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Thema: Geht euch das auch so?

  1. #1
    Guest Gast

    Standard Geht euch das auch so?

    Ich mach ne Lehre als Mediengestalter im Printbereich in einer Druckerei und hab im Mai Prüfung.
    Leider hab ich nix gelernt, außer Filme zu montieren und Platten zu entwickeln....
    Wem gehts genau so?

  2. #2
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    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Hallo,
    was du berichtest hört sich nicht gut an.
    Das jetzt alles nachzuholen wird sehr schwierig. Aber ihr dürft euch das auch nicht gefallen lassen. Ihr kriegt doch spätestens über die Berufsschule mit, was andere in den Betrieben lernen.
    Es kann sich an solchen Ausbildungssituationen nur was ändern, wenn dies öffetnlich gemacht wird und man es sich nicht gefallen läßt.
    Auch können die offiziellen Stellen nur dann einschreiten und versuchen Verbesserungen zu schaffen, wenn sie benachrichtigt werden. wende dich aber trotzdem mal an die IG Medien in ver.di bei dir vor Ort.

    Leider geht es wohl anderen Azubis genauso oder ähnlich wie dir. Es ist Schade, daß so dieser Beruf des Mediengestalters mehr und mehr einen schlechten Ruf bekommt.

    Was die Prüfung angeht, muß du dir das wichtigste jetzt selbst aneigenen. Frag deine Kolleg/innen in der Berufsschule, was dir an Infos, Wisssen und Fertigkeiten fehlt. Bzw. hie rim Forum ist auch ein guter Ort für Fragen und Wissensaustausch.

    Und mach die Sache auch öffentlich, zumindest, daß nicht nach dir erneut Azubis in die gleiche Situation kommen.

    Tschau
    peter

  3. #3
    Guest Gast

    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Klar ist das schade, das teilweise in den Betrieben die Ausbildung auch durch die Ausbilder nicht richtig ernst genommen wird. Aber was soll passieren? Ich glaube kaum das die Kollegen den ganzen Tag am Kaffetisch sitzen ... Das Problem besteht eigentlich in jedem Beruf: Die Ausbilder müssen ihre versammte Arbeit machen und die Ausbildung läuft nebenbei. Das war bei mir in der Ausbildung anders. Wir waren eine Klasse von ca 20 Azubis. Die Grundlagen unseres Berufes erlernten wir in einer sogenannten Lehrwerkstatt und nach ca 1 Jahr, kamen wir dann richtig in die Produktion. Hier konnten wir das Gelernte anwenden und natürlich lernten wir noch ne Menge dazu. Na ja das ist jetzt ca 15 Jahr her und spielte auch in einem anderen Land... So was gibt es zwar in diesem Land auch, ist aber mit zusätzlichen Kosten für den ausbildenden Betrieb verbunden ...
    Aber noch was Grundsätzliches. Ich denke alles was man für die Prüfung braucht - zumindest um sie zu bestehen - lernt man in der Berufsschule!!! Im Betrieb lernt man arbeiten!

    Das klingt zwar alles nicht sonderlich populär, aber ihr könnt mir ja wiedersprechen...

    Bis dann!

  4. #4
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    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Hi Dirk,
    was das lernen ind er berufsschule angeht, da werden dir sicherlich einige Azubis wiedersprechen wollen. Leider gibt es nicht genügend Lehrer, die auch auf dem neusten Stand der Entwicklung in Technik und Design sind. Viele der älteren Kolleg/innen unter Lehreren geben sich zwar immens Mühe, müssen aber auch vieles gerade erst lernen.

    Mein Ausbilder in meiner ersten Ausbildung war zugleich noch Abteilungsleiter der Druckerei, was einer guten Ausbuildung auch nicht gerade genützt hat. Das was ich gelernt hab, mußte ich mir erkämpfen. Wenn man nur ruhig war bekam man gar nichts außer Hilfsarbeiten zugeteilt.

