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Die digitale Dunkelkammer beschreibt die Arbeit in der Dunkelkammer, deren Ergebnis immer ein Bild auf Fotopapier war und ist – so sehen es auch die Autoren im Untertitel: Vom Kamera-File zum perfektem Print. Leider endet die sehr hohe Qualität des Buches in den ersten Kapiteln mit der sehr niedrigen Qualität der Beschreibung der Ausgabe eines Bildes.
Die Kapitel eins bin neun dokumentieren sehr ausführlich alle Arbeiten, die in der digitale Fotografie zur hochwertigen Bildwiedergabe erforderlich sind.
Die Einleitung weist direkt den Weg: es wird nicht drum-herum gesprochen, hier wird bereits kompaktes Wissen vermittelt, was den Anfänger erst einmal erschrecken wird.
Den digitalen Workflow entlang wird nun Kapitel für Kapitel die digitale Fotografie von Kamera Einstellung zur Bildnachbearbeitung ausführlichst beleuchtet.
Professionelle Ansprüche an Dateiformate und Bildbearbeitung werden hier groß geschrieben; Werkzeuge zur Datenkonvertierung aller Preisklassen, sowie das „Dunkelkammer-Werkzeug Photoshop“ werden eingehend vorgestellt.
Die digitalen Dunkelkammerarbeiten wie z.B. Farbkorrekturen, Schärfen, Reparieren, Kontrast, Weißabgleich oder Perspektivenkorrektur werden durch viele Abbildungen und Beispiele hervorragend und anschaulich geschildert. Praxisnähe wird durch die Dokumentation der Tastaturkürzel bei jedem Arbeitsschritt demonstriert.
Im Kapitel 11 wird die Datensicherung und Bildarchivierung als letzter Arbeitsschritt im Dunkelkammer Workflow besprochen.
Die Autoren geben in dem Buch vorbehaltlos ihre großen Erfahrungsschatz mit der digitalen Photografie und Bildbearbeitung wieder.
Leider wird, wie in vielen Büchern, die sich diesem Thema widmen, das Kapitel Drucken sehr knapp gehalten; als gehöre die Ausgabe auf „Papier“ nicht wirklich zum Workflow.
So ist in diesem Buch das Kapitel Druck eher für den Laien verfasst, denn für einen Profi. Es werden einigen Grundlagen, wie z.B. der Zusammenhang zwischen Auflösung und Größe des reproduzierten Bildes, beschrieben. Jedoch wird nicht einmal der Unterschied zwischen AM (amplitudenmoduliertem Raster) und FM (frequenzmoduliertem Raster) bemerkt geschweige denn beschrieben, der klar in den Abbildungen auf Seite 252 erkennbar ist. Diese beiden Verfahren der Wiedergabe sind gerade im Fotobereich von entscheidender Bedeutung.
Betrachtet man das Buch als Satzwerk muss angemerkt werden, dass das Grundlinienraster fehlt und das Inhaltverzeichnis sehr unübersichtlich gestaltet wurde.
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