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Thema: Neuordnung des Berufsbildes wieder mal missglückt

  1. #1
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    Daumen runter Neuordnung des Berufsbildes wieder mal missglückt

    Hallo an alle Leser/innen,

    die Prüfungen sind nun ausgewertet und alle haben bestanden.
    Die meisten die ich kenne haben im Gesamtschnitt die Note 3. Das kann man nun befriedigend finden.
    Ich bin leider niemand, der sich mit einem "befriedigenden Ergebnis" schmückt.
    Da sich die meisten sowieso nicht in diesem Beruf eine persönliche Zukunft vorstellen, ist es jenen auch egal.
    Ich zähle mich nicht dazu.

    Ich beziehe mit auf PRINT.

    Leute, die sich in der Nacht zuvor zum ersten mal mit den erforderlichen Funktionen in InDesign beschäftigten und sich in der Prüfung dann mit Notlösungen helfen mussten haben in einer Teilaufgabe die Note 1.
    Andere hingegen, die fachlich und technisch alles einwandfrei angelegt haben, z.B. Absatzformate, Tabellenformate, Zellenformate und so weiter haben in der selben Aufgabe die Note 3-4.
    Das war schon immer so in Prüfungen und wird auch immer so sein. Deshalb schmunzle ich darüber.
    In der Tat wünsche ich Niemandem, dass seine gute Note aberkannt wird, schließlich befinden wir uns alle im selben Boot und sicherlich ist das auch nicht möglich.
    Ein Arbeitgeber schmunzelt ebenso und legt die schlechten Noten getrost bei Seite, denn es gibt ja noch die "Guten".
    … Das haben ein großer Handlungsspielraum und die gelobten "Freiheiten" zur Folge.

    So wie ich das sehe:
    Theorie: Man hätte Digital- und Print gleichauf lernen sollen, mit einer Gewichtung in eine Richtung.
    Praxis: Man lernt ganz viel von einem und ganz ganz wenig vom anderen. (so wenig, dass es für die theoretische Prüfung gerade noch reicht)
    Ergebnis: Man kann nur eines wirklich.

    Ich habe erfahren, dass die Zeugnisnoten angezweifelt wurden (es war sogar von einer Fälschung die Rede), weil sie nicht mit den Prüfungsergebnissen übereinstimmten.
    Die meisten in meiner Klasse haben mindestens einen 2er, wenn nicht einen 1er -Schnitt, deshalb zweifele ich diese Aussage auch hinsichtlich ihrer Existenz nicht an – im Vergleich mit den 3-4er Durchschnitten resultierend aus der Prüfung liegt eine derartige Vermutung nahe.
    Das zeigt, welch großen Einfluss diese – laut Aussage von Mitschülern: "gewürfelten" – Noten haben (Möge sich an dieser Stelle bitte niemand angegriffen fühlen. Leider folgen auf eine derart intransparente und "von Freiheiten geförderte" Ergebnisfeststellung der Prüfung oft solche Äußerungen, was jeder der eine langjährige Schullaufbahn hinter sich hat bestätigen kann). Zugleich zeigen diese Noten ja nicht ein reelles Abbild des Könnens eines Schülers / Lehrlings bezogen auf den Beruf. Denn im Nachhinein finde ich es übrigens sehr lustig (im Nachhinein ist man ja immer schlauer), dass man als Digital- und Print-Mediengestalter im praktischen Teil z.B. nur in Print geprüft wird; im theoretischen Teil allerdings auch im Digital-Wissen. Abgesehen davon könnte wahrscheinlich sowieso nahezu kein Printler die praktischen Web-Aufgaben befriedigend lösen und umgekehrt. Es gibt allerdings jene, die es könnten, weil sie es von Anfang an (auch ohne diese Ausbildung!, z.B. aufgrund von Eigeninitiative) gekonnt hätten. Ist das der Sinn einer solchen Ergebnisfeststellung/Berufsausbildung??? So wäre ja der aktuelle Ausbildungsberuf samt des Rahmenplans hinsichtlich der reell geforderten Bedürfnisse des Arbeitsmarktes hinfällig. Bestimmen also nun der Arbeitsmarkt / die Arbeitgeber den Rahmenplan oder die, die letztlich eine Ahnung davon haben, was einer Person eigentlich zugemutet werden kann?

