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Symmetrie oder Asymmetrie? Schmuckelemente oder keine? Grotesk oder Antiqua? Tradition oder Moderne?
Das waren, oberflächliche betrachtet, die Streitpunkte zwischen den beiden Gestaltern Max Bill und Jan Tschichold bei ihrer Auseinandersetzung 1946.
Doch eigentlich ging es um viel mehr: um die Verantwortung des Gestalters im Hinblick auf Politik und Gesellschaft. Will man sie weiterentwickeln oder sich ihr anpassen, Trends setzen oder dem vorherrschenden Geschmack folgen?
Gerade ein Jahr nach dem Ende des zweiten Weltkriegs waren diese Fragen besonders aktuell.
Hans Rudolf Bosshard dokumentiert in »Der Typografiestreit der Moderne« die beiden Positionen anhand von Originaltexten und versieht sie mit einer erläuternden Einleitung sowie Fußnoten bei Stellen oder Anspielungen, die heute nicht mehr ohne weiteres verstanden werden.
Viele Abbildungen helfen zusätzlich beim Verständnis.
Ein interessantes Buch zu einem nach wie vor wichtigen Grundthema – allerdings sollte man, trotz der Einleitung, solide typografische und zeitgeschichtliche Grundkenntnisse haben. |