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Mit »Experimentelle Typografie« hat der Stiebner Verlag erneut ein Buch, das zu vor in Englisch erschienen ist, für das deutschsprachige Typo-Publikum herausgebracht.
Das Buch ist eine wunderbare Zusammenstellung verschiedenster experimenteller bzw. freier typografischer Anwendungen.
Die Einführung zeigt die Entwicklung angefangen von Typo-Experimenten des italienischen Futurismus, über Dada und MERZ bis in die Neuzeit. Aber auch Typografen, die sonst eher eine klassische Lesetext-Typografie verfolgten, wie Stanley Morrison - Entwerfer der Times New Roman - unterstützten typografische Experimente:
»Experimente sind immer wünschenswert, und es ist schade, dass solche Laborstücke so selten und meist auch so wenig mutig sind.«
In den folgenden 5 Kapiteln werden verschiedene Richtungen und ihre typografischen Vertreter/innen vorgestellt.
Mit von der Partie sind so bekannte Namen wie David Carson, Jonathan Barnbrook, Sibylle Hagmann, Rian Hughes, Peter Bilak, Elliot Peter Earls, Pablo A. Medina.
Die Arbeiten wurden nach den Kapiteln:
- Das Medium ist die Message
- Bedeutung darstellen und Räume definieren
- Typo-Anarchie und Do-it-Yourself-Design
- Visuelle Poesie
- Kleiner Bildschirm (Großes Bild)
gegliedert.
Dabei sind Arbeiten, die aus handschriftlichen Übungen Entstanden, aus absoluter Reduktion und Abstraktion, Buchstaben aus Gegenständen, Typo als Texturen, bearbeitete Typen und durch Verwendung von Buchstaben aus den Bereichen des Alltags wie handgeschriebenen Verkaufschildern.
Zu allen Arbeiten gibt es relativ viele Informationen über Entstehung, Intention und über die Designer/innen selbst. Auf 220 Seiten eine abwechslungsreiche Mischung von Typo-Experimenten.
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