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Das Buch »Visualisierte Kommunikation« macht den großen thematischen Bogen von Wahrnehmungs- und Gestaltgesetzen, Grundlagen der Gestaltung, Typografie, Layout über Corporate Design bis zur Medienproduktion. Dass dabei auf gerade mal 240 Seiten die Tiefe der Themen etwas kurzkommt liegt in der Natur der Sache.
Vieles wirkt für mich unrund und die Beispielabbildungen sind nicht unbedingt State-of-the-Art. Die Erläuterungen zu Schriftwirkung/Schriftmischung sind von Plattitüden und Absurditäten geprägt. So ist angeblich eine englische Schreibschrift ebenso romantisch wie eine Jugenstilschrift und eine Barock-Antiqua. Eine 70er Jahre anmutende Science-Fiction-Schrift soll Modernität ausstrahlen. Vor 40 Jahren vielleicht, aber heute? Oder eine Seite weiter wird als Anregung für »Computer und Technik« eine Umsetzung gewählt, die an computerlesbare Schriften von Ende der 50er Jahre erinnert.
Aufgaben und Übungen ergänzen jedes Kapitel, aber auch hier fehlt wieder der letzte Schliff, dass die Aufgaben richtig hilfreich wären oder gar Prüfungsvorbereitend. So kommt es u.a. zu unnötigen Wiederholungen in den Fragestellungen:
»Frage 5e): Erläutern sie den Begriff Komplementärfarbe.
Frage 6d) Erklären Sie, was man unter einem Komplementärkontrast versteht.«
Der azubifreundliche Preis macht zwar einiges wett, trotzdem kann mich das Buch nicht als Ganzes überzeugen. |