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Thema: Die besten Logos der Welt?

  1. #1
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    Standard Die besten Logos der Welt?

    Das behauptet zumindest der Worldwide Logo Design Anual-Wettbewerb. Somit kommt das weltbeste Logo 2008 aus Australien.
    Der Trend der Überdruckeneffekte in Logos scheint wieder auf dem Rückzug zu sein, dafür sind einfache und klare Logos auf dem Vormarsch.

    Ob es wirklich die besten Logos der Welt sind, darüber lässt sich trefflich streiten, zu mal sicherlich nie alle Logos, die auf dieser Welt tagtäglich entstehen dort eingereicht werden. Eine interessante Zusammenstellung sind die Sieger-Logos allemal.
    Geändert von Peter Reichard (30.09.2008 um 11:52 Uhr)

  2. #2
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    Sowas ist halt immer Geschmacksache. Ich teil die Meinung nicht, aber die Mehrheit zählt ;-)

  3. #3
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    Hallo,

    was heißt Geschmackssache eigentlich, es gibt schließlich Kriterien für eine funktionierende Gestaltung. Auch die Frage ob ein Logo zum Unternehemn, Produkt etc. passend ist, ist ja als Faktor der bewertung nicht von der Hand zu weisen. Alles nur als persönlichen Geschmack zu bewerten führt uns dahin, dass alles was produziert ist als gut gelten würde.

    Gestaltung zu bewerten ist nicht immer ein leichtes Unterfangen, trotzdem bringt die Einschätzung rein nach persönlichem »geschmack« nichts voran. Häufig benutzt man dabei ähnliche Formulierungen wie diese:
    »Weil es mir gefällt ...«
    »Ich persönlich finde am schönsten die Variante X.«
    »Mir persönlich ist das zu ...«

    All dies sind aber keine Begründungen für Design, sondern sind der Ausdruck eines persönlichen Geschmacks.

    All das sind keine worklichen Argument, die einen Kunden überzeugen kann. Stell dir eine Präsentation beim Kunden vor und jemand stellt seine Entwürfe mit dem Kommentar vor: »Ich habe das so gemacht, weil ich es schön finde.« Dann sagt der Kunden »Ich finde das aber nicht schön.« Und dann?

    Design muss ein ganz bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung darstellen, und hat damit eine bestimmbare Aufgabe zu erfüllen. Also Imagebildung, Verkaufsförderung, Information etc. Wichtig ist, dass die Zielsetzung richtig umgesetzt wird, dass ein Design funktioniert. Das schließt natürlich eine ästhetische Wirkung keinesfalls aus.

    Der Künstler arbeitet für sich und macht was ihm gefällt, ein Designer macht was die Aufgabe erfordert. Deswegen kann man Design im Gegensatz zu Kunst bewerten. Bei Kunst spielt das eigene, persönliche Gefallen eine große Rolle, beim Design ist dies sehr nachrangig.

    Gestaltung ist die Kunst von sich selbst absehen zu können, wie es Kurt Weidemann formulierte.

    Es gibt auch Gestaltung, die einem persönlich möglicherweise gar nicht gefällt, die aber ausgehend von der zu lösenden Aufgabe genau das Richtige visualisiert und damit funktioniert.

    Dieser Wettbewerb hat auch gar nicht so sehr was mit Merhheit zu tun, sondern eine Jury aus Designprofis hat aus den eingreichten Logos eine Wahl getroffen.

    Viele Grüße
    Peter

  4. #4
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    Es gibt sogar konkrete bewertungskriterien für Design im Allgemeinen oder Werbekampagnen im besonderen, die von renommierten Agenturen gezielt genutzt werden.

    Die Werbeagentur Young & Rubicam hat einen Kriterienkatalog mit 6 Fragen entworfen, nach dem jede Kampagne überprüft wird. Diese Fragen sollen helfen, die Qualität einer Werbe-Gestaltung zu analysieren und zu beurteilen.

    • Wo ist die überraschende Idee?
    • Dramatisiert sie den Verbrauchernutzen?
    • Ist es die überzeugendste Lösung mit der Idee?
    • Ist alles zielstrebig?
    • Wird der Zuschauer involviert?
    • Würde ich sie einem guten Freund zeigen?

    In eine ähnliche Richtung geht Christian Fries mit seiner Checkliste:
    • Was ist das Ziel – was steht im Briefing?
    • Was ist der Blickfang – was ist der Widerhaken?
    • Was ist das Versprechen – was ist der Nutzen?
    • Was gibt es Neues zu sehen – was gibt es Neues zu lesen?
    • Sieht das Ganze richtig klasse aus – ist das Ganze stimmig?
    • Gibt es keine bessere Lösung – warum ist eine Alternative
    schwächer?
    (Quelle: Christian Fries: Mediengestaltung, Fachbuchverlag Leipzig, ISBN 3-446-21860-2)
    Design und Bewertung von Design ist also mehr als nur Geschmackssache!

    Viele Grüße
    Peter

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