    Ich glaube schon daß man in Betriebe, wo man statt Photoshop etc. nur montieren lernt, sich diese Ausbildungssituation nicht gefallen lassen muß und auch was ändern kann. das ist nicht leicht. Aber der Streß einen neuen Betreib zu finden, die Ausbildung in den neuen Betrieb zu wechseln lohnt sich meistens.

    Selbst in einer guten Ausbildung muß man einiges an Eigeninitiative aufbringen, wenn man weiterkommen wil. Das kann aber nicht bedeuten, daß man dadurch die Betriebe keine fundierte Ausbildung leisten brauchen.
    Klar lernt man auch bei der Arbeit im Betrieb, natürlich kann man auch von den Kolleg/innen was abschauen und erlernen, aber schließlich brüsten sich die Betreibe ja auch gerne, daß sie ausbilden, dann sollen sie es auch ordentlich tun. Und es gibt ja auch genügend Beispiele, die zeigen daß es sehr gut möglich ist, eine gute und fundierte Ausbildung zu schaffen.


    Tschau
    Peter

  5. #5
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    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Hallo Gandee,
    Du hast doch sicherlich ein Berichtsheft welches von Deinem Ausbilder jede Woche unterschrieben wurde, oder?

    Damit solltest Du zu IHK und Dich dort beraten lassen.

    Frage an Peter: Weißt Du ob man nach einer nicht bestandenen Prüfung, mit dem Berichtsheft als Beweis, rechtlich gegen seinen Ausbildungsbetrieb vorgehen kann, wenn er einen so ausbildet wie es bei Gandee der Fall ist?



    Grüsse vom Scholle&&

  6. #6
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    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Hi Scholle,

    wenn das Berichtsheft das wiedergibt was man wirklich gemacht hat und somit zeigt, dass eben gerade nicht ausgebildet wurde, ist das sicherlich als Beleg zu nutzen. Wie schwer dies wiegt weiß ich auch nicht.
    An solchen Beispielen zeigt sich wie wichtig es ist nur das ins Berichtsheft zu schreiben was man wirklich gemacht hat und nicht das was der Ausbilder unter Umständen gerne hören würde.
    Hab aber auch keine Erfahrungen mit solchen Einspruchsverfahren gegen nicht bestandene Prüfungen.

    Tschau
    Peter

  7. #7
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    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Hallöchen!

    Also ich bin Azubi kurz vor der AP05. Und ich muss sagen, so wirklich gut vorbereitet fühle ich mich nicht, wobei ich hierfür weder der Schule oder dem Betrieb (einem sehr guten Ausbildungsbetrieb nebenbei... ) einen Vorwurf machen will.
    Ich habe eher ein Problem mit der Ausbildung als Mediengestalter an sich.
    Es ist ja ein Beruf der sich aus 5(?) "alten" Berufen zusammen setzt. Das heisst folglich, dass er auch das Wissen dieser 5 Berufe in sich vereint. Da dieses Wissen aber in der selben Zeit vermittelt werden soll, wie die "alten Berufe" jeder einzeln für sich hatte ist es logisch, dass irgendetwas zu kurz kommt.
    Natürlich sind große Teile der alten Berufe weggebrochen (Abreiten mit Klischeefolien, Platten-ätzen, etc.). Aber dafür ist auch viel Neues dazugekommen (Netzwerktechnik, Internet, PDF, uvm.).

