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»Anleitung zum Ausbrechen« erscheint vom Titel zunächst wie eine Fortsetzung von Kribbeln im Kopf. Der Untertitel »Art Helps! Kreativtraining mit Favelakindern« klärt dann aber auf dass dies nicht ganz zutrifft. Thomas Lupo hat auf seiner Hochzeitsreise in Brasilien die dortigen Elendsviertel, Favela genannt, kennen gelernt. Für das Projekt lebte er fünf Monate in Morro do Papagaio, wo er mit einfachsten Mitteln ein Kreativtrainingscamp für Kinder initiiert. Kinder, die ihre Väter nicht kennen. Die Arbeiten, die mit Pappkartons und Streichholzschachteln, Stoffresten und Kleister dort entstehen, dokumentiert er in seiner Bachelorarbeit, die nun als Buch im Verlag Hermann Schmidt.
Die Erfahrungen am Stadtrand von Belo Horizonte haben Lupos Blick auf die Welt verändert. Solche Erfahrungen können den Horizont von Kreativen in der sogenannten »ersten Welt« erweitern und von daher ist der vergleich mit Kribbeln im Kopf gar nicht so weit hergeholt. Lässt man sich auf die Einfachheit und die Konzentration auf die Idee ein, kann man hier viele Anregungen finden. Aber trotz allem als klassisches Lehrbuch für die Ausbildung zum Mediengestalter nur wenig geeignet. |