiene brutto ca. 780 Euro, obwohl die druckerei nicht tariflich gebunden ist. über weihnachts- und urlaubsgeld kann ich noch nicht viel sagen, aber immerhin erhalte ich 30 tage urlaub.
nach der ausbildung besteht auch das interesse an einer übernahme.
Hey ihr,
bin ja echt schockiert was ihr alle da so schreibt!!
Also nach meiner Aubildung war ich erstmal Zivi, dann ein halbes jahr arbeitslos und arbeite nun im dritten Jahr in einer Druckerei in der Vorstufe!
Mein Bruttogehalt liegt zwischen 2600-2800€ bei:
40 Std Woche
30 Tage urlaub
Urlaubsgeld
Jahresleistung
Bezahlte Überstunden
Bin damit natürlich sehr zufrieden, letzt kam sogar mein Chef zu mir und haben uns über einige Arbeitsabläufe unterhalten, nun ja, schliesslich meinte er, dass er findet ich sollte mehr Geld verdienen.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen das man mit ca. 1200€ brutto zurecht bezahlt wird!Irgendwas läuft da schief oder man ist einfach selbst damit zufrieden was man hat, und probiert erst gar nicht "dreist" zu sein um etwas mehr zu verdienen, denn wie Jack gesagt hat, man muss es sich verdienen, und das wird wohl jeder hier tun!!??
Vielleicht kommt bei mir noch dazu dass die Druckerei recht klein ist und der Chef natürlich weis das er auf seine Arbeiternehmer zählen kann, wenn überstunden usw. anfallen und lieber mehr Lohn eines Arbeiters zahlt, von dem er weis was er hat, als einen weiteren einzustellen der mehr kostet.
Grüße
PennyLane
14.12.2006, 12:17
Also, nach 1 1/2 Jahren Bewerbungen schreiben, bin ich nun in einer kleinen Firma gelandet. Mache statt Ausbildung ein Praktikum (Bezahlung 192 EUR im Monat bei mehr als 60 h die Woche). Aber ... JOB MACHT SPASS. Gehe im Moment statt in Richtung Bild/Ton mehr in Richtung Produktionsassistens ... Mein Chef möchte mich im Anschluss in Ausbildung nehmen ... Dennoch denke ich, dass selbst nach einer Übernahme ich nie und nimmer diese Gehälter anstreben kann.
:-/
Soviel dazu ... >:(
Peter Reichard
14.12.2006, 14:40
Hi,
das wäre ja ein Stundensatz von 0,74 Euro. *???
Viele Grüße
Peter
PennyLane
15.12.2006, 18:03
Tja siehste mal ... Aber ... um nen Fuß in die Tür zu bekommen, nehme ich das gerne in Kauf ... Hab ja keine weiteren Möglichkeiten ... Oder möchte jemand hier mir ne Ausbildung anbieten? *;D
An alle ... die das hier lesen ...
Schönen 3. Advent!!!
kleine_cindy
16.12.2006, 02:23
Hallo zusammen,
ich bin jetzt 1 Jahr und 3 Monate Mediengestalter in der Festanstellung als Projektassistentin im Bereich Web und Design bei einer Internetagentur. Ich bekomme 1600 Euro brutto und 1094 Euro netto. Bevor ich die Umschulung zur Mediengestalterin im Bereich Beratung gemacht habe, war ich Hauswirtschafterin bzw. zuletzt Zimmermädchen. Damals habe ich etwa 1100 DM bekommen und ich wollte unbedingt mit dem Gehalt, aber in Euro einsteigen und hab es erhalten. Da die Aufträge gut laufen und ich die einzige Mediengestalterin mit 2 weiteren Programmieren zusammen arbeite, bekommen wir ab Januar 2007 eine Lohnerhöhung. Weiß aber nicht wie hoch die sein wird. Ich denke, dass beim Einstieg ich super gepockert habe und es mir sehr geholfen hat, das ich im jetzigen Betrieb fleisig war. Ich weiß, dass die meisten viel weniger bekommen, aber ich bekomme kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, keine Provision, arbeite 42,5 Stunden pro Woche und öfters mals zuhause zusätzlich. Wenn ich nach 4 Jahren 2300 brutto bzw. ca. 1500 netto erhalte wäre ich glücklich, da verdienst du nach meiner Meinung nicht schlecht. Wenn der Betrieb dich unbedingt braucht bzw. deine Arbeit zu schätzen weiß zahlt er mehr, aber vielleicht weiß er, dass du super verdienst und sag bis hier her und nicht weiter - erst in 10 Jahren wieder. Ob du mehr in einem anderen Betrieb verdienst , bei deinem jetzigen Gehalt wird sicherlich schwer. Du hast dich sicherlich nicht unter dem Wert verkauft. Ein betriebswechsel würde ich nur dann machen, wenn mir der job nicht gefällt oder das Gehalt nicht passt, aber wie gesagt du verdienst doch super - und bei 35 h/Woche extrem super. Was stellen sich die anderen vor, die sagen du verdienst zu wenig?
