Wirtschafts- und Sozialkunde – Neue Struktur ab Abschlussprüfung 2016/17

Neu ist eine bewusst kurz gehal­tene thema­ti­sche Klam­mer in Form einer fik­tiven Mus­terfirma als Basis der dar­auf folgenden Auf­ga­ben. Alle Auf­ga­ben – gebundene und unge­bundene – haben einen Bezug zu dieser Mus­terfirma. Der Prüfungs­komplex wird somit durch den Bezug zu einer Arbeits­aufgabe thema­tisch bestimmt und „ein­ge­rahmt“, alle Auf­ga­ben wer­den in einen Situa­ti­ons- und Sinnzu­sammen­hang gestellt.

Im Gegen­satz zu der heu­tigen Gestal­tung von sechs „The­men­in­seln“, beste­hend aus einer unge­bunde­nen Auf­gabe und zuge­ordne­ten gebunde­nen Auf­ga­ben. Inhalt­li­che Basis sind wei­ter­hin die „KMK-Ele­mente“, zuletzt geän­dert 2008. Auf­gaben­an­zahl und Zeitvor­gabe (60 Min­u­ten) blei­ben unve­r­än­dert. Wie bis­her kön­nen eine unge­bundene und drei gebundene Auf­ga­ben abge­wählt wer­den.

Die Prüfungs­inhalte im Fach Wirt­schafts- und Sozialkunde, The­menka­ta­log der KMK, finden Sie in der folgenden Tabelle:

Themenbereich Inhalt

Prüfgebiet
Der Jugendliche in Ausbildung und Beruf

Prä­senta­tion des Aus­bildungs­be­trie­bes

Rechts­rah­men zur Begründung
eines Berufs­aus­bildungs- und Arbeitsver­hält­nis­ses

Stel­lung des Betrie­bes in der Bran­che/
in der Gesamt­wirt­schaft,
Wandel von Beru­fen

Berufs­aus­bildungsver­trag, Arbeitsver­trag, Arbeitsbedingun­gen, Arbeits­platz­si­cher­heit

Duales Sys­tem

Rechte und Pflich­ten der Betei­lig­ten

Berufs­bildungsge­setz,
Handwerks­ord­nung

Zuständige Stel­len, Arbeitsrecht,
Arbeits­schutz

Arbeitsge­richtsbarkeit

Mög­lichkei­ten und Gren­zen der
betriebli­chen Mit­be­stim­mung

Par­tizi­pa­ti­ons­t­rategien

Arbeitgeber- und Arbeit­nehmer­or­ga­ni­sa­tio­nen

Betriebs­rat, Jugend- und
Aus­zu­bildenden­ver­tre­tung,
Tarif­recht, Tarifver­träge

Lebens­langes Ler­nen

Wand­lung der Arbeits­welt

Beruf­li­che Fort­bildung und Umschu­lung

Staat­li­che Förder­maß­nah­men

Mobilität und Fle­xi­bilität des Einzel­nen

Leben, Ler­nen und Arbei­ten in Europa

Euro­pass, Mobilitäts­programme,
Europäi­sche Sozial­charta

Prüfgebiet
Nachhaltige Existenzsicherung

Grundzüge des sozialen
Sicherungs­sys­tems

Die Bedeu­tung für das Indi­viduum
und die Gesellschaft

Ver­si­cherungs­prinzi­pien,
gesetzli­che und private Vor­sorge,
Sozialver­si­cherun­gen:
Sozialge­richtsbarkeit

Zielkon­flikte:
Sub­sidiarität, Eigen­ver­antwor­tung,
Soli­darität und Nach­hal­tigkeit im
Zusammen­hang mit sozialer Sicherung

Ent­wick­lung und Pro­bleme der
sozialen Sicherung

Indi­viduelle Ver­mögens­bildung, Steuern und Transferleis­tun­gen des Staa­tes

Indi­viduelle Lebens­pla­nung
und gesellschaft­li­ches Umfeld

Selbstver­antwort­li­ches und
unter­nehmeri­sches Denken als
Per­spek­tive der Berufs- und
Lebens­pla­nung

Potenzial­analyse, Karriere­pla­nung,
Famili­en­pla­nung

Rol­len­erwar­tun­gen von Mann und
Frau in der Fami­lie, in der Erzie­hung
und im Beruf

Mög­lichkei­ten und Gren­zen einer
Exis­tenz­gründung

Prüfgebiet
Unternehmen und Verbraucher in Wirtschaft und Gesellschaft sowie im Rahmen weltwirtschaftlicher Verflechtungen

Unter­neh­mens­analyse

Auf­ga­ben, Auf­bau und Ziele
von Betrie­ben und Unter­neh­men,
wirt­schaft­li­che Ver­flech­tun­gen

Rechts­formen am Bei­spiel einer
Per­so­nen- und Kapi­talge­sellschaft

Rolle der Ver­brau­cher

Kon­sumge­wohn­hei­ten ver­schiede­ner
Bevölkerungs­schich­ten und Geschlech­ter

Indi­viduel­ler Haushalts­plan

Rechts­ge­schäfte und deren Folgen

Bedürf­nisse, Bedarf, Kaufkraft

Haushalts­plan und Über­schuldung

Rechts­ge­schäfte, Kaufver­träge, Kredite

Ver­brau­cher­schutz und -ber­a­tung

Beruf­li­che Ent­wick­lung und
Exis­tenz­si­cherung

Kon­zept einer Unter­neh­mens­gründung

Exis­tenz­gründung: indi­viduelle,
wirt­schaft­li­che, recht­li­che Aspekte

Wirt­schafts­förde­rung

Rolle der Bundes­re­publik Deutsch­land
in der Welt­wirt­schaft

Die Aus­wirkun­gen der welt­wei­ten
Arbeits­tei­lung

Betriebli­che und gesamt­wirt­schaft­li­che Arbeits­tei­lung, Glo­bali­sierung

Mög­lichkei­ten und Gren­zen der
Markt­wirt­schaft

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