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Thema: Kostenloses Schriftverwaltungsprogramm

  1. #1
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    Standard Kostenloses Schriftverwaltungsprogramm

    Das Schriftenverwaltungsprogramm »FontExplorer« von Linotype, das man kostenlos herunterladen kann, gibt es nun auch in einer Version für den PC: http://www.linotype.com/fontexplorerX


    Hier eine Besprechung, des Tools, das sich jedoch noch auf die MAC-Version bezeiht:

    FontExplorer X ist Schriftkatalog, Onlineshop und Schriftenverwaltungsprogramm in einem.

    iTunes für Schriften
    Installiert man den kostenfreien FontExplorer X (FEX) von der Linotype-Website fühlt man sich als MAC-User schnell heimisch. Das Interface ist stark an iTunes 4 angelehnt. Ist man online, kann man sich direkt mit dem Webshop von Linotype verbinden und sehr komfortabel nach Schriften suchen. Es werden unterschiedliche Suchmethoden angeboten, angefangen vom Fontnamen, Name des Designers, Libraries, Schriftkategorisierung (Sans Serif, Blackletter, Script, Text, Handwriting etc.), Keywords (American, Anno 1920, Art Deco, Bauhaus) so genannte Themes (Birthday, Buissness, Techno, Western, ...) bis hin zur möglichen Verwendung (Book, Poster, Magazin, Screen).

    Hat man daraufhin seine Schrift ausgewählt, gibt es weitere vielfältige Informationen, um seine Kaufentscheidung zu treffen. Man erhält Informationen über Schrift und Typedesigner, sieht die erhältlichen Fontformate, die Anzahl der Schriftschnitte, die Zeichensatz-Funktionen (enthält z.B. die Schrift ein Euro-Zeichen, osteuropäische Akzente, Ligaturen oder Kapitälchen) und man kann sich auch alle Zeichen einer Schrift, das so genannte Characterset, anschauen.

    Im Vorschaufenster kann man verschiedene Blindtexte nutzen. Schriftgröße, Schrift- und Hintergrundfarbe sind variabel einstellbar. Das Menü bietet eine Auswahl von Blindtexten für verschiedene Sprachen (osteuropäische Sprachen, skandinavische Sprachen und Ungarisch mit den jeweiligen diakritischen Zeichen) und Schriftsysteme wie Kyrillisch, Griechisch, Japanisch, Arabisch und Hebräisch.

    Die Funktion Favoriten ermöglicht es, erst einmal durch den Shop zu spazieren und verschiedene Schriften abzulegen, ohne sie direkt zu kaufen. Erst am Ende des Besuchs kann man seinen Kauf abschließen.

    Alles in allem ist es ein übersichtlicher und funktioneller Webshop für die Suche und die Lizenzierung von Schriften. Doch dies allein wäre sicherlich nichts Besonderes, und die entsprechenden Funktionen sind bisher auch schon alle auf der Website von Linotype zu finden.

    Schriftverwaltung via FontExplorer X
    Die eigentliche Neuerung ist, dass der FEX auch die Schriften des Rechners verwaltet. Bisher haben sich MAC OS X User bei der Wahl des stabilsten und besten Fontverwaltungsprogramms zwischen Apples Schriftensammlung, Suitcase oder Fontagent entscheiden müssen. Viele User waren mit keiner Lösung wirklich zufrieden. Nach der Installation des FEX wird zunächst eine Bibliothek mit allen auf dem Rechner befindlichen Fonts erstellt, und auch die Kategorien von Apples Schriftensammlung werden problemlos importiert und können weiter genutzt werden. Aber auch unabhängig davon kann man Gruppen und so genannte intelligente Gruppen für seine Schriften anlegen. Intelligente Gruppen haben Filterfunktionen (z.B. Schriftanbieter) zur Ordnung von Schriften. Auch eine Autoaktivierung von Schriften ist bereits vorhanden, jedoch zurzeit nur für InDesign CS1 und CS2 sowie QuarkXPress 6.5. FEX läuft sehr schnell und stabil. Zudem ist der Umgang mit Systemschriften sauber gelöst. Sie liegen in einem geschützten Extraordner, der nicht deaktiviert werden kann.

    Zu kursierenden Befürchtungen, dass Linotype Library mit dem FEX möglicherweise die User ausspioniere, um nichtlizenzierte Schriften aufzuspüren, widersprach Linotype Library Geschäftsführer Bruno Steinert im Weblog von www.praegnanz.de unmissverständlich:
    „Spyware einzuschleusen und damit die User-Akzeptanz zu gefährden wäre sträflich dumm.“
    Und er ergänzt dazu: „Es muss mehr Spass machen, einfacher und letztlich auch effizienter und billiger sein, einen Font zu kaufen als eine Raubkopie aufzutreiben.“

    Ralf Hermann von Typografie.info und Mitglied des Fontshop-Beirats formulierte das Potential von FontExploer wie folgt:
    „Natürlich möchte Linotype mit der kostenlosen Abgabe des Programmes die Verkäufe der eigenen Fonts ankurbeln – da der Store aber eher unaufdringlich in das Programm integriert ist und alle Programmfunktionen auch ohne Anmeldung nutzbar sind, lässt sich der FontExplorer auch bedenkenlos als reiner Fontmanager empfehlen.“

  2. #2
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    Standard Fontexplorer X Pro

    Nach dem Linotype seit knapp zwei Jahren das Schriftverwaltungstool Fontexplorer als Freeware vertrieben hat, gibt es nun die erweiterte Pro-Version als lizenzpflichtige Software. Einige Neuerungen wurden hinzugefügt, zudem gibt es den Fontexplorer X Server, der Schriftensoftware für größere Firmennetzwerke ähnlich dem Suitcase-Server ermöglicht.

    Die Baisc-Version des FEX wird es weiterhin kostenlos geben, sie wird jedoch von Linotype nicht weiter ausgebaut und gepflegt werden.

    Generell ist der Preis von 79,– € (Einführungspreis bis 28. 2. 2009: 39,– €) für ein funktionierendes Schritverwaltungstool meiner Meinung nach angemessen, dass aber die Free-Version nicht weiter unterestützt wird schafft ein kleinen faden Beigeschmack.

    Weiterhin offen bleibt eine von vielen erwartete PC-Version.

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