kleine_cindy
16.12.2006, 02:39
[quote author=Jack link=board=geld;num=1109856043;start=45#46 date=03/19/06 um 20:22:59]Hi zusammen,
verfolge mit grossen Augen und offenem Mund diese Diskussion hier und möchte gerne meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten.
ich bin seit 8 Jahren (davon zwei Jahre Ausbildung) als Mediengestalter unterwegs und habe hier in Düsseldorf die erste Klasse besucht die diesen neuen Mediengestalter ausgebildet hat. Seit dem bin ich im Internet als "Frontendprogrammierer" und "Web-Designer" unterwegs (Mediengestalter mit Fachrichtung Medienoperating). Mein Alter 33.
Ich zieh hier den Hut vor Euch allen...echt. Lieg ich denn so falsch mit meiner Meinung das die hier genannten Gehälter echt VIEL zu niedrig sind? Was Ihr brutto habt, hatte ich netto und war alles andere als zufrieden damit??? Bzw. konnte ich mir damit nicht wirklich eine Zukunft vorstellen.
Mein erstes erwähnenswertes Gehalt lag bei etwas über 2000 EUR brutto im Monat. Das machte so ca. 1400 EUR netto. Nach längerer Überlegung bezgl. Familienplanung usw. habe ich festgestellt das es mehr werden muss und habe gekündigt.
Nun habe ich einen neuen Arbeitgeber gefunden, der mir ca. 3200 EUR brutto im Monat zahlt, was so ungefähr 1800 netto sind. Nun bin ich ganz zufrieden und kann die Familienplanung in Angriff nehmen. Aber wenn ich das hier so lese, dann muss ich wohl doch eher von MEGAGLÜCK sprechen das ich einen recht gut bezahlten Job gefunden habe, der mir auch noch Spass macht.
Hey, soweit will ich auch mal kommen, aber da ich als Mediengestalterin ohne Berufserfahrung bzw. einen komplett anderen Berufszweig eingestiegen bin lieg ich nach 15 Monaten, denke ich, gut mit 1600 euro brutto und 1094 euro netto gut. Im Januar 2007 gibt es eine Gehalterhöhung, bin gespannt was sie mir bieten und ansonsten bewerbe ich mich halt wo anders, weil ich meine Unkosten decken muss und einen gewissen status will man auch irgendwann haben. Jedenfalls respekt vor dir, dass du so konsequent und glück hattest. Ich lass mir nicht auf der Nase rum tanzen, auch wenn es mir dort gefällt, aber wenn das Geld nicht passt, dann passt der Job auch nicht wirklich. Allgemein sollte man sowieso die ersten Jahre mehrmals wechseln in verschiedenen Bereichen erfahrungen zu sammeln und somit gibt es meistens auch mehr Geld. Was mich noch interessieren würde, welche Lohnstufen du angestrebt hast bzw. welche Gründe du vorgelegt hast, dass du mehr geld willst. Bekommst du Weihnachtgeld, Urlaubsgeld oder sonstige Bezüge?
