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Dieses Buch ist die Neuauflage des Buches »Adobe CS4 – Die Workshops für Einsteiger (ISBN 9783836212526). Abgesehen von den vorgestellten Neuerungen, die sich mit einer neuen Programmversion nun einmal ergeben, hat sich das Buch nicht zum Positiven verändert, was mich gerade bei Galileo enttäuscht.
Frau Forst weiß immer noch nicht, was Leporello und Wickelfalz unterscheidet, die Gestaltungsbeispiele sind immer noch fast durchweg hässlich und technisch anspruchslos.
Eine »Wolke« aus übereinandergelegten Ellipsen, platziert auf einem Foto mit blauem Himmel, ist kennzeichnend für das gestalterische Niveau.
Die angeblich perfekte Datei in Photoshop, die aus dem CS4-Buch mit dem mangelhaften Ergebnis, gibt es übrigens auch immer noch.
Ein Blick in die mitgelieferten Dateien bringt wenig Überraschung: Farben wie »Auszeichnungsfarbe 2« und »Neues Farbfeld 1« werden verwendet, Tabulatoren sind ungenau etc.
Teilweise zeigt Frau Forst ohne weitere Erläuterung Dinge wie z.B. den Seitenformatwechsel innerhalb eines Dokuments. Warum bei einem »Dreiseiter« die dritte Seite plötzlich schmaler ist als die beiden vorhergehenden, sagt sie nicht. Auch wenn ich vermute, dass sie eine Klappseite anlegen möchte: so kann man kein Wissen vermitteln. Darüber hinaus ist das auch schlechter technischer Stil.
Der Sprachstil macht mir auch zu schaffen – Leute, die mit einem Buch ein Programm lernen wollen, sind nicht grundverzweifelt, und Frau Forst scheint Wissensvermittlung mit Beglucken zu verwechseln.
»Kennen Sie das auch? Sie drucken morgens und nachmittags das gleiche Dokument, und es sieht anders aus, ohne dass Sie etwas verändert haben. Das liegt daran, wie viele Daten Ihr Drucker gerade verarbeiten kann.« Nein, das kenne ich überhaupt nicht, und die Erklärung ist zudem noch völlig falsch. Frau Forst will darauf hinaus, dass man festlegen kann, wie viele Bilddaten gedruckt werden – aber das stelle ich im Druckmenü ein, das hat weder mit dem Verarbeitenkönnen des Druckers noch mit der Tageszeit auch nur das Geringste zu tun.
Schön ist auch das Einfärben eines Schmetterlings (bei dem man deutlich erkennen kann, wie unglaublich unsauber die Pfade gezeichnet wurden) mit der Begründung:
»In diesem Workshop möchte ich Ihnen eine Funktion vorstellen, die Sie zumindest bei einfarbigen Logos immer einsetzen sollten. Mit ihrer Hilfe ersparen Sie sich bei der Arbeit mit einem Kundenlogo die vielen Farbvarianten auf Ihrem Rechner. Sprich: Sie halten nur noch das schwarze Logo auf Ihrem Rechner vor und erledigen alles andere in InDesign.«
Frau Forst hat von Workflow und qualitätsbewusstem Arbeiten so wenig verstanden, dass mir wirklich die Haare zu Berge stehen!
So ein unsolides Halbwissen und eine Anhäufung von Fehlern ziehen sich durch das ganze Buch, für das man besser kein Geld ausgibt. |