    Nun wurde ja der Ansatz gemacht, den Mediengestalter f. Digital- & Printmedien aufzuteilen. An sich eine tolle Sache. Beratung, Design, Operating und Technik getrennt. Man sollte meinen, dass dies eine Erleichterung/Vereinfachung des Berufsbildes darstellt.
    Meiner Meinung nach im Gegenteil. Der Beruf ist zwar aufgesplittet, wird aber trotzdem komplett unterrichtet und auch in der AP abgefragt!
    Hier spiegeln sich der Zeitmangel UND auch die Ausbildungsmöglichkeiten der Betriebe wieder:
    Schule:
    Einige Bereiche werden nur (sehr) bündig abgehandelt, nur kurz angesprochen oder komplett ausgelassen. Oft sind auch Lehrer schlichtweg unterqualifiziert, sodass die Schüler oft weiterhelfen müssen (eigene Erfahrung und auch hörensagen). Zudem ist die Menge von Stoff in der doch recht kurzen "Schulausbildungszeit" komplett nicht gründlich zu schaffen. Und ob man auch mit dem größten Einsatz sich das gesammte fehlende Wissen selbst aneignet bleibt fraglich.
    Betrieb:
    Einige Betriebe haben einfach nicht die Möglichkeiten, bestimmte Inhalte zu vermittel (...technsich gesehen. Wer keine Zeit hat sollte nicht ausbilden...dürfen.). Dinge wie z.B. der Druck oder Plattenbelichtung finden sich nur in manchen Reprobetrieben oder Druckereien wieder, wohingegen diese Betriebe meist nichts mit Internetseiten oder dem Erstellen von Grafiken o.ä. zu tun haben und umgekehrt, sodass die meisten Azubis gar nicht die Möglichkeit haben, Lerninhalte selbst praktisch zu erfahren.


    Meiner Meinung nach müsste die Aubildung der Mediengestalter wirklich getrennt vor sich gehen (Operating, Design, etc.) und vor allem Print- und Nonprint für sich. Dann wäre auch die Ausbildungszeit von 3 Jahren besser gerechtfertigt.

    Natürlich ist es aber für das persönliche Weiterkommen von Vorteil wenn man Themenübergreifend (Print/Nonprint, Operating, Design, Beratung etc...) bescheid weiss. Dass würde aber vorraussetzten, dass auch fundierte Grundkenntnisse vermittelt werden. Hierfür müsste die Ausbildungszeit verlängert werden (insg. 4 Jahre?) und ausserdem die Qualifizierung der Lehrkräfte besser vorangetrieben werden. Dann würde sich auch das Bild der schulischen Ausbildung nach aussen hin verbessern.

    Vielleicht wäre das 1. Lj. als "Übersichtsjahr" und die weiteren 2 (3) Jahre als "Fach-Jahre" in dem jewils eigenen Bereich auch eine Lösung.


    Noch eine andere Sache: Wo wird eigentlich der ach so tolle und so unendlich wichtige Teamgeist (wenn man nach den Stellenanzeigen geht) abgefragt? Zugegeben, in der theoretischen Prüfung wär's ein bischen dreist so etwas zu verlangen.
    Aber in der praktischen Prüfung fände ich es durchaus praktizierbar und vor allem realitätsnah! Der Vorwurf, es wäre viel leichter etwas zu zweit oder zu dritt durchzuführen ist häufig aus eigener Erfahrung unberechtigt. Jeder Mensch ist Individualist und hat eigene Ideen...

    Naja, lange genug geschrieben.

    So, ich gehe jetzt nachschlagen wer oder was ein Styleguide ist... *

    Schönen Abend noch!

    -mediges-

  8. #8
    Guest Gast

    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Leider wissen wir auch nicht, was ein Styleguide ist!
    Aber vielleicht gibts ja einige "schlaue Leute" die
    wissen, wie man Millionär wird.
    Wir würden uns auf eine Antwort auf unsere Frage
    freuen.

    gruß Norbert

  9. #9
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    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Zu Styleguide einfach mal Google befragen

    Peter

  10. #10
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    Standard Re: Geht euch das auch so?

    Wir haben die Lösung zu der Frage "Styleguide" gefunden.
    Ihr könnt Sie nachlesen in dem Fachbuch
    ABC der Mediengestaltung
    Verlag Schule und Beruf
    Seite 223

    Die Google-Suche ist leider nicht sehr treffend in ihren Aussagen.

    Gruß
    nobbie

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