PennyLane
18.12.2006, 10:05
Ich weiß jetzt ehrlich nicht, ob ich mich angesprochen fühlen soll?! Wen kleine_cindy meintest du denn? :-/
Peter Reichard
18.12.2006, 11:08
Hi Penny-Lane, ich denke, sie bezieht sich auf den Beitrag von Jack aus dem März 2006. Mit dem Zitieren hat es wohl nicht richtig geklappt. Lediglich der zweite Teil stammt von Cindy.
Grüße
Peter
Also, nach 1 1/2 Jahren Bewerbungen schreiben, bin ich nun in einer kleinen Firma gelandet. Mache statt Ausbildung ein Praktikum (Bezahlung 192 EUR im Monat bei mehr als 60 h die Woche). Aber ... JOB MACHT SPASS. Gehe im Moment statt in Richtung Bild/Ton mehr in Richtung Produktionsassistens ... Mein Chef möchte mich im Anschluss in Ausbildung nehmen ... Dennoch denke ich, dass selbst nach einer Übernahme ich nie und nimmer diese Gehälter anstreben kann.
:-/
Soviel dazu ... >:(
Bei den genannten Konditionen glaube ich auch nicht, dass du jemals ein halbwegs vernünftiges Gehalt in dieser Firma bekommen wirst.
Das soll jetzt nicht herablassend klingen, aber hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du für 192,- Euro selbst bei einem der großen Fast Food Läden nicht mehr als 7-8 Stunden in der Woche arbeiten musst?
Verkauf dich doch nicht dermaßen unter Wert. Das schadet nicht nur dir, sondern auch der ganzen Branche. Wenn es nicht möglich ist halbwegs menschenwürdige Konditionen auszuhandeln, kann ich dir nur raten in einen anderen Bereich zu wechseln. Und zwar solange bis es zumindest einigermaßen stimmig ist. Auf Dauer geht man nämlich sonst kaputt.
Viel Glück bei der weiteren Suche!
Ich bekomm auch sehr wenig aber immernoch mehr als 275 €!
GLG Suki
absprung
10.02.2007, 15:44
Hi zusammen, ich habe zwar nicht alles gelesen, aber ihr/wir verkaufen uns nur noch für zu wenig! Da ja bei 2300 - 2500 nach meiner Erfahrung die Grenze liegt, egal ob man 5 oder 15 Jahre Berufserfahrung hat. Naja bei einer Berufserfahrung ab 20 Jahren wird man ja gar nicht mehr eingestellt. Es sollten sich auf jeden Fall wieder die Firmen an einen Tarif orientieren müssen - ansonsten voll die Ausbeutung. Ich lerne jetzt um auf Manager, gut aussehen, dumme Sprüche ablassen - muss ja nicht stimmen nur überzeugen. Und dann kassiere ich ein geiles Jahresgehalt und nach zwei Jahren eine Abfindung - das ist die Zukunft. Kranke Welt. >:(
absprung
10.02.2007, 17:21
genau so siehts aus. Es traut sich ja auch keiner mehr auf die Straße zu gehen. Unmut und Angst die totale Lähmung.
Ich bin Mediengestalter, habe Familie und 2 Kinder dazu einen Kredit abzuzahlen. Klamotten gibts nur einmal im Jahr, Urlaub keinen mehr, da es ja auch kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld gibt. Es reicht dann ab und zu gerade noch für den Sprit am Wochenende Oma und Oma zu besuchen.
Danke lieber Staat für die Unterstützung. Ich muß auch mal meine Strom-, Wasser-, Heizkosten und sonstige scheiß laufende Kosten wo der Staat die Hand aufhällt, aus dem Ausland beziehen. Diese Kosten kann ich dann bestimmt wieder im Lohnsteuerjahresausgleich geltend machen. Tschüß Deutschland
PennyLane
12.02.2007, 10:20
Es ist leider nicht so einfach irgendetwas zu bekommen, dass genau deinen Wünschen entspricht.
