WEITERBILDUNG
Meister/Medienfachwirt
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Qualifizierungsoffensive
Industriemeister/Medienfachwirt
Industriemeister und Medienfachwirte sind in der mittleren Führungsebene von Medienunternehmen tätig. Sie sind qualifiziert, selbstständig planerische Aufgaben in der Druck- und Medienwirtschaft wahrzunehmen. Sie planen, steuern und kontrollieren Medienproduktionen auf der Basis technischer, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Zusammenhänge.
Facharbeiter, die sich weiterbilden wollen, können sich für drei klar abgegrenzte Weiterbildungsprofile entscheiden:
Industriemeister Printmedien,
Medienfachwirt Print und
Medienfachwirt Digital.
Weitere Infos finden Sie in der
kostenlosen Infoschrift: „Industriemeister/in Printmedien – Medienfachwirt/in Print – Medienfachwirt/in Digital“
(bvdm-Art.-Nr. 84030). In der Infoschrift werden die Kompetenzsprofile und die Prüfungsanforderungen dargestellt.
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Seit September 2009 gibt es eine neue Verordnung über die Prüfung zu den anerkannten Fortbildungsabschlüssen in der Medienwirtschaft (Medien-Fortbildungsverordnung), die die Prüfungen für Industriemeister der Fachrichtung Printmedien und Medienfachwirte der Fachrichtungen Print und Digital regelt. Die Weiterbildungsprofile sind inhaltlich aufeinander abgestimmt. Der überwiegende Teil der Prüfungsanforderungen ist identisch formuliert, da im mittleren Management das Planen, Steuern, Durchführen und Kontrollieren von Medienproduktionen auf Basis gleicher betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Zusammenhänge basiert.
Die wesentlichen Unterschiede ergeben sich im Bereich der technischen Kompetenzen. Die Prüfungsanforderungen für Industriemeister der Fachrichtung Printmedien und für Medienfachwirte der Fachrichtung Print sind im Bereich des Qualifikationsschwerpunktes „Printmedienproduktion“ identisch, unterscheiden sich aber in dem Vertiefungsschwerpunkt Produktionsprozesse, der sich für Industriemeister auf „Druck- und Druckweiterverarbeitungsprozesse“ und für Medienfachwirt auf „Druckvorstufenprozesse“ bezieht. Das weitere Fortbildungsprofil, das in der Verordnung integriert ist, der Medienfachwirt Digital, unterscheidet sich insbesondere in den Qualifikationsschwerpunkten „Digitalmedienproduktion“ und „Digitalmedienprozesse“.
Durch die Schwerpunktbildung in den Produktionsprozessen, ist der Industriemeister mehr geeignet für Facharbeiter aus dem Druck und der Druckweiterverarbeitung, der Medienfachwirt mehr für Mediengestalter, wobei hier noch die Wahl zwischen Druckvorstufen- und Digitalmedienprozessen besteht. Allerdings kann man als Facharbeiter, unabhängig vom Ausbildungsberuf, zwischen den drei Profilen entscheiden. Letztlich ist die Entscheidung davon abhängig, von welchem Profil man sich auf dem Arbeitsmarkt die größten Chancen verspricht. Die beteiligten Verbände haben die Profile auf die Anforderungen der technischen und kaufmännischen Führungsebene in Unternehmen der Medienindustrie abgestimmt. Sie empfehlen ihren Untenehmen sich mit der neuen Konzeption auseinander zu setzen.
Zulassungsvoraussetzungen:
Prüfungsteilnehmer, die eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Druck- und Medienwirtschaft abgelegt haben, müssen keine einjährige, einschlägige Berufspraxis mehr vorweisen. Allerdings ist zu beachten, dass in der Regel die handlungsspezifischen Qualifikationen erst ein Jahr nach den grundlegenden Qualifikationen abgelegt werden, so dass mindestens ein Berufsjahr zu unterstellen ist. Darüber hinaus ist noch geregelt, wie mit den sonstigen anerkannten Ausbildungsberufen in Verbindung mit der Berufspraxis zu verfahren ist.
