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Ausbildung abbrechen
Hallo,
ich habe einen Ausbildungsvertrag über 2 Jahre. Das erste Jahr habe ich nun hinter mir und seit Monaten quäle ich mich mit der Entscheidung rum, ob das wirklich das Richtige für mich ist.
Ich lerne im Betrieb nicht wirklich viel, das was ich kann, habe ich mir in meiner Freizeit selber beigebracht. Ich habe auch schon mit meinem Chef darüber gesprochen und es ist ebend nicht möglich mir das beizubringen, was ich gerne lernen möchte, weil ebend nicht die Aufträge da sind, an denen ich es lernen, bzw. einsetzen könnte.
Es gibt zum größten Teil Aufgaben, die mir keinen Spaß machen und das wird sich auch nicht ändern. Diese Situation macht mich sehr unzufrieden. So unzufrieden, dass ich vor einigen Monaten eine Tinitus-atakke bekommen habe. Ich hatte dann 2 Wochen Urlaub und 5 Wochen Berufsschule und da ging der Tinitus dann auch wieder weg.
Im Moment drückt sich meine Unzufriedenheit damit aus, dass ich mit meinen Leistungen nicht mehr zufrieden bin. Egal was ich an Gestaltungsvorschlägen bringe, es gefällt mir nicht und ich kann da nicht 100% hinter stehen, dass diese Arbeiten von mir sind, selbst wenn sie meinem Chef gefallen und ich auch von anderen Seiten Lob dafür bekomme.
Seit Wochen befasse ich mich nun mit dem Gedanke, die Ausbildung abzubrechen. Das macht mir natürlich auch ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, weil ich ja weis, wie die Ausbildungsplatzlage zur Zeit steht und ich es als Geschenk hinnehmen sollte einen Platz bekommen zu haben. Ausserdem hat sich mein Chef so viel Mühe damit gemacht, mir diesen Platz zu ermöglichen und ich will nun einfach alles wegwerfen. Letzteres Problem haben wir allerdings schon aus der Welt geschafft, denn wir sind beide der Meinung dass es nicht erst so weit kommen muß, dass wir uns durch meine Unzufriedenheit nur noch ankeifen und ich schließlich "rausgeschmissen" werde. Das Arbeitsverhältnis war eigentlich immer sehr angenehm dort und das möchte ich auch nicht riskieren wollen.
So viel zu den Gründen.
Nun würde ich gerne wissen, wie man die Sache angehen kann, den Ausbildungsplatz in beidseitigem Einverständniss abzubrechen.
Gibt es da immer noch irgendwelche Fristen einzuhalten?
Wie sieht es aus mit der finaziellen Lage, was steht mir dann zu, wenn ich die Ausbildung abbreche? Bekomme ich dann weiterhin Kindergeld? Oder Arbeitslosengeld? Wie ist das mit der Krankenversicherung dann, wer zahlt die und wer muß sich darum kümmern?
Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit als Freelance zu arbeiten, also nur an speziellen Projekten mitzuarbeiten. Muß ich dafür ein Gewerbe anmelden? Oder reicht dafür ein Kleingewerbe?
Ich bin übrigens 22Jahr und wohne nicht mehr zu Hause. Habe FOS f. Gestaltung, danach 1Jahr GTA (Ausbildung abgebrochen, weil ich die MG-Ausbildung bekommen habe)und dann 1 Jahr MG-Ausbildung.
Ich denke das wird für einige unverständlich sein, wie ich denn nur diesen tollen Ausbildungsplatz hinschmeißen möchte, aber ich hoffe trotzdem auf einige Tips und Erfahrungen von euch.
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