| Papierlexikon |
 |
| Derzeit umfasst das Lexikon 909 Einträge |
|
|
A B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
#
|
|
|
Nächste
|
|
Abdrucktest
|
Testmethode der Fogra zur Bestimmung des Trockengrades einer Papier/Druckfarbe-Kombination. Dabei wird das Abdruckverhalten einer Druckprobe auf ein Konterpapier untersucht. Auf die Sandwichanordnung (Konterpapier oben) wirkt in einem modifizierten Computerplotter eine Kugelschreibermine eine bestimmte Zeit lang mit definierter Belastung und Fahrweise ein. Anschließend wird der Konterdruck mit einem Densitometer ausgemessen, wobei der Verlauf der „Abdruckdichte“ in Abhängigkeit von der Zeit für die Bewertung des Trocknungszustandes ausschlaggebend ist. |
|
Abfallholz
|
Holz das bei der Pflege und Durchforstung der Wälder als Bruch- oder Durchforstungsholz anfällt. Großer Abnehmer für diese untersten Holzqualitäten ist die Zellstoff- und Papierindustrie. Ohne diese wäre die deutsche Forstwirtschaft kaum in der Lage, den Wald zu erhalten und zu pflegen. |
|
Abfallpapier
|
Gebrauchte Papiere und Kartons, die nicht dem Recycling zugeführt werden können. Sie müssen als Abfall durch Verbrennung im Energie-Recycling, oder durch Deponierung oder Kompostierung entsorgt werden. |
|
Abgautschen
|
Begriff für das Abnehmen der feuchten Papierbahn am Ende des Langsiebes einer Papiermaschine mithilfe einer Abnahmewalze oder einer sogenannten Abgautschwalze, die auch als Siebsaugwalze bezeichnet wird. Sie hat die Aufgabe, die feuchte Papierbahn an den Abnahmefilz zu übergeben und sie an die Pressenpartie zu leiten. |
|
Abrieb von Papier
|
Prüfung des Abriebs zur Beurteilung des Widerstandes eines Papiers gegenüber mechanischen Einwirkungen. Prüfvorschrift mit dem Taber-Abriebtester nach DIN 53109. Dabei werden Reibräder verschiedener Körnung verwendet. Als Maß für den Abrieb dient die Abriebmasse, die durch das Schleifen der Proben mit den Schmirgelrädern entsteht. Bei Druckarbeiten geht es um die Scheuerfestigkeit der Druckfarbe bzw. des Bildes auf einem bestimmten Papier. |
|
Absolute Feuchtigkeit
|
Physikalisch bezeichnet man als absolute Feuchtigkeit das Gewicht des Wasserdampfes in einem m3 Luft (g/m3). Jeder Temperatur ist ein maximal möglicher Feuchtigkeitsgehalt zugeordnet, der dem des Sättigungszustandes entspricht. Die absolute Feuchtigkeit spielt auch bei der Papierherstellung eine wichtige Rolle. Dabei versteht man die Wassermenge in Gewichtsprozent, die im Papier vorhanden ist. Die Bestimmung erfolgt mit der sogenannten Trockenschrankmethode, wobei das zu prüfende Papier bei ca. 105 °C getrocknet, und aus dem Gewicht der feuchten und der trockenen Probe der absolute Wassergehalt berechnet werden kann. |
|
Absorption
|
Auch Licht wird von Körpern absorbiert. Die stoffliche Absorption unterscheidet sich von der Adsorption dadurch, dass die absorbierte Substanz in das Innere des absorbierenden Körpers dringt, während sie bei der Adsorption an der Oberfläche bleibt. Durch Adsorption von Feuchtigkeit durch das Papier entsteht z.B. die gefürchtete Randwelligkeit. |
|
Abtastverfahren
|
Prüfverfahren zur Bestimmung der Oberflächenglätte von Papier und Karton. Bei einem Abtastverfahren wird mithilfe von Tastschnittgeräten (z.B. Perth-O-Meter), im Gegensatz zu optischen Methoden ein sehr feiner Fühlhebel über die zu prüfende Papieroberfläche geführt und die durch die Höhenänderungen der Rauigkeit des Materials bedingten senkrechten Bewegungen des Taststiftes registriert. Es gibt weitere Prüfverfahren zur Bestimmung der Rauigkeit und Glätte von Papier: Luftstromverfahren, Kontaktanteilverfahren, PPS-Verfahren. |
|
Abwasserbelastung
|
Summe aller Abwasserinhaltsstoffe, z.B. als sauerstoffzehrende Substanzen, gemessen als biochemischer oder chemischer Sauerstoffbedarf. |