Aber ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich im Moment froh bin hier zu sein, denn es gibt mir die Möglichkeit ... Dinge zu erleben, die ich als Mediengestalter normalerweise eigentlich nicht sehen würde.
Ich war dieses Wochenende dienstlich auf der Berlinale unterwegs, wo man mir (da ich Teil des Co-Produzenten-Teams bin) den roten Teppich ausgerollt hat ...
Würde mir als Mediengestalter nie passieren ...
Auf der anderen Seite ist Produktion in diesem Sinne aber nicht mein Traumberuf.
Euch allen eine schöne Woche noch! :P
Ich bin froh, dass ich überhaupt eine Lehrstelle gefunden habe! Da macht es mir nix aus, wenn am Ende nicht so viel Geld rausspringt. Ich arbeite in einem tollen Büro undhabe sehr nette Kollegen.
Also, ...
Peter Reichard
13.02.2007, 08:07
Hallo suki,
das ist ja auch sehr wichtig. Aber du willst bestimmt den Spruch nicht auch noch einige Jahre nach der Ausbildung im späterenen Job verwenden müssen, oder?
Viele Grüße
Peter
Nee, da mach ich mir auch kein Kopf!!
1. LJ erwarte ich auch noch nicht sooooooo die morz Kohle und es ist ein unterschied ob man 300€ hat oder nicht
LG Suki
ApfelZet
13.02.2007, 12:11
ich verdien im 2. LJ 330kröten :o
und ich hab die schnauzze gestrichen voll...mich hat jemand ein halbes jahr eingelernt und derjenige ist dann ausgewandert. seitdem mach ich seinen job 1 zu 1.
er hat wohl mal mindestens das 5-fache von meinem hungerlohn verdient.
hab zwar auch ein super arbeitsklima, aber davon kann ich mir am monatsende nichts essbares kaufen.
momentan bin ich dabei mich zum 3. LJ in nem anderen betrieb (im goldenen süden^^) zu bewerben.
hier in berlin gibt es mediengestalter/grafiker wie sand am mehr...und irgendwer macht die arbeit immer.
aber ich nich mehr lang :P
sollen sich nen andern trottel suchen...
Ich komm aus em SüdenI
Sooooooo goldig ist der nicht! Hier sind die Arbeitsplätze eher knapper, weil es ein soooooooo moderner Beruf ist. Aber ich wünsch dir viel Glück, dass du im "(eher)konservativen" Süden mehr Glück hast!
GLG Suki ;)
apfelzet
14.02.2007, 12:46
ich komm auch ausm süden ;)
hab immerhin über 20 jahre im süden gelebt und weiß was mich erwartet.
lass dir eins gesagt sein:
hier sind die arbeitsplätze noch knapper :D
aber nen job find ich locker. hab ja auch als ich nach berlin gezogen bin nur ganze 3 bewerbungen verschickt...
diesmal müssen wohl 2 langen. hab mich in den einzig beiden betrieben beworben auf die ich lust hab ^^
wenn die mich nicht nehmen muss ich eben noch eine oder zwei in den briefkasten kloppen ;D
lieben gruß
;)I
ch weiß auch, dass Ausbildungsplätze in Berlin und Umgebung extrem knapper sind. Ich wollte damit eher sagen, dass es im Moment bei uns im Süden auch nicht soooo super aussieht, wie man denkt.
Deine Referenzen und Bewerbungen müssen ja der Knaller sein, wenn du so easy nen Job findest!
Ich wünsche viel Erfolg bei der Jobsuche!
(WO hast du dich beworben, wenn ich fragen darf?)
GLG aus em Süden
SUKI
ApfelZet
14.02.2007, 15:50
kommt so langsam ziemlich vom thema ab ::)
ich schick ma PN ^^
zeitung1954
24.02.2007, 09:54
hallo zusammen,
weisst jemand wie hoch kann gehalt für den layouter / anzeigengestalter (erfahrener grafiker mit mind. 8 jahre berufserfahrung) in einer Tageszeitung sein.
grüße aus essen
zeitung1954
24.02.2007, 10:03
hallo zusammen,
weisst jemand wie hoch kann gehalt für den layouter / anzeigengestalter (erfahrener grafiker mit mind. 8 jahre berufserfahrung) in einer Tageszeitung sein.
grüße aus essen :-/
Hallo!