    Ist es mit diesem Hintergrundwissen nicht irrwitzig, wenn man sich in diesen Tagen bewerben will?
    Es wird ja nahezu kein reiner Printler mehr gesucht. Theoretisch hätte ich jetzt vielleicht ein bisschen Web-Wissen, z.B. was ist Frontend und Backend *lach*, aber praktisch habe ich noch nicht mal einen blassen Dunst, wie das funktioniert.

    Es wird überall die Eierlegende-Wollmilchsau gesucht. Ist das nun Resultat des Arbeitsmarktes oder reagiert hier der Arbeitsmarkt nur auf die neu erschaffenen Berufsbilder im Irrglauben, dass der Mediengestalter für Digital- und Printmedien jetzt alles abdecken kann.

    Ein Beispiel:
    Es wird nach einem Mediengestalter gesucht, der:

    • Printprodukte erstellt, kontrolliert etc.
    • Texte schreibt.
    • Webseiten erstellt, kontrolliert, pflegt.
    • Messen und Roadshows organisiert.
    • Marktforschung betreibt.

    Das ist ein Profil für einen Mitarbeiter.
    Für mich wären das vier-fünf Arbeitsplätze und Berufe.
    Aber vielleicht finden die ja jemanden, der das alles kann und für ein Gehalt auch umsetzt.
    So werden Arbeitsplätze vernichtet.

    Genau das passiert doch: Man hat einen Schein, der besagt, man sei Mediengestalter für Digital- und Printmedien.
    Vielleicht ist es ja vorgesehen dass der Mediengestalter jetzt beides abdecken kann, aber dann sollte man es doch auch gelernt haben. Oder?
    Nicht mal die Prüfung erfordert das praktische Wissen. Da einem das bisschen theoretische Digital-Wissen nichts in der Praxis bringt (es sei dahingestellt) und man dadurch nur den Notendurchschnitt "verbaut", kann man es doch gleich weglassen. Oder eben, man macht es von Beginn an ordentlich, so dass man etwas damit anfangen kann (Ich spreche hier aus, was sich viele nur denken, was im Endeffekt aber die Realität zu sein vermag. Wer würde schon zugeben, dass er keine Ahnung hat und sich damit seinen Arbeitsplatz verbauen. Das ist einer der Gründe, warum man von den "Ausgebildeten" nichts mehr hört!) Schließlich und endlich strebe ich persönlich "Perfektion" an. Sicherlich ist das nicht die Intention eines Arbeitgebers, der Geld verdienen möchte oder die eines durchschnittlich begabten Gestalters, der für seinen Lebensunterhalt arbeitet, letztlich jedoch sollte es die eines jeden sein, der auf Dauer im Geschäft bleiben möchte. Es gibt auch noch Menschen, die für das Design leben. Es gibt Leute, die es lieben das zu erschaffen wovon andere Träumen. Perfektion im Design ist kein Luftschloss, sondern gebaut aus Trends und Marktforschung. Es gibt Leute, die das beherzigen und umsetzen wollen. Die es lieben. Eine Prüfung und die daraus resultierenden Noten werde das aber nicht feststellen. Und einen Differenzierung zwischen Print und Digital wird auch nicht möglich sein. Es ist meiner Meinung nach nur dann möglich jemanden in beiden Richtungen auszubilden, wenn er auch beide Richtungen gelehrt bekommt. Diese Ausbildung würde auch 6 Jahre dauern.

    Das wird in der Kürze der Lehrzeit aber nicht möglich sein. Schlussendlich wurde mit diesem Berufsbild doch nur ein Luftschloss angefangen, das nach drei Jahren Lehrzeit gar nicht fertiggestellt werden kann. Ich sehe den Trend dahin gehen, dass noch mehr Inhalte in das Berufsbild gepackt werden. Das wird noch mehr Arbeitsplätze kosten und keine erschaffen.

    Traurig.


