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Ein Buch über Typografie – aber ganz anders als die anderen.
Hier geht es nur indirekt um Schriftwahl, Zeilenabstand, Raumlaufteilung etc., denn als Begleitbuch zur Ausstellung »Texte zur Typografie« im Mainzer Gutenbergmuseum versammelt dieses Buch Positionen und Aussagen herausragender Gestalter und Typografen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts über Typografie.
Diese Zitate sind zum großen Teil Büchern und anderen Publikationen entnommen, so dass sie nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch einen Überblick geben über die wichtigsten Design- und Typografietrends sowie die gesellschaftlichen und politischen Streitfragen, die damit einhergingen.
Von Otto Eckmann über Herbert Bayer bis Gerard Unger kann man hier im Originalton und -satz Positionen und Diskussionen nachverfolgen: ob die Fraktur wegen ihrer Unlesbarkeit die Augen schädigt, ob man nicht eine den Sprachlauten folgende Rechtschreibung einführen sollte, wie es Kinder verwirrt, wenn die im Grunde gleiche Form (d, b, q, p) etwas ganz anderes bedeutet und dass es »die Typografie« nicht gibt.
Damit man nicht den Überblick verliert, ist das Buch nicht nuur chronologisch aufgebaut, sondern enthält im Kapitel A auch einen historischen Abriss der Design- und Typografiegeschichte.
Mich irritiert beim Lesen, dass die wichtigsten Passagen recht deutlich gelb »gemarkert« hervorgehoben sind und somit vom restlichen Text stark ablenken.
Aber ansonsten: ganz hervorragend, zumal für diesen Preis.
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