Die Inhalte im Überblick:
Umfang der Prüfung:
Umfang der Prüfung:
Berufs- und arbeitspädagogische Qualifikationen,
Grundlegende Qualifikationen,
Handlungsspezifische Qualifikationen.
Berufs- und arbeitspädagogische Qualifikationen: Erstmals wird für alle Qualifikationsprofile der Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung (AEVO) einheitlich verbindlich festgeschrieben. Dieser Prüfungs- nachweis ist vor Beginn der letzten Prüfungsleistung in Form einer gesonderten Prüfung zu erbringen.
Die „Grundlegenden Qualifikationen“ umfassen die Prüfungsbereiche:
Rechtsbewusstes Handeln,
Betriebswirtschaftliches Handeln,
Anwenden von Methoden der Information, Kommunikation und Planung,
Zusammenarbeit im Betrieb.
Diese Prüfungsteile, die den bundeseinheitlich geregelten Anforderungen für fast alle Fortbildungsprofile der Wirtschaft entsprechen, sind unverändert geblieben und werden schriftlich geprüft.
Die „Handlungsspezifischen Qualifikationen“ gliedern sich in die Prüfungsbereiche:
Medienproduktion,
Führung und Organisation.
Aus den Erkenntnissen der zurückliegenden Jahre mit den Prüfungen und den Anforderungen der Industrie wurden die handlungsspezifischen Qualifikationen neu strukturiert und in ihren Inhalten aktualisiert.
Umfang der Prüfung:
Umfang der Prüfung:
Berufs- und arbeitspädagogische Qualifikationen,
Grundlegende Qualifikationen,
Handlungsspezifische Qualifikationen.
 
Der Handlungsbereich Medienproduktion gliedert sich nunmehr in folgende Qualifikationsschwerpunkte:
Produkte und Prozesse der Print- und Digitalmedienproduktion,
Printmedienproduktion oder Digitalmedienproduktion,
Druck- und Druckweiterverarbeitungsprozesse (Industriemeister) oder
Druckvorstufenprozesse (Medienfachwirt Print) oder
Digitalmedienprozesse (Medienfachwirt Digital),
Printmedienkalkulation oder Digitalmedienkalkulation und Produktionsplanungssysteme.
 
Im Handlungsbereich Führung und Organisation werden folgende Qualifikationsschwerpunkte geprüft:
Personalmanagement,
Marketing,
Kosten- und Leistungsmanagement,
Medienrechtliche Vorschriften.
Geprüft werden die Handlungsspezifischen Qualifikationen mit je einer schriftlichen Situationsaufgabe aus den Handlungsbereichen „Medienproduktion“ sowie „Führung und Organisation“.
Darüber hinaus ist eine Projektarbeit anzufertigen sowie eine Präsentation und ein Fachgespräch zum Thema zu führen. Der Projektarbeit kommt besondere Bedeutung zu, denn hier ist in Form einer praxisorientierten Gesamtplanung nachzuweisen, dass der Prüfungsteilnehmer als betriebliche Führungskraft komplexe, praxisorientierte Aufgaben und Problemstellungen erfassen, darstellen, beurteilen und lösen kann. Das Thema der Gesamtplanung wird vom Prüfungsausschuss gestellt. In der mündlichen Präsentation ist die Gesamtplanung darzustellen und in einem anschließenden Fachgespräch sind weiterführenden Fragestellungen dazu zu beantworten.
Bildungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die Prüfung führen die Druck- und Medienverbände in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern durch. Die Gesamtzeit der Weiterbildungsmaßnahme umfasst 840 Unterrichtseinheiten.
Die Verordnung ist erhältlich über www.wbv.de. Informationen zu Vorbereitungskursen erhalten Sie von den Bildungsexperten der Druck- und Medienverbände oder den Industrie- und Handelkammern.
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