    Grüße

    Edit: Ob dieser Beitrag nun hierher passt, weiß ich leider nicht. Ich sah keinen anderen geeigneten Ort dafür im Kontrollzentrum. Bitte möge man ihn dorthin verschieben, wo er aus fachlicher Sicht hin passt. Vielen Dank und Grüße.
    Geändert von serpentine (25.07.2009 um 15:39 Uhr)

  2. #2
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    Hallo,

    ich kann teilweise deine Verärgerung nachvollziehen. Doch dafür, dass unverschämte Anforderungen an mediengestalter in Stellenangeboten gestellt werden, ist ja nicht das Berufsbild schuld. Schon gar nicht die Neuordung, denn das Problem gibt es schon viele Jahre. Aber um so wichtiger ist es dann doch das Berufsbild breiter anzulegen. Auch der Ablauf bzw. die Wertung der Prüfungsauswertung vor Ort hat nur am Rande etwas mit dem Bwerufsbild zu tun. Wenn da wirklich etwas nicht mit rechten Dingen zu gegangen sein sollte, so it das ja durch Einsicht nachprüfbar und läge dann an den Prüfern vor Ort, oder?

    Viele Grüße
    Peter

  3. #3
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    Hallo Herr Reichard,

    na klar gibt es hier kein Schwarz und Weiß.
    Ich fühle mich an dieser Stelle ein wenig missverstanden.
    Probleme können gelöst werden!
    Bisher ist das offensichtlich nicht gelungen. ("…viele Jahre…" Traurig.)
    Die Neuordnung des Berufsbildes hat es nicht geschafft. Weil es nicht möglich ist.
    Nachfrage und Angebot beeinflussen sich!
    EDIT 2010: Immer noch! Es wird sich niemals ändern.


    Aber um so wichtiger ist es dann doch das Berufsbild breiter anzulegen. Auch
    Bitte bitte bitte nicht.
    Reduzieren Sie. Geben Sie eine Chance zur Spezialisierung. Bitte ermöglichen Sie den Menschen Arbeit zu finden. Niemand kann alles können.
    Es ist jetzt doch schon eindeutig geworden, dass was aktuell abläuft grundweg falsch ist... Diese Richtung nutzt niemandem.
    Wenn ein Unternehmen fünf Menschen anstellen muss um einen Produktionsablauf zu bewerkstelligen, dann haben fünf Menschen Arbeit.
    Wenn ein Unternehmen aber denkt, dass "ein" einziger Mediengestalter alles abdecken kann, dann sind vier Menschen arbeitslos.
    Es versteht kein Mensch diese ganzen Bezeichnungen.

    Es kann nicht sein, dass es so viele Bezeichnungen gibt.
    Mediengestalter für Digital- und Prinmedien Fachrichtung Gestatlung und Technik / Konzeption und Visualisierung / Medienberatung / Operating / Technik / Beratung / Design etc.
    Die Bezeichnungen sind alle noch im Umlauf, denn niemand hat denen die davor gelernt haben eine Neuerung verpasst.... Es sind jetzt alle auf dem Markt.
    Dann hätte man doch gleich die ganzen ehemaligen Berufe belassen können?!?!?
    Kein Betrieb braucht das, weil doch alle nur einen wollen der alles kann und zwar in beiden Richtungen Web und Print.
    Aber die wollen das doch nur, weil sie glauben damit Geld sparen zu können und das es so jemanden gibt. Aber in Wirklichkeit gibt es doch so jemanden gar nicht, der alles kann.
    Weil das keiner versteht! Es ist zu kompliziert...

    Also darf man das doch gar nicht erst zur Verfügung stellen! Es ist ja schlussendlich gar nicht möglich das alles zu können in drei Jahren Lehrzeit.
    Selbst nach einem Studium und das stelle ich jetzt mal naturbedingt darüber ist es ja nicht möglich mehr als das ganze Wissen dieser Branche zu haben.
    Wie soll also ein Jugendlicher dieses Wissen in drei Jahren Lehrzeit erlangen???

    Also: Weniger, weniger weniger....!!!! Machen sie alles rückgängig. Es war ein Griff ins Klo. Das kommt vor, aber es wird nichts nutzen zu behaupten, dass es so besser wird.
    Sorry. Es tut mir leid. Aber so schaut es aus.