|
Abziehbilderpapier
|
Papier für die Herstellung von Abziehbildern. Es besteht aus einem holzfreien, wenig geleimten Streich-Rohpapier, das mit einem Strich von Stärke und Glyzerin sowie Dextrin bzw. Gummi arabicum versehen ist und einer auf dieses Grundpapier aufgebrachten Kollodiumhaut. Diese wasserlösliche Schicht ermöglicht nach dem Wässern das Abschieben des in einer Kombination von Offset- und Siebdruck seitenrichtig oder seitenverkehrt gedruckten Abziehbildes. Abziehbilderpapier wird auch als Metapapier bezeichnet. |
|
Abzugpapier
|
Sehr saugfähiges Papier, vorwiegend für Wachsschablonen-Vervielfältiger. Man findet auch die Bezeichnung „Saugpostpapier“. Es wird mit und ohne Wasserzeichen in vielen unterschiedlichen Stoffzusammensetzungen, Weißfärbungen und Flächengewichten hergestellt. Die beste Orientierung über das Marktangebot bieten die Musterkollektionen der Papiergroßhändler und Papierhersteller. |
|
Achatpapier
|
Vorwiegend dünne, holzfreie Papiere, die als Bezugspapier für Mappen, Ordner und Bucheinbände verwendet werden. Sie sind mit einem Marmormuster mehrfarbig bedruckt oder entstanden aus der manuellen Technik des Marmorierens. Deshalb ist auch die Bezeichnung Achat-Marmor zu finden. |
|
Additive
|
Zusatzmittel für Streichfarbe zur Herstellung von gestrichenen Papieren. Es sind Hilfsmittel, die nicht den Bindemitteln oder den Streichpigmenten zugeordnet werden können. Das sind Schaumbekämpfungsmittel, Dispergiermittel, Viskositätsregler, optische Aufheller oder Nassfestmittel und sonstige Hilfsmittel, die einem Papier bestimmte Eigenschaften verleihen sollen. |
|
Adhäsivpapier
|
Papier mit der Eigenschaft, Klebstoffe, Wasser und Kunststoffe abzuweisen, so dass diese nicht am Papier haften bleiben. Diese Eigenschaft wird besonders durch eine Imprägnierung mit Silikonen erreicht. Als Rohpapier werden besonders dichte, nicht saugfähige Naturpapiere verwendet. |
|
Aerober Abbau
|
Bezeichnung für die Zersetzung organischer Stoffe in Böden und Wässern, besonders in Abwässern, durch Mikroorganismen, die dabei Sauerstoff verbrauchen. Abwasserreinigungsanlagen in einer Papierfabrik nach dem Belebtschlammverfahren basieren auf dem aeroben Abbau. Siehe auch: Anaerober Abbau, Belebtschlammverfahren. |
|
Affiche
|
Alte Bezeichnung für ein Plakat oder Poster (z.B. Citylightposter). |
|
Aktendeckelkarton
|
Holzfreie oder holzhaltige, maschinenglatte, satinierte oder einseitig glatte Kartons mit einem Flächengewicht von 190 bis 350 g/m2. Er ist zäh, einreißfest und meist aus mehreren Lagen geklebt. Siehe auch: Naturpapier. |
|
Aktienpapiere
|
Hochwertige Naturpapiere der früher üblichen Stoffklasse 1. Sie werden meist mit Wasserzeichen gearbeitet und müssen sich in den verschiedenen Druckverfahren anspruchsvoll bedrucken lassen. Stoffzusammensetzung und Herstellung sollen höchste Dauerhaftigkeit (z.B. durch Verwendung von Hadern/Baumwolle) und Sicherheit vor Fälschungen gewährleisten. |
|
Akzidenzdruckpapier
|
(lat. accidens). Unter Akzidenzen verstand der Buchdrucker früher umgangssprachlich Buchdruckarbeiten von geringem Umfang. Akzidenzdruckpapiere sind im heutigen Sinn Naturpapiere, die für den Druck von Rechnungen, Briefbogen usw. benutzt werden. Sie haben eine gute Leimung für eine gute Beschreib- und Bedruckbarkeit und oft auch ein Wasserzeichen. Sie werden heute meist als Postpapiere oder Bankpostpapiere bezeichnet. Siehe auch: Naturpapier. |
|
Alabasterkarton
|
Feiner, hochwertiger Karton mit blendend weißem Aussehen und einer geschlossenen, völlig porenfreier, ruhigen Oberfläche und klarer Durchsicht. Er ist meist geklebt, holzfrei und von gutem Klang. Einsatzgebiet: Glückwunschkarten, Familienanzeigen und Kunstblätter. Siehe auch: Karton. |
|
|
Nächste
|