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China ist fremd, China ist exotisch - und in einer globalisierten Welt gar nicht so weit weg. Nicht nur dass chinesische Schriftzeichen auf europäische T-Shirts gedruckt oder in Reiskörner geritzt werden, auch im Alltag hat man es immer öfter nicht nur mit lateinischen Zeichen zu tun. Vor allem bei international agierenden Unternehmen kommt es immer häufiger vor, dass sie auch Broschüren und Werbung auf Chinesisch benötigen oder, wenn noch nicht geschehen, ein ganzes Corporates Design typografisch internationalisiert werden muss.
Susanne Zippel spannt in ihrem Buch »Fachchinesisch« den ganz großen Bogen über das Thema: von der »Aufgliederung« Chinas in die unterschiedlichen Nationalitäten, die dort leben (nach offiziellen Angaben immerhin 55) über die Schriftgeschichte, Transliteration westlicher Namen ins Chinesische, kulturelle Hintergründe und schließlich multilinguale Typografie.
Wow! Das ist viel mehr als ein reines Typobuch!
Hier trifft man auf geballtes, detailliertes Wissen, in dem man auch gerne nicht-linear lesen kann und will. Alles auf einmal geht ohnehin nicht!
Das ist ein sowohl optisch als auch inhaltlich wunderbares Buch, das man sich zum Geburtstag wünschen kann – weil Weihnachten noch so weit weg ist.
(Ganz süß und sehr gelungen fand ich übrigens auf dem Titel das Schmidt-Aldusblatt im chinesisch-kalligrafischem Stil.) |