    Es ist mir etwas schleierhaft, wie Sie einerseits von "unverschämten" Anforderungen sprechen können
    und andererseits, dann auf diese eingehen, indem Sie das Berufsbild breiter anlegen wollen.
    Ich denke das würde in die falsche Richtung laufen... bzw. ist dies bereits der Fall.
    Auch bestätigt das ja indirekt, dass das Berufsbild mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu tun hat.

    Zum Punkt noch mehr Inhalte:

    Das Berufsbild breiter anzulegen führt zu keinem tiefgründigen Wissen, denn die Lehrzeit die einem bleibt, ist ja nach wie vor die gleiche. Es bleibt weniger Zeit für mehr Inhalte.
    Ich gehe vielmehr davon aus, dass der Arbeitsmarkt noch viel mehr Anforderungen an einen Einzelnen stellen wird, sobald bekannt wird, dass das Berufsbild noch umfassender wird.
    Furchtbar! >>>> Arbeitslosigkeit, weil keiner das erfüllen kann. Zwar hat man mal davon gehört, aber in der Kürze der Zeit weiß doch im Endeffekt keiner damit was anzufangen. Enorm grotesk.
    Fazit: Sicherlich beeinflusst das Berufsbild – schon alleine die Bezeichnung – die Stellenangebote. Es ist ja so, dass Leute eingestellt werden nach Ihren Berufsbildern und den darin enthaltenen Qualifikationsprofilen.


    Ich bin vielmehr der Meinung, dass man weniger in die Ausbildung packen sollte und veraltete Inhalte gänzlich streicht und durch relevante neue/aktuelle ersetzt.
    Diese Inhalte sollten dann doch die Möglichkeit zu einer tatsächlichen Spezialisierung geben. Der aktuelle Rahmenplan sieht von so ziemlich allem ein bisschen was vor,
    das nahezu ja keiner Erfüllen kann. Die wenigsten suchen ja ein bisschen was von allem, sondern fordern, dass man alles beherrscht. Also wie soll das möglich sein in drei Jahren?
    Meine Kollegen aus der Web-Fachrichtung können Dinge die ich nicht kann und umgekehrt. Gesucht werden aber Leute die beides gleich gut können. So eine Ausbildung gibt es
    aber ja faktisch nicht. Also sagte ich ja bereits, entweder richtig oder gar nicht. Momentan ist es mehr so eine halbe Sache. Und selbst wenn das Berufsbild breiter angelegt werden würde …
    es ist immer noch eine Berufsausbildung und kein Studium. Ich denke der Anspruch sollte nicht ins Unermessliche steigen.

    Und: Wenn man also nun den Ausbildungsplan erweitert, hat das erstmal keinerlei Auswirkungen auf die Inhalte die in der betrieblichen Ausbildung vermittelt werden können!

    Zum Punkt Prüfungsauswertung:
    Hier habe ich ja bereits gesagt, dass ich eine Nachkorrektur schon zugunsten derer, die eine gute Note erhalten haben, nicht wünschen würde. Es ist ja nicht mein Ziel jemandem zu schaden,
    sondern die Situation zu verbessern. Ich gehe nicht über Leichen.
    Noch ein kleiner Zusatz: Fast die Hälfte in meiner Klasse hat von der Stadt eine Urkunde für besonders herausragende schulische Leistungen (erhält man bei einem schulischen Notendurchschnitt 1-1,5) erhalten.
    Und die wenigsten von denen haben einen besseren Schnitt als eine drei in der Praktischen Prüfung.

    Edit. Die meisten davon sind mittlerweile arbeitslos oder studieren etwas anderes. >> Berufsausbildung überflüssig, denn Abitur war vorher schon vorhanden!!!!!!!!!

    So leid es mir tut das zu sagen: Peinlich. Und das steht geschrieben und braucht nicht angezweifelt zu werden. Die Diskrepanz zwischen den Anforderungsprofilen der Schule und der IHK / ZFA/ Prüfung zur Praxis/Arbeitsmarkt/Betrieben ist offensichtlich.
    Und für letzteres habe ich auch eine gute Erklärung: Die wenigsten Ausbildungsbetriebe können/wollen den Anforderungen Stand halten. Und kontrolliert wird scheinbar bis offensichtlich keiner dieser Betriebe.


