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Keine Angst vor Mathe! Der Autor Georges Ifrah ist zwar Mathematiker, bringt dem Leser aber auf sprachlich völlig harmlosem Niveau, trotzdem wissenschaftlich und dazu noch sehr spannend die Geschichte des Zählens und der Zahlen näher.
Angefangen von der recht erstaunlichen Feststellung, dass Menschen eine Anzahl über sechs Stück meist nicht mehr auf einen Blick erfassen können (und deswegen zählen müssen), stellt der Autor verschiedene Zahlsysteme und Einheiten vor – auch das aus der Schule bekannte Dezimal- und Binärsystem –, erläutert die Bedeutung der Null und den Vorteil eines Stellenwertsystems (Einer, Zehner, Hunderter, ...) gegenüber z.B. dem Rechnen mit römischen Ziffern.
Das alles wird mit der Geschichte verschiedener Kulturen von den Sumerern über die Chinesen bis zu den Maya verbunden, und man lernt unter anderem, warum es »dreizehn« heißt, aber nicht »einzehn« und »zweizehn« statt elf und zwölf, oder wie man an zwei Händen bis 72 zählen kann.
Nicht besonders praxistauglich im Mediendesigner-Alltag, zugegeben, aber ein großes Kapitel nimmt die Geschichte »unserer« arabischen Ziffern und ihrem Weg von Indien nach Europa ein. Dabei tauchen auch Personen wie Herr Fibonacci auf, die schon wieder mehr mit unserem täglichen Leben und der täglichen Arbeit zu tun haben – und die Ziffern sowieso.
Als Hintergrundwissen, warum wir nur zehn Ziffern haben und so nummerieren und rechnen, wie wir es heute tun, sehr geeignet. Und für alle, die sich ein bisschen über den »Ausbildungstellerrand« hinaus für Zahlen und/oder Kulturgeschichte interessieren, überaus zu empfehlen – auch, weil es derzeit bei Zweitausendeins im Sonderangebot ist. |