| Umweltlexikon |
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| Derzeit umfasst das Lexikon 212 Einträge |
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PCB
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Polychlorierte Biphenyle gehören zu den chlorierten Kohlenwasserstoffen. Sie fanden Verwendung in Farben und Lacken oder als Kühlmittel oder Trafoöle. PCB werden aufgrund ihrer Giftigkeit in Deutschland nicht mehr hergestellt und verarbeitet und dürfen seit 1. Januar 2000 auch in bestehenden Anlagen (z.B. Kondensatoren oder Transformatoren) nicht mehr verwendet werden. Aromaten, CKW, HKW. Siehe auch Aromaten, Chlorierte Kohlenwasserstoffe, HKW. |
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PCP
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Pentachlorphenol ist ein chlorierter Kohlenwasserstoff mit desinfizierenden und pilzabtötenden Eigenschaften. Aufgrund seiner starken Giftigkeit und schweren Abbaubarkeit (Persistenz) ist die Herstellung und Verwendung von PCP seit Ende 1989 in der Bundesrepublik untersagt. Siehe auch Aromaten, Chlorierte Kohlenwasserstoffe, HKW. |
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PER
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Perchlorethylen oder Tetrachlorethylen. Es handelt sich um einen chlorierten Kohlenwasserstoff, der in der Druckindustrie u.a. beim Auswaschen von Kunststoffklischees Verwendung fand. Seit 1995 gilt ein generelles Verwendungsverbot in der Europäischen Union. Siehe auch Chlorierte Kohlenwasserstoffe, HKW. |
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Persistenz
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Persistenz bezeichnet die Lebensdauer eines Stoffes in der Umwelt (Luft, Boden, Wasser, Lebewesen u.a.). Dabei rechnet man alle Substanzen, deren Halbwertszeit in der Umwelt mehr als zwei Tage beträgt, zu den schwer abbaubaren Stoffen. Siehe auch BSB, CSB, Halbwertszeit. |
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Pflanzenöle
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Im Gegensatz zu Mineralölen sind Pflanzenöle Produkte, deren Grundlage nachwachsende pflanzliche Rohstoffe wie Sojaöl, Kokosöl oder Rapsöl bilden. Aus Gesundheitsschutz-Kriterien finden diese vegetabilen Öle vermehrt Anwendung in Waschmitteln für den Offsetdruck. Der Vorteil besteht darin, das diese gut reinigenden Öle nicht verdunsten und damit keine Gesundheits- und Explosionsgefahr im Vergleich zu flüchtigen Lösemitteln aufweisen. In der Praxis haben sich Mischungen aus Mineralölen und Pflanzenölen als ein guter Kompromiss aus Anwendbarkeit und Umweltverträglichkeit etabliert. Siehe auch Mineralöl. |
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pH-Wert
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Maß für den Säuregrad einer Lösung. Eine Erhöhung des pH-Wertes um 1 entspricht einer 10fachen Veränderung der Wasserstoffionen-Konzentration in der Lösung. Als Beispiel die pH-Werte einiger Flüssigkeiten. | reines Wasser | pH 7 | neutral | | S/W-Entwickler | pH 10 – 13 | basisch | | Fixierbad | pH 3,5 – 6,5 | sauer | | Positiv-Plattenentwickler | pH 11 – 13 | basisch | |
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ppb
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Konzentrationsangabe; 1 part per billion entspricht 1 Teil auf 1 Milliarde Teile, z.B. 1 Mikrogramm auf 1 Kilogramm. |
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ppm
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Konzentrationsangabe; 1 part per million entspricht 1 Teil auf 1 Million Teile, z.B. 1 Milligramm auf 1 Kilogramm. |
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Produktlinienanalyse (PLA)
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Die Produktlinienanalyse ist ein Instrument zur Bilanzierung der Umweltauswirkungen eines Produktes auf seinem Lebensweg von der Rohstoffbeschaffung, Transport, Produktion, Handel, Gebrauch bis hin zur Entsorgung. Diese verschiedenen Phasen werden nach ihren Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft beurteilt und verglichen. Die Produktlinienanalyse wurde vom Öko-Institut Freiburg entwickelt. Siehe auch Ökobilanz. |
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Produktverantwortung
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Die unter Umweltgesichtspunkten neu verstandene Produktverantwortung beinhaltet einen möglichst umweltverträglichen Lebensweg (§An§von der Wiege bis zur Bahre/ Wiedergeburt“) eines Produktes. Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz trägt derjenige die Produktverantwortung zur Erfüllung der Ziele der abfallarmen Kreislaufwirtschaft, der Erzeugnisse entwickelt, herstellt, be- und verarbeitet, vertreibt oder verwendet. Diese beinhaltet insbesondere die mehrfache Verwendbarkeit, die technische Langlebigkeit der Erzeugnisse und deren Eignung zur umweltverträglichen Verwertung und Entsorgung, als auch die dazu erforderlichen organisatorischen und sonstigen Maßnahmen. Siehe auch Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Produktlinienanalyse, Verpackungsverordnung. |
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PVC (Polyvinylchlorid)
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Nach Polyethylen der bedeutendste Kunststoff. Bei der Verbrennung von PVC in Müllverbrennungsanlagen kann Salzsäuregas freigesetzt werden. Dies kann zur Dioxinbildung beitragen, wobei in modernen Hochtemperatur-Abgasreinigungen diese Dioxine dann wieder zerstört werden. Siehe auch Dioxin. |