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Als Fine Art Fotografie bezeichnet man im allgemeinen hochwertige Fotografie mit künstlerischem Anspruch, in Abgrenzung zur kommerziellen (und dabei nicht weniger hochwertigen) Auftragsfotografie.
Diesem hohen Anspruch wird das Buch leider nicht gerecht. Von einem »langjährigen Fotografen« erwarte ich, dass er genügend eigenes, gutes Material hat, um damit ein Buch zu füllen. Der Autor bemüht aber großteils andere (wirklich gute) Fotografen, stellt sie vor und interviewt sie.
Die eigenen Bilder dagegen sind von schwankender Qualität und Ästhetik, und irgendwelche halb-bekleideten Lederdamen, die sich an den Kopf greifen, sind noch lange nicht Fine Art oder künstlerische Akt- oder Erotikfotografie (was im übrigen auch nicht das Thema des Buches ist).
Dazu kommt noch ein permanent überheblicher, arroganter Tonfall, was im Hinblick darauf, dass der Autor »ausgebildeter Psychologe« ist, eine ganz eigene Ironie mit sich bringt.
Das Buchlayout schließlich mit viel zu eng gesetzter Helvetica verleidet einem auch noch den Rest am Lesen.
Fazu: aus der Reihe »Bücher, die die Welt nicht braucht«.
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