    Und um es nochmal deutlich zu sagen: Sollen alle glücklich sein mit dem was sie haben. Es geht mir nicht darum, Leistungen zu degradieren, sondern darum Dinge zu verbessern.

    Grüße
    Geändert von serpentine (05.03.2010 um 22:53 Uhr)

  4. #4
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    "Re: Mediengestalterkrise/Wo sind die Jobs?, Posted 13.06.2002, 09:14 #23
    Also, ihr fragt euch wo die Jobs hin sind !?
    Meiner Meinung war die Umstrukturierung der Medienberufe zu einem Berufszweig grundfalsch ! Warum fragt ihr euch !?
    Nur weil die Berufe jetzt die Bezeichnung MedienGESTALTER haben , nur deswegen gibt es keine Jobs mehr !
    Früher als es noch den Reprohersteller, Schriftsetzter, oder noch weiter zurück den Druckvorlagenhersteller, Druckformhersteller gab, gabs auch noch Jobs !
    Die Branche ist total überlaufen, alle denken sie könnten den super gestalterischen Job ausführen!
    das ist aber zumindest in den Reprobetrieben und den Druckereien ein Trugbild ! Da ist eigentlich das alte Berufsbild des Reproherstellers noch immer gefragt ! Und wenn ich mir die Bewerbungsgespräche , die ich letzter Zeit geführt habe, durch den Kopf gehen lasse . dann ist es für mich schwer einen Bewerber rauszupicken der nicht superkreativ sein wollte !
    OK, ich kriege unwahrscheinlich viele Bewerbungen, aber:
    Die Leute die nen guten Abschluss haben, die wollen halt kreativ tätig sein, ist ja auch verständlich !
    Der Mediengestalter ist kein Spezialist mehr!
    Manchmal hab ich das Gefühl das der MG alles ein bischen kann, aber nicht richtig gut! Das Spektrum ist einfach zu groß, die Azubis müssen zuviel lernen ! Demensprechend sind die Schulen und die Betriebe nicht in der Lage jedes Thema vernünftig zu vermittel ! Die meisten Themen werden nur angerissen !
    Fakt ist , das die Repro schwer unter diesen Wissensschwund sehr leidet ! Die Reprobetriebe intressiert nicht ob ein Bewerber gut ein Plakat gestalten kann ! Wenn er das kann ist es gut, wenn aber an der Druckmachine nur Dreck rauskommt bringt das garnichts ! Das technische Know-How fehlt denen einfach !
    Und in den Werbeagenturen saßen meistens schon immer Leute die von der Repro keine Ahnung hatten ! Und dieser trend nimmt jetzt auch noch durch den MG immer mehr zu !!!
    Zur Übernahme der AZUBIS kann ich nur eines sagen:
    Ein Betrieb der nicht für sich selber ausbildet, braucht in meinen Augen nur eine billige Arbeitskraft !
    Die Idee mit dem MG war nicht schlecht, ist aber meines erachtens von Leuten entworfen worden, die nichts von der Praxis kennen ! Naja , ich glaube aber das sich das wieder einpendellt ! "

    Dieser Beitrag wurde im Jahre 2002 geschrieben.

    Es ist mittlerweile 2010 und hier sind immer noch Leute der Ansicht, dass man mehr in das Berufsbild packen sollte.

    Ohne Worte.
    Geändert von serpentine (11.02.2010 um 16:05 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    "Re: Mediengestalterkrise/Wo sind die Jobs?, Posted 13.06.2002, 09:14 #23

    Dieser Beitrag wurde im Jahre 2002 geschrieben.

    Ohne Worte.
    Wahnsinn! Und kann heute im Jahr 2010 noch genauso eins zu eins übernommen werden. Dann wissen wir ja, was uns die nächsten 8 Jahre erwartet - NICHTS
    Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelheinzchen stieß...

