|
Wenn eine Infografik zeigen sollte, wo Gestaltungsqualität zu Hause ist – die Schweiz würde deutlich größer dargestellt als mit ihren 41.285 km² auf der Europakarte …
Weil in kaum einem anderen Land die „Alltagsgestaltung“ so hoch qualitativ ist, legt auch der Wettbewerb um die schönsten Schweizer Bücher die Latte hoch - er sucht weniger nach dem richtig guten Gebrauchsbuch (wie hier in Deutschland), sondern vielmehr nach Innovation und Originalität, nach den Folgen von „pushing the limits“, nach dem Außergewöhnlichen in einem Land, in dem man Qualität gewohnt ist.
Deshalb lohnt sich der Blick über die Grenze und in den Katalog der 27 schönsten Schweizer Bücher! Weil nur schöne Bücher sich neben Kindle & Co ihren Platz in Herzen und Regalen sichern. Weil Vorbilder Richtung weisen. Und weil zwei der vergebenen Auszeichnungen ganz besondere Denkanstöße sind:
„Erstmals seit neun Jahren wurde wieder ein Kinderbuch ausgezeichnet.“ Was im Jurybericht erst mal lapidar klingt, sollte die Alarmglocken schrillen lassen. Wie wollen wir künftige Generationen ans Buch binden, wenn wir Kinderbücher nicht mit ganz besonderer Liebe zum Detail, mit ganz besonders guter Gestaltungs- und Herstellungsqualität ins Wettrennen mit Papas iPad und munteren Apps schicken?
„Der diesjährige Jan-Tschichold-Preis in Höhe von 15.000 Franken geht an Erich Keiser von der Druckerei Odermatt“ – auch dies ein Satz, den man fast überliest. Fast. Erstmals geht dieser wichtige Preis an einen Drucker. Einen heimischen Drucker, der der Billigkonkurrenz die Qualitätsstirn bietet und damit seinen Teil dazu beiträgt, Produktions-Know-How im Lande zu halten.
Mutig sind sie, die Schweizer. Und richtungweisend. Nicht nur – aber natürlich auch! – in gestalterischer Hinsicht! |