Als Diplom-Designer (FH) für Kommunikationsdesign machte ich mir in den letzten 6 Monaten das Vergnügen, die Stellenmarktsituation praktisch „zu testen“, nachdem mir Gerüchte zugetragen wurden, das die Job-Offerten und Vergütungen zunehmend abnehmen, obwohl der Aufgaben- und Verantwortungsbereich für alle Mitarbeiter stetig steigt, insbesondere in den Bereichen des Gestaltungs- und Produktionswesens. Auch der Umstand, das Unternehmen offensichtlich keinen Unterschied mehr darin machen, ob die Bewerber Mediengestalter oder Diplom-Designer sind, spiegelte sich vereinzelt in den Antwortschreiben wieder – insbesondere in Fragen der Vergütung.
Inzwischen habe ich viele unterschiedliche Rückmeldungen von den Unternehmen erhalten, denen ich es zur Aufgabe machte, meine Bewerbung bei der Vergabe um ein Stellenangebot zu berücksichtigen. Meine Bewerbungsunterlagen erfolgten umfassend per PDF (Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Zeugnisse und Referenzliste) sowie dem Hinweis, sich auf meiner dafür eigens eingerichteten Website von zahlreichen Arbeitsbeispielen (Grafik, 3D, Video) überzeugen zu können (digitales Portfolio).
Bei den Offerten handelte es sich um einschlägige Anzeigen von Unternehmen, die Grafik-Designer, 3D-Designer, Mitarbeiter für die Gestaltung, aber auch Mediengestalter und Diplom-Designer suchten. Ich erhielt für den Raum Frankfurt, Köln und München mehrere Vorstellungstermine, aber auch eine Menge Absagen von Unternehmen, die auf pikante Weise über dauerhaft gültige Stellenangebote auf ihren Webseiten verfügen. Entweder aufgrund der Tatsache, das es in den Unternehmen kein Mitarbeiter länger als 3 Monate aushält oder aufgrund der Vermutung, das nicht wirklich gesucht und schon gar nicht eingestellt wird (aber damit vermittelt man eben gegenüber den Mitbewerbern einer Branche, das die Firma expandiert und vor lauter Aufträge dringend nach neuen Mitarbeitern sucht - Werbung).
Im Ergebnis muss ich leider sagen, dass viele Agenturen nicht mal auf Bewerbungen antworten, geschweige denn ein kurzes Feedback darüber abgeben. Und andere Unternehmen bestätigen zwar den Eingang der Bewerbung, aber weisen darauf hin, das – obwohl die Stelle kurzfristig zu besetzen sei – die Auswahl über Monate dauern wird, bis man zu einer Entscheidung kommen könnte. In wenigen Kurzmitteilungen zeigt sich zugleich das Unvermögen vieler Arbeitgeber, kompetente Mitarbeiter für ihr Vorhaben zu gewinnen, denn sie demonstrieren eine Form der Gleichgültigkeit.
Praxisbeispiel (Firma aus Bayern):
Obwohl das Unternehmen (über 400 Mitarbeiter) für die eigene Werbeabteilung einen Grafiker sucht, der mit komplexen Aufgaben und Pflichten beladen werden soll (Verantwortung für den kompletten Online- und Offlinebereich, Planung und Organisation von PR-Maßnahmen, Messegestaltung und Koordination für Messebau etc.) bei denen selbst ein berufserfahrener Art Director leicht den Überblick verlieren könnte, bot man lediglich 2.500 Euro (brutto) im Monat. Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen und tat so, als wäre ich ernsthaft an dem Job interessiert, damit ich weitere Details in Erfahrung bringen konnte. Und was ich im persönlichen Vorstellungsgespräch erfahren konnte, empfand ich als Ohrfeige für unsere Branche, denn auch für dieses Unternehmen spielt es primär keine Rolle, ob man Schüler, Student, Mediengestalter oder Diplom-Designer ist. Hauptsache, es findet sich jemand, der dumm genug ist, für eine Summe von 1500 Euro (netto) mtl. die gesamte(!) Verantwortung der Werbemittelgestaltung und Produktion eines Unternehmens zu übernehmen und gleichzeitig auf Messen im Vertrieb steht, um das Unternehmen zu repräsentieren. Natürlich in 2 Fremdsprachen. Nachdem ich absagte, bat mich das Unternehmen, meine Bewerbungsunterlagen behalten zu dürfen, um eventuell zu einem späteren Zeitpunkt auf mich zurückkommen zu dürfen. Ich erteilte der Firma die Erlaubnis und gab vor, ich würde mich bei nächster Gelegenheit bei ihnen melden.
