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Das Buch »Wirklich gute Logos erklärt« geht einen angenehm anderen Weg, um sich dem Thema Logodesign zu nähern. Weder reines Bilderbuch noch trockenes Fachbuch. Hier bewerten vier namhafte Designer – Margo Chase, Rian Hughes, Ron Miriello und Alex W. White - 500 Logos. Das heißt sie kommentieren Logos, beschreiben,was sie gut finden und was schlecht und vor allem begründen sie es. Positiv fällt mir dabei auf, dass es sich um »Alltagslogos« handelt, also nicht nur Logos, die für Kleinstzielgruppen im Kultursektor entstanden sind. Die Vier beschäftigen sich also mit Logo-Projekten, wie sie hauptsächlich den Agentur-Alltag prägen.
Die Einführung besteht aus Statements der vier Designer zum Logodesign. Dabei antworten sie zum Beispiel auf Fragen wie »Ein gelungenes Logo erkennt man daran, dass …«. Zudem gibt jeder eine individuelle Sicht auf die »Zehn Fehler beim Logodesign«.
Bei Rian Hughes heißen die 10 Punkte:
»1. Der Designer hatte keine Idee.
2. Der Designer hatte eine Idee, aber sie war ein wenig klischeehaft.
3. Der Designer hatte eine Idee, aber sie war nicht angemessen.
4. Der Designer hatte eine langweilige Idee und versucht, sie herauszuputzen, damit sie beeindruckender aussieht.
5. Der Kunde hat die Idee des Designers nicht verstanden.
6. Das Design war konzeptuell oder technisch inkonsistent.
7. Der Designer hat dem Kunden zu viele Vorgaben erlaubt.
8. Das Design sah aus wie eines, das es bereits gab.
9. Das Design war nicht wandlungsfähig. Daher meinte der Kunde es selbst ›anpassen‹ zu müssen.
10. Der Designer hat vergessen, die Rechnung zu stellen.«
Auch das Zitat vom Autor des kleinen Prinzen, Antoine de Saint-Exupéry, ist hier erwähnenswert:
»Ein Designer weiß: Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.«
Die vorgestellten Logo sind in vier große Kategorien aufgeteilt. Und hervorhebenswert finde ich die Informationen zu den Logos. Nicht selbstverständlich ist es für Bücher über Logo-Design, dass nicht nur Designbüros, sondern auch Kunden und Branche angegeben werden. Zwei kleinere Bonuskapitel zeigen »Nicht so gute Logos«, sowie die Lieblingslogos der Autoren.
Das gesamte Buchkonzept ist eine runde Sache. |