  6. #6
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    Zitat Zitat von Vrön Beitrag anzeigen
    Wahnsinn! Und kann heute im Jahr 2010 noch genauso eins zu eins übernommen werden. Dann wissen wir ja, was uns die nächsten 8 Jahre erwartet - NICHTS
    Ich habe diesen wunderbaren Text gefunden, der hier auch noch einmal hervorragend dazu passt.
    http://gedankenzoo.serotonic.de/423-...n-Resueme.html

    Auch wiederum aus dem Jahre 2002 und auch dieser zeigt, dass sich trotz Neuordnung des Berufsbildes nichs geändert hat.
    Und so lange es Leute gibt, die das Berufsbild noch breiter anlegen wollen, wird sich nichts ändern.

    Ich will es mal so sagen, wenn ich mir einen Handwerker ins Haus hole, dann muss ich ja wählen zwischen Sanitär, Holz, Dach etc.
    Beim Mediengestatler hingegen kann man ja jeden nehmen, da kann ja jeder allles ---> ist ja nicht so... aber so sieht es die Industrie...
    Stellenanzeigen suchen ja auch keinen Mediengestalter mit Digital und Printmedien Fachrichtung Gestaltung und Technik... habe ich im letzen halben Jahr Recherche noch nicht ein einziges mal gelesen....
    die suchen alle nur Mediengestalter Digi oder Print meistens aber nur Mediengestalter... also einfach alles ... absolut besch.. sorry..


    Ok nochmal anders. Maurer heißen jetzt Steinversetzungstechniker. Ist das jetzt besser?
    Das Arbeitsamt heißt jetzt Arbeitsagentur... Auch egal. Es ist das gleiche Amt. Gekostet hat es Millionen --> was es gebracht hat weiß ich nicht.

    Aber der Mediengestlater heißt nicht nur anders, da wird auch alles umgekrempelt - aber deshalb krempelt doch kein einziger Betrieb alles um.. alle arbeiten doch genauso weiter wie bisher.
    Es ist doch vollkommener Schwachsinn zu glauben, dass jetzt ein Mediengesalter mehr im Betrieb lernt als früher... also kann er doch auch nicht mehr...
    Im Gegenteil jetzt werden doch noch mehr Betriebe zur Ausbildung zugelassen, die gar nicht standhalten könnten mit den alten Voraussetzungen... etc.


    WER UM ALLES IN DER WELT DENKT SICH SO EINEN SCHWACHSINN AUS???

    Ich kenne keinen Betrieb der das abdecken kann. Und ich spreche jetzt von namhaften Agenturen und nicht nur von kleinen etc.
    Geändert von serpentine (05.03.2010 um 00:35 Uhr)

  7. #7
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    Ich kenne auch keinen Mediengestalter, der alles abdecken kann, was er können sollte

    Wieso muss auch ein Mensch das alles können, was früher mehrere gemacht haben? Ist das sinnvoll?
    Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelheinzchen stieß...

  8. #8
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    Zitat Zitat von Vrön Beitrag anzeigen
    Ich kenne auch keinen Mediengestalter, der alles abdecken kann, was er können sollte

    Wieso muss auch ein Mensch das alles können, was früher mehrere gemacht haben? Ist das sinnvoll?

    Nein es ist arbeitsplatzvernichtend!


    Und jeder der so etwas unterstüzt sollte sich schämen und freiwillig zurücktreten!

    So und nicht anders.

    Was nützen einen haufen Ausbildungsstellen, wenn keiner danach Arbeit findet?
    Nichts.

    So schieben sie alle die Probleme von sich weg und überlassen den Trümmerhaufen jemandem anders.

    Die IHK wird ja soweit ich informiert bin finanziert durch die Betriebe.
    Den Betrieben kommen billige Arbeitskräfte ja nur gelegen... gerade jetzt in der "Krise" und schlussendlich
    wird sich da nichts ändern. Es werden ja die wenigsten übernommen, also ist ein Azubi nur eine billige Arbeitskraft...

    Wie soll man das ändern?
    Vielleicht sollte man eine Übernahmeverpflichtung einführen. Für einen bestimmten Zeitraum und nur kündbar in Ausnahmefällen.