Von einem anderen Unternehmen (Raum Frankfurt) konnte ich aufgrund eines Vorstellungsgespräches in Erfahrung bringen, das sie zwar einen Mitarbeiter in der Gestaltung für die „junge Agentur“ suchen, aber eigentlich lieber jemand haben möchten, der „schwarz“ arbeiten soll, denn sonst müsste die „Festanstellung“ über ein Praktikum laufen. Im Internet erscheint das Unternehmen als seriöser Anbieter von Serviceleistungen in der Werbung und glänzt mit angeblichen Referenzen der Hochfinanz, doch schon beim ersten Besuch wurde klar, dass dies alles andere war, als ein seriöses Unternehmen. Ebenso lächerlich waren auch die Vergütungsvorstellungen dieser Herren: Als „Praktikant“ 300 Euro (dafür rund um die Uhr einsetzen, auch am Wochenende – um zu „lernen“). Als „Schwarzarbeiter“ hätte man in der „Agentur für interaktive Medienkommunikation“ keine Einkommensgrenzen, aber so wie die Unternehmer aussahen, sollten sie lieber selbst froh sein, den nächsten Monat zu überleben. Höchst dubios!
Fazit
Abgesehen von vielen weiteren unseriösen Offerten in der Branche, die nur Blendwerk sind und von wenigen seriösen Offerten, bei denen die Jobs schlecht vergütet werden, gab es kaum einen Lichtblick oder Grund zur Freude. Optionen für eine Karriere? Nur auf dem Papier. Offensichtlich ist die reale Situation vor Ort ganz anders, als viele Hochglanzmagazine, Portale und Ratgeber zur Stellenmarktsituation für „Kreative“ veröffentlichen. Viel zu tun gibt es, keine Frage. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass es sich für Mitarbeiter auszahlt.
Ich wünsche meinen Kollegen aus dem Gestaltungs- und Produktionswesen spannende Abenteuer, die man bei Bewerbungen stets erleben kann, auch wenn man sich - wie ich - nur aus Jux bewirbt!
Nett und aufschlussreich – immer in Bewegung bleiben!
MfG
Lauritz
hi mediengestalter,
im nächsten jahr feiere ich 20 jahre im job - welch jubiläum! mir werden seit sechs jahren (!) 2520 euros brutto für die 40 h-woche bescheinigt. sorry, aber ich fühle mich langsam verar... - sagen wir mal verarmt! ... wollen wir doch auch die verantwortung nicht vergessen, der wir ausgesetzt sind. so manches kleine kreuzchen kann erheblichen schaden anrichten ... auch und gerade besonders, wenn es nicht gemacht wird. also liebe chefs, tut es dem nudel-hersteller aus italien gleich, der sich selbst und seiner frau das gehalt seiner angestellten gezahlt hat und nach monaten des ausprobierens feststellen musste, dass er damit niemals auskommt! er zahlt mittlerweile allen 200 euro mehr. sie lieben ihn dafür und keulen jetzt mit herz. lg, else
andi1987
14.06.2008, 16:41
Hallo,
ich bin jetzt seit september nicht mehr in der lehre und verdiene nun bei einer 40stunden woche ca2500 euro brutto.
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