    Ich vergieß nochmal eine Träne und belasse es jetzt auch dabei.
    Geändert von serpentine (05.03.2010 um 23:28 Uhr)

  9. #9
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    Hallo,

    zum einen ist es ja nicht so, dass grundsätzlich jeder Betrieb schlecht ausbildet und Azubis nur als billige Arbeitskräfte nutzt. Zum anderen setzen Betriebe bei Stellenausschreibungen generell die Anforderungen hoch an, auch wenn sie wissen, dass es unmöglich ist, alles perfekt zu können.
    Das Berufsfeld ist nun mal sehr umfangreich, und es reicht meiner Meinung nach nicht, sich nur auf Betrieb und Berufsschule zu verlassen, es ist auch viel Eigeninitiative gefragt.
    Was die IHK-Finanzierung angeht: es besteht für gewerbliche Betriebe eine PFLICHTmitgliedschaft in der IHK, das machen die also nicht aus Spaß an der Freude.

    Viele Grüße
    Tanja

  10. #10
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    Zitat Zitat von Tanja Huckenbeck Beitrag anzeigen
    Hallo,

    zum einen ist es ja nicht so, dass grundsätzlich jeder Betrieb schlecht ausbildet und Azubis nur als billige Arbeitskräfte nutzt.
    Tanja
    Grundsätzlich nicht... im Sinne von vorsetzlich.
    Prinzipiell aber wahrscheinlich zu 80 %.

    Und das alleine aufgrund der Tatsache, dass den neuen Ausbildungs-/ Rahmenplan von heute auf morgen keiner umsetzen kann. Da müssten die Ausbilder eben auch Fortbildungen machen, aber das Gegenteil ist ja der Fall es werden immer mehr Betriebe zugelassen, die gar keinen Ausbilderschein vorweisen können, aus Mangel an Ausbildungsplätzen.

    >> Die Ausbildung wird schlechter - nicht besser.
    Zitat Zitat von Tanja Huckenbeck Beitrag anzeigen
    ...

    es ist auch viel Eigeninitiative gefragt.
    Tanja
    Das ist absolut Richtig, anders könnte man nicht mal die Prüfung bestehen.
    Auch denke ich dass man sein ganzes Berufsleben niemals aufhören wird zu lernen.

    Im Zusammenhang mit der Ausbildung sollte die Eigeninitiative halt nicht überwiegen. Es ist aber oft so der Fall, wie ich auch oft gehört habe in meiner Schulklasse.
    Es wird sich nahezu nirgends Zeit genommen für den Azubi um Inhalte zu erläutern/erklären oder zu lehren... wenn dann der Betrieb diese Inhalte noch nicht einmal abdeckt...
    das ist ja sehr oft so, weil es so viele sind,... dann muss man sich zwangsläufig das alles selbst aneignen.

    Neulich wurde mir aber z.B. gesagt, das sei alles zu frei was ich da in Eigeninitiative gemacht habe.
    Also was nutzt es? Ohne Anleitung ist man im Allgemeinen eher aufgeschmissen.

    Anders gesagt, der Mediengestalter ist nicht der studierte Kommunikationsdesigner... seine Freiheiten sind sehr beschränkt.
    Es wird von der Industrie erwartet, dass er funktioniert, wegschafft, abarbeitet.
    Der kleinste Prozentsatz ist mit Konzept und Visualisierung beschäftigt, und gleichzeitig dem Kommunikationsdesigner weit untergestellt - auch geldtechnisch.


    Die AP 2009 forderte z.B. von der Fachrichtung Gestaltung und Technik eine Konzeption. Worin liegt da der Sinn? Wozu brauche ich denn dann die Richtung Konzept! und Visualisierung,
    wenn dann der andere Ausbildungszweig das ableisten soll, was eigentlich nicht zu seinem Tätigkeitsbereich gehört. Gehört doch vielmehr zu diesem Tätigkeitsbereich, dass man die Umsetzung vornimmt und nicht das Konzept. usw usw.

    Ich verstehe obwohl ich diese Ausbildung nach neuester Verordnung gemacht habe, immer noch nicht wie das angedacht ist.
    Es ergibt da eigentlich nichts so recht einen Sinn.
    Geändert von serpentine (09.03.2010 um 20:23 Uhr)

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